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Alt 23.12.2012, 00:38
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Schwertlilie Schwertlilie ist offline
Pilzsammler
 
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Standard Lilies Gedichte

Mal ein Sammelthread meiner Gedichte.


Die Kälte der Stille

Rundherum alles zu laut,
jeden Zentimeter von den Spinnern verbaut.
Der Lärm mir die Sinne raubt,
Krach wohin man schaut.

Frühling, Sommer, Herbst,
beanspruchen meine Ohren derbst.
Doch der Winter hat ein Present,
dass er sogleich verwent.

Die Kälte die ich mag dazu,
doch vor allem schenkt er die Ruh.
Doch ist sie nie da in diesen rastlosen Orten,
doch weiss ich wo, wo wird sie gehorten.

Das Lilienfeld, das noch niemand verschandle,
sich eine weisse Decke anhandle.
Der sonst schon geliebte Ort,
gewürzt mit Stille und Kälte, man vernimmt kein Wort.

Einzig und allein das Knirschen des Schnees wegen meines Schrittes,
vielleicht störte es hier, litt es?
Ich hoffe es spürt meine Liebe zu all dem,
die ich mit wachsender Freude fernehm.

Die Kälte, meine Wärme,
für dich ich so sehr schwärme.
Durch die Lilien versüsst,
die gute Laune grüsst.

Jetzt bräuchte ich nur noch jemand meinesgleichen hier zu haben,
schweigend hinzutrete, ohne zu fragen.
Mich zärtlich und sanft an sie schmiege,
in der Schönheit des Schnees liege.

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Lebe und gebe.
Was du willst, das nehme.
Entfalte bis zum äussersten,
wenn nicht beräusten.


Du sei du,
sonst findest nie ruh.
Lasse, tu und mache was du willst,
nur so des Lebens Spiel du gewinnst.


Doch sei bewusst, nebst all dem,
gibt es was, das lässt einem untergehen.
Die traumatisierende Traurigkeit in verschiedener Form,
der Schaden an einem enorm.


Der Schatten, der um das Unterbewusstsein schleicht,
vielleicht den hintersten Winkel in sich selbst bereicht.
Dein Gegner, dein Feind, dem Empfänger des Todeshass,
die Depression, nein von mir lass!


Überspiele, ignoriere, überläche oder ebne für sie das Feld,
doch hälst ihr nicht stand, kein Held.
Irgendwann, früher, später jetzt,
sie die Krallen wetzt.


Das Wissen, nun wird es geschehen,
nie wird der Schrecken vergehen.
Die Mauern, Türe und Tore bersten, der Widerstand fällt,
gibt es nicht was sie aufhält?


Jede Faser des Körpers wird erfüllt von der Traurigkeit,
ein Mittel dagegen, die Zweisamkeit.
Noch mehr wären noch besser,
doch hier ist niemand, ausser lächelnd mein Messer.


Kind der Dunkelheit, kannst du eine zärtliche Umarmung entbehren?
Dafür würde ich dich endlos ehren.
Auch mein Begräbnis müsstest du dadurch nicht sehen,
ich bitte darum, ich möchte dir die Einladung dafür nämlich verwehren.


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Die Nacht ist mein Zuhause,
während vor dem Tag mir es grause.
Sie ist meine zweite Haut,
der Tag ist mir viel zu laut.

Die Stille sich sanft zu dir legt,
der Friede sich zu dir bewegt.
Die edle Klarheit, die wunderschöne Sanftheit,
die Nacht dich von jeder Last befreit.

Ein Mantel der Finsternis dich umhüllt,
ein unbeschreibliches Glücksgefühl dich füllt.
Klares denken ohne Einmischung,
von der Wahrheit gibt es in der Nacht keine Verwischung.

Es bei einem auf Hochtouren läuft,
die Muse einem überhäuft.
Die Sterne der Mond einem zufunkeln,
manche Tagen sollte man auch verdunkeln.

Diese Leidenschaft, ich will sie teilen,
möchte nicht alleine verweilen.
Oh, ihr Kinder der Nacht, nehmt ihr mich auf?
Dafür nehme ich so vieles in kauf.


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Copyright, gilt für alle Werke!

Geändert von Schwertlilie (08.01.2013 um 01:43 Uhr)
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