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Die Legende von Tanar II

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    #46
    Hier der letzte Part! Ich hoffe es hat euch gefallen



    Unbeeindruckt von seiner eigenen Stärke sah Tanar zu Erilan empor, der seine Zähne fletschte und ihn anknurrte.

    Sofort sprang Tanar in die Luft, auf den Schatten zu, und schlug nach diesem. Auch Liathan tat es ihm nach und sprang in Richtung des riesigen Schatten. In perfekter Synchronisation schlugen die beiden auf das Monster ein, blockten und setzten dann erneut zum Angriff an.

    Alexandar kanalisierte währenddessen vom Boden aus seine Zauber. Feuerball um Feuerball schleuderte er in Richtung von Erilan. Die Explosionen versengten das pechschwarze Fell des Monsters, fügten ihm jedoch nur Oberflächliche Verbrennungen zu.

    Die kleineren Schattenschergen versuchten ihrem Meister zu helfen, in dem sie sich auf Alexandar stürzten, doch schaffte es keiner an die unüberwindbare Mauer des Greifens vorbei, der bedrohlich von Seite zu Seite sprang und mit seinem spitzen Schnabel nach den kleinen Kreaturen Schnappte oder sie mit seinen rasiermesserscharfen Krallen zerfetzte.

    Immer weiter hagelten die Angriffe von Tanar und Liathan auf Erilan ein und rissen tiefe Wunden in die Gestalt.
    Günstig landete Tanar unterhalb des Monsters, als Liathan ihn mit einem Schlag ins Straucheln brachte und Erilan völlig ungeschützt war. Mit einem mächtigen Schlag, schoss Tanar von unter Erilans Kopf nach oben und zog das Schwert ein Mal über das komplette Gesicht der Bestie. Erilan warf seinen Kopf in den Nacken, seine Vorderbeine in die Luft und Schrie vor Schmerzen auf. Pechschwarzes Blut tropfte in Strömen von Erilans Körper und ergoss sich auf den Boden, wo es wie ätzende Säure aufdampfte. Unkontrolliert schlug die Bestie um sich und traf Tanar unvorbereitet von der Seite.

    Ein durchringender Schmerz durchfuhr Tanar, als die riesige Pranke ihn erwischte. Die Kraft war so enorm, dass Tanar fast Ohnmächtig wurde, als er in Richtung des Bodens geschleudert wurde. Der Aufschlag war brutal, da er keine Kraft mehr hatte, um den Aufprall etwas entgegen zu setzen. So rutschte er erst einige Meter über die Steine, bevor er zum Liegen kam.
    Sofort war Liathan zur Seite und kniete sich besorgt neben ihm ab.
    „Tanar!“, schrie sie ihn verzweifelt an. Tränen kullerten ihr dabei über ihre blassen Wangen.

    Der blaue Schleier um seinen Augen legte sich wieder und formten sich zu seinen braunen Augen zurück. Über all, wo er keinen Metallpanzer trug, wies er tiefe Kratzspuren von dem harten Boden auf, über dem er gerutscht war. An seinem Kopf klaffte eine große Platzwunde, aus der ihm Blut ins Gesicht lief.

    „Ich wollte es doch schaffen, dass du nie wieder weinen musst.“, sprach Tanar leise und versuchte ihr eine Träne wegzuwischen.


    Im Hintergrund tobte noch immer Erilan und schrie wie wild. Er warf sich hin und her und verwüstete dabei die ganze Stadt. Nephalax, der seine Chance witterte, hämmerte seinem Bruder mit seiner steinernen Faust ins Gesicht. Wie ein verängstigter Hund jaulte Erilan auf und rutschte etwas zurück. Bedrohliche Mengen von Blut tropften weiterhin aus dem Körper von Erilan. Humpelnd kroch Erilan immer und immer weiter zurück und verschwand letztendlich durch den Höhleneingang.

    Langsam löste sich Alexandar auf und wurde zusammen mit seinem Greifen davongetragen.

    „Tu doch etwas!“, flehte Liathan den Steingott an, „Rette sein Leben!“

    Sie hatte seinen Kopf auf ihren Schoß gelegt und streichelte ihm zärtlich durch sein nasses Haar. Es war eine Mischung aus Blut und Schweiß.

    Bedrückt rollte Nephalax neben dem Sterbenden, wissend, dass er nichts für ihn tun konnte.

    In der rechten Hand hielt Tanar noch immer sein Schwert fest.

    „Es tut mir leid. Ich wollte dich nie wieder alleine lassen. Ich wollte sehen wie meine Kinder groß werden und mein Versprechen dir gegenüber halten.“, Tanars Stimme wurde immer schwächer.

    „Sag das nicht! Du wirst dein Kinder sehen! Wir werden sie zusammen aufwachsen sehen!“, schrie Liathan verzweifelt und weinte dabei bitterlich. Träne um Träne rann ihr Gesicht herab und tropfte von ihrem Kinn.

    Mit letzter Kraft rammte Tanar die scharfe Schneide von Liathan in den Boden und drückte seine Hand erneut gegen den Knauf.
    „Ich bin schon weit über mein Limit, das war mir schon bewusst, als ich mich mit Myron teleportiert habe. Für dich ist es aber noch nicht vorbei. Ich will das du frei bist und dabei helfen kannst Erilan ganz zu besiegen.“, während Tanar sprach ertönte ein klirrendes Geräusch, als würde Glas zerspringen.

    Kleine rote Flocken regneten von dem Griff des Schwertes Liathans zu Boden. Tanar hatte mit letzter Kraft Liathan aus dem Schwert befreit. Er wollte nicht, dass sie sich zurück in ihr Schwert verziehen konnte, wo sie sich erneut vor allen verstecken würde und verbittert ihr Dasein fristen würde.

    Mit dem Wirken dieses letzten Zaubers fiel Tanars Hand schlaff auf den Boden.
    Stärker als zuvor fing Liathan an zu weinen. Ganz nah zog sie Tanar zu sich ran, bis sich ihre Köpfe berührten.
    „Ich liebe dich.“, flüsterte sie ihm zu und drückte ihm dann ihre Lippen auf die Stirn.

    So verweilte sie. Selbst als schon alle anderen weg waren. Unheilvoll zog sich das Schluchzen von Liathan durch den Berg. Ein Klang, den die Steine noch nach Jahrtausenden wiedergaben, wann immer jemand den Berg betrat.

    Über die Zeit hinweg kamen vereinzelt Schatten und Befallene zu diesem Ort zurück, um Tanars Körper für ihren Meister zu holen. Egal wann sie kamen, fanden sie Liathan kniend mit Tanars Körper in den Armen vor. Jeder der sich ihnen näherte fand den Tod durch Liathans wallendes, feurig rotes Haar. Egal wann sie kamen und egal wie viele es waren. Keiner kam an sie heran. Einzig der Berg von Leichen, welcher kreisförmig um den beiden liegt, zeugt davon.



    Schweißperlen rannen über ihr Gesicht. Ihre Zähne knirschten unter der Last ihrer Kiefer, die sie krampfhaft zusammenbiss. Schmerzerfüllt kniff sie die Augen zusammen und versuchte einen lauten Schrei zu unterdrücken. In kurzen Atemzügen atmete sie stoßend ein und aus. Nach einigen Minuten hörte sie jemanden Schreien, dann noch jemanden. Es waren keine schmerzerfüllten Schreie, sondern Schreie voller Hoffnung die sie vernahm.

    „Es sind Zwillinge. Ein Junge und ein Mädchen!“, strahlte eine Frau sie an, die eines der Kinder hielt.

    „Ich will sie sehen.“, war die Antwort von Alyda, die völlig erschöpft auf dem Rücken lag.

    Erst als sie ihre beiden Kinder in dem Arm hielt und mit eigenen Augen sehen konnte, dass es ihnen gut ging, breitete sich Erleichterung in ihr aus und sie entspannte sich etwas.

    Tränen der Freude rannen über ihr Gesicht, als sie die Zwillinge so ansah.

    „Ich werde euch Maylea und Liam nennen.“

    THE END


    So liebe Leser! Das war es!!Ich hoffe es hat einigen gefallen.
    Es ist ein dritter und damit letzter Teil in Planung. Das Skript steht schon, aber die Lust fehlt mir. Werde sie vielleicht irgendwann mal in Angriff nehmen und schreiben. Wann das sein wird weiß ich selber auch noch nicht.

    Hier reinstellen werde ich den letzten Teil aber auch nicht mehr. Der wird nur für mich und meine Familie / Freunde sein. (Es sei denn ich versuche nochmal mein Buch an ein Verlag zu bringen und die können es in ihrem Sortiment realisieren, dann wird es öffentlich gehen )

    Bin im Moment am überarbeiten des 1. Teil. Das wird auch nochmal ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen.
    sigpic
    Madness is rising. What will it give to you? Undeniable power of chaos or the power to stop this?
    What is your choice? Will you love or hate it?

    Über 5.000 Hits mit meiner ersten Geschichte "Die Legende von Tanar"

    Über 10.000 Hits mit meiner zweiten Geschichte "Die Legende von Tanar II"

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      #47
      Hier nochmal ein kleiner Prolog vorweg. Ist aus der Sicht des Nekromanten Myron geschrieben:

      "Hier seid ihr nun. Ihr lebt in eurem neugewonnenen Wohlstand und erfreut euch bester Gesundheit. Ihr habt mich verurteilt. Mich zu einem Verbrecher ernannt, schuldig der Nekromantie!
      Ihr meint das die Schattenmagie ein Thema ist, welches Tabu ist?

      Nun, bald werdet ihr euch mit diesem Thema beschäftigen müssen.

      Der Schatten wird sich wieder erheben. Und alles wird sich schwarz färben, wenn er seine Schwingen ausbreitet. Er wird sich das nehmen was rechtmäßig ihm gehört und mit seinem eisigen Griff über diese Welt herrschen. Das Chaos wird wieder dieses Land heimsuchen.

      Die Frage ist, was wird dir dieses Chaos geben? Die uneingeschränkte Macht darüber? Oder wirst du die Macht haben um es zu stoppen?

      Wie wirst du dich entscheiden? Wirst du es lieben oder hassen?"


      Ein dunkler Schatten überzieht das Land Aaganien und bedroht die Bevölkerung. Mit seinen Gefährten muss Tanar einen Weg finden dieses Unheil abzuwenden. Sonst scheint alles verloren, wofür der König so hart gekämpft hat.
      Zuletzt geändert von FegeFeuer; 09.11.2018, 21:56.
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        #48
        3. Teil wollte ich hier ja nicht mehr posten, dennoch wollte ich hier einen kleinen "Prolog" (eigentlich ist es eher der Rückenband) posten. Ist aus der Sicht eines Charakters, der schon mal in der Geschichte vor kam.

        Das Schreiben des 3. Teils geht auch gut voran ( 1/3 schon ca fertig, Überarbeiten nicht mit einberechnet).
        Für meinen 1. Teil habe ich auch bereits die Antwort von 2 Verlagen, die mein Buch in ihren Programm aufnehmen würden. Leider sind es DKZV Verlage, weshalb ich abgelehnt habe (Die geforderte Kostenbeteiligung ist abartig hoch). Die Suche geht also weiter!!!

        Hier Nun der "Prolog" zum 3. Teil


        Ich war ein Dieb und ein Gauner. Früh wurde ich von dem schwarzen Blut verführt, doch habe ich mich stets dagegen gewehrt. Ich wollte der Dunkelheit in mir nicht nachgeben und mein eigenes Leben führen. Ich hatte einen guten Freund. Er war mein Halt in dieser sonst so verdorbenen Welt. Doch diese verdorbene Welt von früher existiert nicht mehr. Sie musste einer noch schlimmeren weichen.
        Der Schatten hat alles an sich gerissen und das Wenige was ich liebte mir genommen.
        Es gibt kaum noch Widerstand und doch gibt es diesen einen Funken, der in der totalen Finsternis noch immer glimmt. Er ist es, der uns unerbittlich vorantreibt. Der uns unsere Fäuste heben lässt, selbst in einer aussichtslosen Situation. Er wird uns antreiben, bis zu dem Tag, an dem wir über seinem Leblosen Körper stehen. Es wird der Tag sein, an dem wir einen Gott töten.
        Selbst, wenn ich der Dunkelheit diene, so werde ich mich ihr nicht beugen und gegen sie kämpfen, mit allem was ich habe.
        Licht scheint am Hellsten in der Dunkelheit.
        Zuletzt geändert von FegeFeuer; 21.05.2018, 23:53.
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