Shakes & Fidget - Das offizielle Supportforum  

Zurück   Shakes & Fidget - Das offizielle Supportforum > Community Area > Laberecke

Hinweis

Laberecke Hier könnt Ihr über Gott und die Welt reden.

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #21  
Alt 04.01.2018, 23:53
Benutzerbild von BoehserSteve
BoehserSteve BoehserSteve ist offline
Hero
 
Registriert seit: 31.10.2011
Beiträge: 5.113
Standard

Zitat:
HR Logo, Quelle: HR Dokumentationen und Reportagen, Quelle:
hr Depression - neue Hoffnung?
Depression - neue Hoffnung?05.01.2018 | 44 Min. | Verfügbar bis 05.01.2019 | Quelle: hr
Weltweit verfolgen Forscher eine neue Spur, um das dunkle Geheimnis der Depression zu lüften. Ihre Vermutung: Das Immunsystem ist der Schlüssel, um die Krankheit zu verstehen - und wirkungsvoll zu bekämpfen. Könnte es sein, dass auch Stress oder falsche Ernährung Infektionen auslösen, die bei der Entstehung einer Depression eine entscheidende Rolle spielen?

http://www.ardmediathek.de/tv/Dokume...entId=48914460
https://www.youtube.com/watch?v=w0V1UBNPmJI


__________________

http://fckaf.de
Ein URL Shorter - Er ist sehr gut!
fckaf.de

Geändert von BoehserSteve (04.01.2018 um 23:55 Uhr)
Mit Zitat antworten
Folgende User bedankten sich bei BoehserSteve für das Posting:
  #22  
Alt 04.02.2018, 19:39
Benutzerbild von BoehserSteve
BoehserSteve BoehserSteve ist offline
Hero
 
Registriert seit: 31.10.2011
Beiträge: 5.113
Standard

Zitat:
Zitat von BoehserSteve Beitrag anzeigen
19.06.2012
Internetsucht
http://ratgeber.gesundheitkompakt.de/Internetsucht
Autor: Luisa Stoppa
Qualitätssicherung: Dr. Nikola Schmidt
Überarbeitet: 15.02.2010
Artikel: 10.09.2009
© 2009 Gesundheitkompakt

Gefangen am Computer
Zitat:
Arbeitslos, depressiv und einsam
Betroffener erzählt von Computer-Sucht: - Aufhören schwerer als bei Alkoholikern

Freitag, 02.02.2018, 16:45
Jens, 29, lebt seit seiner Jugend am Computer. Damals verbrachte er die Sommerferien von morgens bis abends mit Computerspielen. Als er älter wurde, spielte er zwar nicht mehr, stattdessen fesselten ihn Serien und Chatten an seinen PC. Zwei Aufenthalte in Suchtkliniken haben ihn zurückgeholt ins echte Leben.

Seine Mutter hätte alles versucht, um ihn für eine Sportart zu begeistern, erzählt Jens Schröder – vergeblich. „Ich bin wohl ein von Natur aus eher bequemer Mensch.“ Schon mit acht hat er eine Spielekonsole und einen Gameboy. Wenn die Mutter sagt „Geh doch mal raus“, trifft er sich mit Kumpels, ebenfalls alles Nutzer von Fantasie- und Strategiespielen. Chats mit gerade mal um die Ecke wohnenden Freunden über Spielverläufe sind nichts Außergewöhnliches.

Die Wirklichkeit ist zu unbequem

Sich vom PC zu lösen, ist unmöglich
Wie beim ersten Mal zieht er die Notbremse. Sucht eine Suchtberatungsstelle auf. Dort empfiehlt man einen stationären Aufenthalt in einer Klinik, die sich auf Mediensucht spezialisiert hat. Hier lernt Jens eine Falle im Umgang mit seiner Krankheit: „Alkoholiker können den Alkohol weglassen. Der Stellenwert des PCs in der Gesellschaft aber ist hierfür viel zu weit fortgeschritten.“

Computersucht, Computer, Internet, Spiele, Streaming

Die Mediennutzung mit Hilfe strikter Regeln einschränken –das ist Jens Ziel. Soziale Netzwerke und Chats möchte er deutlich weniger besuchen. Dabei helfen, soll eine Selbsthilfegruppe, die er ins Leben gerufen hat. Damit hat schließlich auch alles angefangen: dass er sich als Jugendlicher mit Kumpels, die gerade mal um die Ecke wohnten, online über Spielverläufe austauschte. Jetzt will er bewusst den Weg zurück gehen: Zurück zur realen Kommunikation. Zurück ins Leben.

Einen entsprechenden Umgang lernen, darum geht es bis heute. Jens weiß: Die Möglichkeit, negative Gedanken und Emotionen durchs Eintauchen in eine Parallelwelt wie auf Knopfdruck verschwinden zu lassen, bedeutet gleichermaßen Reiz wie Gefahr. Und er weiß, dass er eigentlich lernen müsste, mit negativen Gefühlen anders umzugehen: Sie auszuhalten, damit in einem nächsten Schritt Aufarbeitung möglich wird. Eine neue Arbeit hat er als Technik-Experte in einem Call Center gefunden - endlich etwas, was ihm Spaß macht.

Ein weiterer Rückfall gibt ihm einen neuen Blick
Weil er tagsüber bereits so viel am Rechner gesessen hat, lässt das Bedürfnis nach weiteren PC-Aktivitäten nach Feierabend zunächst nach. Dann aber stellte sich Routine ein. Man könne den erneuten aktuellen Klinikaufenthalt in der MEDIAN Klinik Schweriner See einen Rückfall nennen, so der 29-Jährige – oder aber Ausdruck eines Willens, diesmal rechtzeitig zu reagieren.

Absolute PC-Abstinenz gilt in der Klinik. Gesellschaftsspiele macht Jens in der Freizeit, sitzt mit Patienten zusammen, redet. Vor allem ein zur Klinik gehöriges Schwimmbad hat einen Weg gezeigt, wie er auch zu Hause vielleicht wieder mehr in Kontakt mit dem kommen kann, was man das Leben nennt: „Ziehe ich Bahnen, spüre ich mich. Vorm PC dagegen nehme ich mich, meine Gefühle und Gedanken kaum wahr.“


https://www.focus.de/digital/interne...d_8398022.html
Zitat:
Stabil, aber nicht gesund
Meine Depression bleibt für immer: Betroffener spricht über die Zeit nach der Psychiatrie


https://www.focus.de/gesundheit/expe...d_7695431.html
https://www.focus.de/digital/digital...d_7672112.html
__________________

http://fckaf.de
Ein URL Shorter - Er ist sehr gut!
fckaf.de

Geändert von BoehserSteve (04.02.2018 um 19:40 Uhr)
Mit Zitat antworten
Folgende User bedankten sich bei BoehserSteve für das Posting:
  #23  
Alt 31.05.2018, 17:16
Benutzerbild von BoehserSteve
BoehserSteve BoehserSteve ist offline
Hero
 
Registriert seit: 31.10.2011
Beiträge: 5.113
Standard

Vielleicht sollte man den Titel von Depression auf allgemein, psychische Erkrankungen ändern

Ein Post, den ich aus meiner Vorstellung heraus geschnitten habe, weil er da nicht hingehört, viel zuviel blabla, das kaum jemand interessieren wird

Ein Text, den ich schon mal auszugsweise hier im Forum gepostet habe
12.05.2016 als "Erkenntnis des Tages"
06.05.2015 im hier Thread zu Volkskrankheit Depressionen
19.08.2014 Post im Thread "so leicht wird man langzeitarbeitslos"

Zitat:
Kennzeichen von Vorurteilen
Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse
Vorurteile und ihre Wirkungen in der Medizin
"There is nothing either good or bad, but thinking makes it so."

Vorurteile gegen Kranke und die Diskriminierung von Kranken haben eine lange Tradition in vielen Kulturen. Dies gilt auch für unsere europäische Kultur. Die den alten Griechen hatten für Ursache Schuld und Verantwortung das Wort aitia und sahen in Krankheiten auch eine Art Bestrafung des "schuldigen Patienten". Der französische Arzt Perdulcis (1545-1611) führte eine psychiatrische Nosologie ein, die psychische Störungen als 'Teufelskrankheit Manie' und 'Besessenheit durch den Teufel" bezeichneten und einen Pakt mit dem Teufel als ursächlich ansah. (Annals of General Psychiatry 2009, 8:21) Viele dieser Mythen halten sich heute noch und beeinflussen unser Denken. In mancher fundamentalistisch christlichen Gemeinde werden psychische Störungen noch heute durch "Teufelsaustreibung" "behandelt" und Kranke entsprechend "schuldig gesprochen".


Obwohl eigentlich jeder Erwachsene mehrere Menschen mit psychischen Erkrankungen kennen muss, halten sich die Vorurteile hartnäckig.
Erstaunlich ist die weite Verbreitung der Vorurteile gegen psychische Erkrankungen auf vor dem Hintergrund der weiten Verbreitung solcher Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung. Psychische Störungen, insbesondere verschiedene Formen depressiver und Angsterkrankungen, sowie die Schizophrenien gehören nach den Abschätzungen neuerer epidemiologischer Studien zu den besonders häufigen, kostenintensiven und sehr stark und oft dauerhaft die Lebensführung Betroffener einschränkenden Formen von Erkrankungen.


Vorurteile (und die damit verbundene gesellschaftliche Stigmatisierung) erschweren in erheblichem Maße die Diagnostik und Behandlung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen. Sie behindern in erheblichem Maße die Integration von chronisch Kranken in unserer Gesellschaft.

In unserer Leistungsgesellschaft ist der Mythos, dass jeder alles erreichen kann, wenn er nur will und sich zusammen nimmt, eine selbstverständliche Annahme, die durchaus auch eine positive Funktion für die Leistungsmotivation hat. Leider auch mit der erheblichen Nebenwirkung der Ausgrenzung derer, die wirklich nicht können. Leider auch mit der Nebenwirkung, dass die Betroffenen ihre krankheitsbedingten Einschränkungen als Charakterschwäche, Willensschwäche, Faulheit usw. erleben. Oft werden sie hierbei durch Angehörige und oft genug auch durch Ärzte und andere professionelle Helfer bestärkt. Hierdurch wird oft verspätet Hilfe gesucht und dadurch die Prognose der Erkrankung verschlechtert. Mit dazu beigetragen haben im Bereich der Psychiatrie auch einseitige Gleichsetzungen von älteren psychoanalytischen Theorien mit psychiatrischer oder psychologischen Wissenschaft.


Trotz gut belegter (großteils) erblicher Grundlagen für Alkoholismus, Nikotinabhängigkeit, Schizophrenie, Depressionen, Angststörungen, Übergewicht .. Epilepsie.. wird zunächst ein Schuldiger oder Verantwortlicher, zumindest eine Ursache, gesucht. Wenn man genügend sucht, finden sich dann auch hinreichend "logische Erklärungen "- oft mit der Folge weiterer sozialer Isolierung.

So hat der schizophrene kontaktgestörte Patient oft nur die zurecht behütende Mutter. Wenn diese zur Schuldigen für die Erkrankung erklärt wird, wird er auch diesen letzten Kontakt verlieren.

Oft genug stellt sich nach der fahrlässig vom Psychotherapeuten empfohlenen Scheidung heraus, dass der "an der Depression schuldige" Ehemann der letzte Halt war.

Jeder scheint eine kluge und einfache Erklärung und damit auch einen nicht selten falschen Ratschlag zu haben.

Grund genug, oft in der Familie und beim Betroffenen selbst für die Annahme, wo ein Symptom ist, muss ein Versager und ein Schuldiger sein.

Vorurteile werden auch von den Betroffenen selbst als wahr angenommen.

Sie erleben sich selbst als defizitär, entwickeln Schamgefühle oder andere passive Reaktionsvarianten (kompensierende Fertigkeiten, Psychosomatik usw.). Diese Reaktionen können wiederum von der Umwelt als Ausdruck der Abweichung aufgefasst werden. Dadurch bilden Defekt und Reaktion quasi eine nahezu untrennbare Einheit.

Es ist daher für den Betroffenen äußert schwierig, aus dieser Stigmatisierung herauszukommen, denn egal wie er sich verhält, jedes Entgegenwirken wird als Bestätigung der zugeschriebenen Eigenschaften angesehen. Dadurch wird es dem Stigmatisierten fast unmöglich gemacht, als vollwertiger Kommunikationspartner Anerkennung zu finden.

Weil es ihm schwer fällt zu beurteilen, wie sein Stigma und sein Merkmal vom aktuellen Kommunikationspartner gesehen werden, wird er sich in Kommunikationen unsicher, verlegen, angespannt und ängstlich verhalten.

Falsche Annahmen des Wahrnehmenden in Form einer falschen sozialen Hypothese können dazu führen, dass Zielpersonen sich so verhalten, dass diese Annahmen bestätigt werden (self-fulfilling-prophecy) und können so abweichendes Verhalten verstärken.. Auf der anderen Seite lassen Kenntnisse über erbliche Veranlagungen als Ursache oft irrtümlich davon ausgehen, dass man dann ja nichts tun könne. Auch hier wird oft vorschnell auf Grundlage unzureichender Information geurteilt und entschieden. Die Behandlungsprognose bei den meisten psychischen Störungen ist besser als bei chronischen körperlichen Krankheiten. Auch eine genetische Ursache spricht nicht gegen den Erfolg einer Psychotherapie. Entscheidend ist hier meist eine möglichst frühzeitige fachgerechte Behandlung.

Mechanismen der Vorurteile und Faktoren die dazu beitragen, dass die Kranken selbst wie die Umgebung unverhältnismäßig unter deren Folgen zu leiden haben:

Sensationsberichterstattung in den Medien
Neigung dazu, einfache Lösungen und Erklärungen zu suchen
Entlastung durch die einfache Orientierung an übernommenen Vorurteilen
Suche nach Sündenböcken, denen nahezu jede Schuld zugewiesen werden kann
Mangelndes Bewusstsein über die Größe eines Problems
Mangel an aktueller, vollständiger und richtiger Information
Drang besser zu sein als andere Mitmenschen
Fehlinterpretationen und Fehlwahrnehmungen
Das für Laien oft nicht überschaubare Spektrum einer Erkrankung
Übertriebene Sorgen über die Sicherheit sowohl bezüglich der Betroffenen als auch der Öffentlichkeit
erlernte Hilflosigkeit
soziale Toleranz für Vorurteile und Diskriminierung in der Umgebung
insuffiziente Forschung über Vorurteile und deren psychosoziale Folgen bei den Erkrankungen
Angst vor Mitverantwortung und Haftungsansprüchen
Angst durch den Kontakt mit Kranken, ebenfalls dieser Gruppe zugeordnet zu werden.
Angst vor dem Andersartigen oder Fremden generell
Quelle http://www.neuro24.de/vorurt.htm
__________________

http://fckaf.de
Ein URL Shorter - Er ist sehr gut!
fckaf.de

Geändert von BoehserSteve (31.05.2018 um 20:26 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #24  
Alt 01.06.2018, 04:51
Nightshade Nightshade ist offline
Schmied
 
Registriert seit: 18.04.2010
Beiträge: 179
Standard

Wer englisch versteht und sich mit dem Thema auseinander setzen möchte, dem sei diese Seite ans Herz gelegt: https://makeitok.org/

Ebenfalls englisch und eine Betrachtung aus einem völlig anderen Blickwinkel bietet dieser hörenswerte Podcast: https://www.apmpodcasts.org/thwod/
Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 10:38 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.3 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2019, Jelsoft Enterprises Ltd.
Copyright by 'Playa Games GmbH'