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  #11  
Alt 24.10.2012, 10:02
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FegeFeuer FegeFeuer ist offline
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Teil 8

Auf der Stadtmauer erblicken sie zu ihrem Schrecken Sohan. Als er den Arm hob, kam eine Schar von Bogenschützen zum Vorschein, die auf sie Zielten. Ein gewaltiger Feuerball kam vom Himmel und zerstörte die Mauer. Die Befallen wurden als brennende Körper durch die Luft befördert. Riesige Steine flogen durch die Luft und hagelten tödlich auf sie nieder. Tanar setzte Alyda auf den Boden und zauberte ein Energieschild über sie, der die Steine ablenkte. Zwei Drachen flogen über die Stadt und verhüllten die Stadt in ein alles vernichtendes Inferno. Gigantische Rauchsäulen stiegen zum Himmel auf und ließen die Drachen immer wieder verschwinden. Wieder und wieder sprühten sie ihre Flammen in die Tiefen. Plötzlich fing einer der Drachen an zu Brüllen. Er verschwand in den Rauchsäulen und kehrte nicht zurück. Der zweite brüllte wütend und zog seine Flammen über den ganzen Platz.
„Er wird den Schatten nicht lange zurück drängen können. Wir müssen weiter, sonst haben sie sich umsonst geopfert.“
Schweren Herzens, wandte Tanar seiner Heimat ein weiteres Mal den Rücken zu. Der Anblick schmerzte ihn zutiefst, das Land schon wieder im Chaos versinken zu sehen und die Tatsache, dass sich so viele für ihn opfern mussten, trieb ihm Tränen des Zorns in die Augen. Blind vor Wut, setzte er Alyda ab und wollte zurück stürmen.
„Was denkst du was du da tust!“, brüllte ihn Kenvelo an, der ihn am Arm fest hielt.
„Lass mich los! Ich bin ihr König! Ich werde diesen Schatten stoppen.“
Dicke Tränen rannen seine Wangen herab, als er sich von Kenvelo los riss. Unbeirrt griff er jedoch wieder nach des Königs Arm.
„Willst du ihre Opfer für dich wirklich mit Füßen treten? Sie wären vollkommen sinnlos gestorben, wenn du dich nun selber umbringst. Wir müssen ihre Zwillinge beschützen.“
Für einen Augenblick, wurde Tanar ruhig. Plötzlich fuhr er herum und schlug Kenvelo mit voller Wucht ins Gesicht. Der Aufprall kam ihm ähnlich vor, wie damals als er Liathan geschlagen hatte. Es hatte sich angefühlt, als hätte er gegen Stahl geschlagen. Ihr hatte sich beinah die Hand gebrochen, doch diesmal war sein Schlag so stark, das Kenvelo zu Boden sank. Tanars Hand pulsierte, doch der Schmerz war nicht all zu stark. Seit damals, hatte sich sein körper an seine Kraft gewöhnt und mittels Magie, könnte er einen tiefen Fall oder einen verstärkten Schlag federn, so dass es ihm kaum weh tat.
„Und jetzt sagst du mir wer du bist und woher du weißt, dass sie hinter meinen Zwillingen her sind.“
Der junge Mann blieb am Boden sitzen und rieb sich die Wange.
„Was tust du da Tanar!“, schrie Alyda ihn an, doch Kenvelo unterbrach sie.
„Schon gut. Ich weiß nicht wer ich bin. Ich sah es nur undeutlich. Vorahnungen , die Wahr geworden sind. Es gibt eine Prophezeiung. Auch der Schatten kennt sie. Wenn der Schatten zurück kehrt, werden Zwillinge geboren, dessen Mut die Verbliebenden zusammen schweißt und erneut Hoffnung sähen kann. Sie werden es schaffen einen Weg zu finden, um ihn für alle Zeit zu verbannen. Antworten werden wir auf der Spitze des „Dorns der Welt“ bekommen.“
Grübelnd hörte er Kenvelo zu.
„Vielleicht bist du ein Erbe des Weisen? Das würde zumindest erklären, warum du so viel darüber weißt und warum du bei meinem schnellen Schritt mithalten konntest.“
Entschuldigend reichte Tanar ihm die Hand.
„Belassen wir es dabei, das ich dachte ein kleiner Schlag ins Gesicht würde dir deine Erinnerung wieder bringen.“
Stumm nickte er und sie beließen es dabei. Schweigend wanderten sie durch den Wald und hielten sich versteckt, sobald sich irgendwo etwas bewegte. Als sie die nächste Stadt erreichten, entschlossen sie sich vorsichtig nach zugucken, ob dieser Ort schon überrannt war. Als sie die ersten Bewohner sahen, wie sie sorglos über die Äcker gingen und in der Stadt verschwanden, versuchten Kenvelo und Alyda ihn zu überreden, weiter zu ziehen.
„Ich muss sie warnen. Sie können fliehen, so wie wir.“
Schnellen Schrittes verließen sie den Wald und rannte über die weiten Äcker der Stadt entgegen. Der rege Betrieb ließ nichts von dem Schrecken in Aiwah erahnen. Alles schien hier normal. Sie gingen unauffällig durch die Stadt, direkt zu dem Regierungsgebäude. Als man sie erblickte, stutzte man kurz, weil man nicht damit gerechnet hätte, das der Großkönig Aaganiens zu besuch käme. Vor allem nicht in einem verkratzten, dreckigen Harnisch, über dem nur ein leichter Mantel zum wandern hing.
„Was für eine Ehre, dass eure Majestät höchst persönlich uns einen Besuch abstattet.“
Die schmalzige aufgesetzte Freundlichkeit, ließ Tanar die Nackenhaare aufrecht stehen.
„Wir bedanken uns für die spontane Gastfreundschaft, doch wir sind nicht hier um lange zu bleiben. Das Königreich wird von etwas angegriffen. Einem Schatten.“
Der Stadthalter hob eine Augenbraue an, weil er nicht so recht Verstand was Tanar von ihm wollte.
„Wir haben die Hauptstadt innerhalb kürzester Zeit verloren. Vielleicht war es eine Stunde, möglicherweise weniger. Wenn wir Vorbereitungen treffen, kann man diese Stadt verteidigen oder wenigstens den Bewohnern die Flucht ermöglichen.“
Die Braue des Stadthalters zog sich immer weiter hoch, während er seinem König zu hörte.
„Ihr seid sicher das ihr euch nicht erst mal setzen wollt? Ich fürchte das ich euren Forderungen nämlich nicht nachgehen kann. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass eine Armee sich durch das ganze Land streifen konnte, ohne das es jemand bemerkt und dann auch noch eine so gut befestigte Stadt in nur einer Stunde ein nehmen kann.“
Tanar schnaufte laut. Die eigenen Gesetze hielten ihn davon ab, ihm seine Position zu entnehmen. Ohne dem Rat konnte er kaum Entscheidungen in anderen Städten treffen.
„Ihr tötet unschuldige, wenn ihr die Stadt nicht sofort räumen lasst!“, brüllte Tanar ihn an.
„Meine Majestät, es tut mir leid. Aber ich werde ihren Forderungen nicht nachkommen. Den Bewohnern geht es gut. Warum sie jetzt in Angst und Schrecken versetzen?“
Plötzlich sah Tanar sich in dem Stadthalter wieder. Er hatte genau so gedacht, als er mit Kallon gesprochen hatte. Die Geschichte schien wirklich unglaubwürdig, doch wie sollte er es ihm beweisen. Wütend stürmte er aus dem Saal.
„He Ken! Du musst eine Nachricht an alle verbliebenden Erben schicken. Wir müssen sie warnen, damit sie es vielleicht schaffen die Städte zu evakuieren.“
Mit offenem Mund stand Kenvelo vor ihm. Nachdenklich begann er zu grübeln.
„Und wie soll ich das machen?“
„Na irgendwie werdet ihr jawohl mit einander kommunizieren können!“
Als Tanar mir ansah, wie Ken nachdenklich überlegte, wie er das anstellen sollte, schlug der König die Hand vors Gesicht.
„Sag mal weißt du eigentlich noch irgendwas Nützliches?“
„Naja, ich weiß nicht.“, er kratzte sich am Hinterkopf und zeigte dann auf eine Frau, die quer über den Platz ging, „Die, könnte uns aber weiter helfen.“
Tanar folgte seinem Zeigefinger und sah wie die Frau den Platz verließ.
„Na wenigstens erinnerst du dich an deine Mitglieder.“
Um die Person nicht aus den Augen zu verlieren, nahmen sie sofort die Verfolgung auf. Unauffällig folgten sie der Frau, bis sie vor einem Haus stehen blieb und eintrat. Sie warteten einen Moment und klopften dann an der Tür. Es dauerte einen Moment, während aus dem Inneren gepolter kam und Sachen verrückt wurden.
„Einen kleinen Moment. Bin sofort da.“
Es war eine zierliche Frauenstimme. Als die Tür öffnete, wischte sie sich schnell über die Stirn und entschuldigte sich.
„Ich habe nur noch ein paar Vorräte verstaut.“
Ihre freundlichen Gesichtszüge und verrieten sie in keiner Weise, als Mitglied eines Ordens. Sie hatte ihr blondes Haar zu einem Zopf geflochten, der ihr den Rücken runter hing. Sie war noch sehr jung und doch fühlte Tanar eine mächtige Präsenz von ihr ausgehend. Als sie den König sah, fiel sie auf die Knie. Egal wo er hin ging, erkannte man ihn sofort. Es war anstrengend, doch er war ein Symbol für Hoffnung während der Jahre geworden und so ertrug er es.
„Nein bitte, steh auf. Wir dürfen keine Aufmerksamkeit erregen.“
Er packte sie am Arm und zog sie hoch, während Kenvelo die Tür verschloss.
Alyda setzte sich auf einen freien Stuhl. Etwas verwirrt, über diesen Besuch, setzte auch die junge Frau sich erst mal.
„Was verschafft mir die Ehre?“
Sie wandte ihren Blick nicht von Tanar ab, wobei ihre Wangen Leicht erröteten. Ihre Augen musterten sein Gesicht ganz genau. Jeder Gesichtszug wurde von ihr Realisiert. Ihr Blick wanderte von seinen dunkel braunen Augen, über seine Nase zu seinen Lippen. Letztendlich sah sie sich seine leicht spitzen elfischen Ohren an. Als Alyda ihre blicke bemerkte, räusperte sie sich und blickte sie wütend an. Bevor die Situation ejdoch eskalieren würde und die Stimmungsschwankungen seiner Elfin die Oberhand gewinnen würden, begann er zu reden.
„Mein Freund hier meinte, dass ihr uns helfen könnt. Ich weiß das ihr Erben der Weisen irgendwie mit einander kommunizieren könnt. Du musst die anderen Mitglieder benachrichtigen, das der Schatten zurück ist und Aiwah bereits überrannt hat.“
Sie schluckte schwer, als sie ihm zuhörte.
„Ähm, ich weiß nicht was sie da meinen.“, stotterte sie, doch Tanar unterbrach sie.
„Ken hat dich wieder erkannt, doch er hat nichts im Kopf und weiß deshalb nicht, wie er die anderen kontaktieren kann.“
„Hey! Ich habe was im Kopf, ich kann mich bloß an kaum was erinnern!“, protestierte Kenvelo.
Tanar zog das Buch des Bibliothekars aus seinem Beutel.
„Das hier hat mir Eredan gegeben. Da drin steht es alles noch mal.“
Sie stand mit wackeligen Beinen auf und kramte etwas herum, dann zog sie ein Buch heraus.
„Ich kenne das Buch. Jeder Erbe hat solch eins. Also gut. Ich kenne dich zwar nicht.“, sagte sie zu Ken, „Aber wenn Eredan euch sein Buch anvertraut hat wird es wohl die Wahrheit sein.“
Sie stand auf und ging zu einem Schrank. Anstatt die Tür zu öffnen, klappte sie die Tür von oben auf. Ein Spiegel mit einigen magischen Symbolen kam zum Vorschein.
„Ihr habt Glück, wir wollte unsere monatliche Konferenz gerade halten, als ihr herein kamt.“
In dem Spiegel erschienen die Gesichter einiger Menschen, Elfen, Orks und sogar des Trolls Zoriath. Überrascht sahen sie die Gäste der jungen Frau an.
„Larissa, wieso zeigst du ihnen das alles?“, brüllte einer von ihnen wütend.“
„Beruhigt euch. Eredan hat ihnen alles anvertraut. Sie meinen, dass der Schatten zurück ist und die Hauptstadt bereits überrannt hat. Wir müssen die Städte davon überzeugen, die Bewohner zu evakuieren, damit sie sich verstecken können.“
Eine wilde Diskussion entbrannte, in der alle durch einander redeten und keiner den anderen Verstand. Einer von ihnen schaffte es endlich sich durch zu setzen.
„Und wie sollen wir sie überreden?“
„Ihr könnte euch nicht länger Verstecken.“, warf Tanar ein, „Niemand jagt mehr die Erben, dafür das sie sich in den großen Krieg nicht einmischen wollten. Zeigten ihnen das Buch und lasst euch etwas Glaubwürdiges einfallen.“
Mit diesen Worten verließen sie die Konferenz.
„Ihr habt recht. Wir Erben sollten uns nicht mehr verstecken. Das Wissen wurde uns für diesen Tag vererbt, damit wir uns selber schützen können. Zumindest ein wenig.“
Larissa begleitete ihre Gäste zur Tür.
„Ihr solltet hier verschwinden, es wird nicht mehr lange sicher sein.“
Mit diesen Worten ließen sie Larissa in ihrem Haus stehen und verließen die Stadt.
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Über 5.000 Hits mit meiner ersten Geschichte "Die Legende von Tanar"

Über 10.000 Hits mit meiner zweiten Geschichte "Die Legende von Tanar II"
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Alt 27.10.2012, 19:47
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FegeFeuer FegeFeuer ist offline
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Teil 9

Geschützt durch Wälder, machten sie sich wieder auf den Weg zum Dorn der Welt. Schon aus weiter Ferne konnten sie den riesigen Berg sehen. Unheilvoll ragte er hinauf in den Himmel. Sie umwanderten ihn um sich dann von der Rückseite an den Aufstieg zu machen. Schon nach einigen Metern wurde ihr Aufstieg von den spitzen Zacken so beeinträchtigt, dass sie nur langsam vorankamen. Helfend reichte Tanar seiner Frau die Hand, die auch schon so genug Schwierigkeiten hatte. Mit zunehmender Höhe, wurde der Wind kälter und der Stein rutschiger. Vorsichtig ging Tanar voran und versuchte einen Weg hoch zu finden, doch die Schwangerschaft beeinträchtigte die Elfin zu stark. Wäre er alleine, hätte er sich teleportieren können, doch er hatte Angst, dass die Anwendung von Zaubern die Zwillinge schaden könnte. Ein Sturm zog auf über ihren Köpfen auf, während sie sich an den Vorsprüngen festklammerten.
„Wir müssen hier weg. Ich kann nicht mehr.", stöhnte Alyda.
Ihr schwarzes Haar flog wild umher. Sie versuchte es sich immer wieder hinter ihre spitzen Ohren zu stecken, doch es löste sich sofort wieder und versperrte ihr die Sicht. Tanar nahm ihre Hand und führte sie vorsichtig den schmalen Pfad entlang. Glücklicherweise fanden sie eine kleine Höhle, so dass sie sich etwas ausruhen konnten. Eisig donnerte der Wind in den Eingang. Tanar ließ ein paar Steinplatten aus dem Boden sprieße. Der Großteil der Luft wurde abgebremst und umgelenkt, doch er schloss den Eingang nicht ganz, damit ihnen etwas Licht und frische Luft blieb.
„Es ist leichter wenn ich alleine nach oben gehe. Ich werde mich beeilen und gleich wieder hier sein.", versicherte er Alyda.
Er wandte sich ihr ab und warf Kenvelo einen ernsten Blick zu.
„Wehe ihr passiert etwas."
Ein leichter Lichtkegel erschien und Tanar verschwand.

Seitdem er den Schattendrachen aus der anderen Dimension zusammen mit Iftahar bezwungen hatte, war das Teleportieren viel sicherer geworden. Er konnte nun über viel größere Distanzen springen und länger in der anderen Dimension bleiben. Die Welt war verzerrt und bereitete ihm jedoch schon nach einigen Minuten Kopfschmerzen, was in Aaganien jedoch nicht mal eine Sekunde war. Nur so war es möglich, eine so große Strecke zurück zulegen und trotzdem zeitgleich an einem anderen Ort wieder aufzutauchen.
Mit einem Satz wurde das Bild um ihn herum wieder scharf. Auf dem Gipfel war es seltsamerweise Windstill. Als er sich umsah, bemerkte er erst, dass er nicht alleine war. Zwei große dunkle Augen blickten angewidert auf ihn nieder. Ein grauschuppiger Drache stemmte seinen massigen Körper über einen Fels. Seine Flügel hatte er an seinem Körper angewinkelt. Ein Stein knirschte bedrohlich unter der Kralle der Kreatur.
„Es tut mir leid, dass ich euch störe, doch ich wäre nicht hier, wenn es nicht wichtig wäre."
Das donner Grollen des Drachen ließ Tanar verstummen. Tanar erkannte sofort, das der Drache keiner war, der sich in den unbekannten Teilen Aaganiens versteckt gehalten hatte, sondern ein noch recht junges Geschöpf war. Auch wenn er schon so riesig war, so hätte Tanar in einem Kampf sehr gute Aussichten auf einen Sieg. Doch er war nicht hier um zu kämpfen, denn sie hatten einen viel mächtigeren Feind.
„Ihr jämmerlichen Kreaturen! Eure Angelegenheiten sind euch doch immer wichtig. Genau wie eure Gier. Warum hört ihr auf zu denken, sobald ihr etwas Glänzendes seht?", knurrte der Drache mürrisch.
Der König wusste, dass der Drache zu Recht diese Anschuldigung aussprach, doch er erzählte sie dem Falschen. Tanar hatte sein ganzes Leben aufopferungsvoll für andere hin gegeben. Er hatte sich oft gewünscht, dass er an Tarukas und Iftahars Stelle gestorben wären. So viele Leute verdankten ihr Leben ihm und seinen Freunden. Hatten sie jemals Gold gefordert? Nein, sie hatten es gemacht, weil sie an eine bessere Welt glaubten. Sie glaubten an die Völker, so wie die Drachen es taten.
„Wart ihr in euren Anfängen besser? Wir sind junge Völker, die noch viel zu entdecken haben. Gier nach Gold war bei euch auch sehr lange verbreitet. Ihr hattet riesige Höhlen voller Schätze und sobald sich ihnen jemand näherte, wurde er mit dem Tod bestraft. Durch solche Taten wurden wir erst dazu angestachelt, dass diese Dinge einen gewissen Wert haben mussten. Ihr habt uns vermittelt, dass es etwas Besonderes sein muss. Ich bin nicht hier um mich zu streiten, doch ich brauche euer Wissen. Wir haben den Schatten geweckt, doch es ist euch schon mal gelungen ihn zu versiegeln."
Auf ein Mal wurde der mürrische Drache ruhig.
„Damals waren wir Drachen jedoch auch mehr und stärker."
„Diesmal habt ihr aber verbündete. Erzählt mir von der Prophezeiung der Zwillinge."
Der Drache rutschte etwas zur Seite und offenbarte eine Steintafel unter ihm.
„Die Zwillinge sind die einzigen, die es schaffen können, den Drachen zu versiegeln. Sie werden das Land vor der Finsternis retten. Wenn die Zeit gekommen ist und sich der Schatten erhebt, werden sie Hoffnung sähen, wenn es keine mehr gibt. Der Schatten fürchtet sich zu Recht. Solange sie einander haben, sind sie nie alleine."
Tanar ging einige Schritte auf die Tafel zu und blickte auf die Schrift.
„Heißt das, sie werden wie der Diamantdrache ihre Leben opfern um ihn zu versiegeln?"
Seine Stimme versagte ihm fast, doch er musste es wissen. Er schluckte schwer, bei dem Gedanken seine Kinder aufwachsen zusehen, in dem Wissen, dass sie niemals ein hohes Alter erreichen würden.
„Nein. Nur der Diamantdrache ist stark genug gewesen, um ihn zu versiegeln."‘
„Aber es wurde nie wieder einer gesehen!"
Tanar war erleichtert, als er hörte das seine Kinder nicht sterben mussten, doch so wie es schien, gab es keine Hoffnung für diese Welt.
„Es wurde einer gesehen. Ein Diamantdrache hat das Land überflogen, ist dann jedoch wieder verschwunden. Es ist gut möglich, das er außerhalb dieses Kontinents geflüchtet ist. Es ist jedoch wichtig, das die Zwillinge überleben, denn der Diamantdrache ist noch jung und unerfahren. Er wird ihre Hilfe benötigen. Geht zu den Zwergen und haltet euch dort versteckt, bis die Zwillinge alt genug sind."
„Warum ausgerechnet die Zwerge?"
Der Drachenblick durchbohrte ihn.
„Es ist das einzige Volk, welches komplett Immun gegen das Eindringen des Schattens in ihren Geist ist. Es ist auch Menschen oder anderen Kreaturen möglich sich davor zu schützen, wenn sie geistig stark genug sind. Für dich wird es also kein Problem sein."
Eine düstere Gestalt kam von der Seite und ließ den Drachen verstummen. Unruhig wich der Drache etwas zurück, als er erkannte, wer sich in diesem Körper befand. Zähne fletschend und knurrend wich er zurück. Der Totenbeschwörer Myron war ihm gefolgt, um ihn auf zuhalten. Ohne ab zu warten, ob Myron gekommen war um sie beide zu töten, breitete der Drache seine Schwingen aus und flog davon.
„Feiger Drache. Wenigstens stehst du deinen Mann, auch wenn du aus Aiwah geflohen bist. Zum Glück war deine kleine Freundin, die Erbin so freundlich uns zu verraten, wo ihr hin wollt."
Wütend zog Tanar die Götterklinge.
„Was habt ihr, ihr angetan!"
„Es ist ein Segen, was die Nekromantie für Angst verbreiten kann. Aber, der Respekt gehört deinem Bruder. Wir haben euch in Suthur beobachtet. Ich wusste gar nicht, dass er so gut foltern kann. Er hatte Methoden um Sachen zu entlocken, von denen ich keine Ahnung hatte."
„Sei Still!", brüllte Tanar, „Noch ein Wort und es wird dein letztes gewesen sein!"
Ein breites Grinsen umspielte die Mundwinkel des Totenbeschwörers. Er stemmte seine Hände in die Hüfte und Blickte Kopfschüttelnd zu Boden. Nachdenklich leckte er sich seine spröden Lippen ab.
„Suthur brennt, genau wie der Rest der Welt es wird."
Hasserfüllt stürmte Tanar nach vorne. Mit angehobenem Schwert rannte er Myron entgegen, der es nicht für nötig hielt, auszuweichen. Blind schlug Tanar nach vorne, doch Liathan prallte gegen einen Knochenschild, der aus dem Boden spross. Unter seinen Füßen spürte er, wie der Boden wegbrach und etwas heraus geschossen kam. Im letzten Moment teleportierte er sich zur Seite, nur um Myrons Hand zusehen, aus der ein lange Knochen hervor stach. Tanar kippte seinen Kopf zur Seite um den Angriff auszuweichen und durchschlug mit Liathan den Knochen. Als der abgetrennte Knochen zu Boden fiel, begann er zu zittern und formte ein Skelett. Bei jeder Bewegung der beschworenen Kreatur, knirschten die Knochen eklig. Die stumpfen Bewegungen und und der leere Gesichtsausdruck, ließen ihm ein Schauer über den Rücken laufen. Zwei weitere Tote wühlten sich aus dem Boden und stürmten auf ihn zu. Sie waren leichte Beute für ihn und Liathan. Unbarmherzig schlug er ihnen die Gliedmaßen ab und trennte den Kopf vom Rumpf. Die klappernden Gestalten brachen zusammen und zerfielen in ihre Einzelteile. Myron hatte sich den Kampf interessiert angeschaut. Aus seinem Arm wuchs ein Knochenschwert, welches er heraus zog und zu schwingen begann.
„Ich kenne deine kleinen Tricks, die dich so überlegen machen, doch sie haben keine Wirkung auf mich und meine Magie. Weder deine kleinen Zauber um meinen Geist zu beeinflussen funktionieren, noch kann dir deine Götterklinge Kraft spenden."
Verdutzt schaute Tanar auf sein Schwert. Als er daran dachte, wie er die Skelette niedergestreckt hatte, fiel ihm auf, dass er wirklich keine Energie absorbiert hatte. Schnell kam ihm jedoch die Erkenntnis, was der Totenbeschwörer meinte. Was für Energie hätte er auch von einem Toten beziehen sollen? Tanar zerbrach sich nicht weiter den Kopf darüber, denn er hatte noch genug andere Fähigkeiten, die ihn überlegen machten.
„Du kennst nicht meine ganzen Tricks. Selbst wenn du weißt, das Liathan mich mit Energie versorgt, so habe ich selber genug Kraft in mir um dich zu bezwingen."
Myron begann verrückt zu lachen. Er wischte sich eine Träne aus dem Auge und begutachtete die schwarze Flüssigkeit, wie sie in seiner kalten Hand umher rollte.
„Hast du dich noch gar nicht gefragt warum ich vom Schatten befallen bin? Der Drache hat dir doch gerade erzählt, dass Lebewesen mit einem starken Geist sich dagegen wehren können. Ich habe ihn freiwillig herein gelassen. Er speist uns mit Macht. Die Macht, die ich die ganze Zeit gesucht habe."
Der Nekromant kippte seine Hand. In Zeitlupe begann sich die Träne in Bewegung zu setzen, während sie über den Rand der Hand rollte. Gebrochenes Licht spiegelte sich in dem schwarzen Tropfen und ließ einen für einen kurzen Moment denken, dass es noch etwas Gutes in ihr gab. Angespannt folgte Tanars Blick der fallenden Träne, bis sie auf dem Boden aufschlug und zerschellte. Wie das klirren eines Glases, erschallte der Ton auf dem Gipfel. Ein Augenblick passierte nichts, doch dann erschien ein Riss in der Luft, aus dem etwas Schwarzes Heraus tropfte. Der Riss weitete sich und und ließ die Luft zerspringen. Ein schwarzer Schleier verschlang die Bergspitze und hüllte sie in Finsternis. Als Tanar zu Myron blickte, sah er noch sein verrücktes Lächeln verschwinden in der Dunkelheit. Aufmerksam versuchte er den Totenbeschwörer in der Dunkelheit ausfindig zu machen, doch er konnte nichts erkennen. Sein Blick wanderte suchend Umher. Nur langsam setzte er einen Fuß vor den anderen. Er hielt seinen Atem flach und auch keine seiner Bewegungen gab ein Geräusch von sich ab. Plötzlich sprang etwas aus dem Nichts auf ihn zu. Er riss Liathan hoch und blockte den Schlag. So schnell wie Myron erschienen war, so schnell war er auch wieder verschwunden. Wieder und wieder tauchte der Totenbeschwörer aus dem nichts auf, doch jedes Mal konnte Tanar seine Schläge parieren, war jedoch nicht in der Lage einen Konter zu starten. Myron wusste, dass er dem König im offenen Kampf unterlegen war und so spielte er auf Zeit und wartete darauf, das Tanar müde wurde. Verzweifelt versuchte Tanar den nächsten Angriff vorher zu sehen, doch Myron kam immer von einer anderen Seite, ohne ein klares Muster erkennen zu lassen. Die Zeit verstrich, in der ihm klar wurde, dass er den Totenbeschwörer so nicht aufhalten konnte. Er rammte die Götterklinge in den Boden und legte die Hand auf den Knauf. Von der Seite sah er wie das Knochenschwert die Finsternis verließ und auf seinen Hals zusteuerte. Blitzschnell hob er seinen Arm und griff mit der Hand in die Rasiermesser scharfe Klinge. Ein stummer Schrei entwich ihm, als das Schwert die Sehnen seiner linken Hand Durchschnitt. Trotz der Schmerzen hielt er das Schwert fest und ließ Myron sich nicht wieder zurückziehen. Panisch blickte der Nekromant auf sein Schwert und versuchte es von der blutenden Hand zu lösen.
„Jetzt.", sprach Tanar ruhig, der die rechte Hand noch auf dem Knauf hatte. Liathan sprang aus dem Schwert und stürzte sich auf Myron, der noch versuchte sein Schwert los zulassen. Gerade rechtzeitig erreicht Liathan ihn und verschwand mit ihm in der Dunkelheit. Es verging ein Moment der Ungewissheit, in der Tanar alleine zurück blieb. Mit schmerz verzehrtem Gesicht löste er sein Griff von dem Schwert. Er legte seine andere Hand auf die Wunde und versuchte die Sehnen wieder zusammen heilen zulassen. Als er merkte, dass er nur mehr kaputt machte, als es zu heilen, entschied er sich nur die Blutung zu stoppen und wickelte sich ein Stück Stoff von seinem Mantel herum. Plötzlich verschwand die Dunkelheit um ihn und er fand sich auf dem gewöhnten Areal des Berges wieder. Liathan kniete über Myron und schlug auf ihn ein. Mit einem freundlichen Lächeln stand sie auf und ging zu Tanar herüber.
„Der wird dir nicht mehr wehtun können."
Mit diesen Worten verschwand sie wieder in dem Schwert. Um wirklich sicher zu gehen, ging Tanar auf den reglosen Körper zu und blieb vor ihm stehen. Er hob Liathan an und rammte es Myron in den Leib. Plötzlich schreckte der Nekromant hoch, als ihn das Schwert durchbohrte, und stach Tanar einen langen spitzen Knochen in den Bauch. Tanar stockte.
Verwundert blickte er auf den Knochen, denn er verstand nicht warum Myron noch so voller Leben stecken konnte. Er begann schwer zu husten, wobei ein Teil seines Blutes mit hoch kam.
„Ich bin schon lange tot. Wie willst du mich denn noch besiegen?", sprach der Totenbeschwörer böse.
Verängstigt starrte der Großkönig in das blasse Gesicht. Wie konnte das sein? Tote konnten nicht in diesem Maß wiederbelebt werden! Oder doch? Er torkelte etwas zurück, mit dem Knochen im Bauch. Schwer stürzte er auf die Knie, während sich das Blut über den Knochen seinen Weg bahnte und als Blutlache auf dem Boden tropfte.
„Ich habe es als erster Magier der Welt geschafft, mich selber wiederzubeleben. Jahre lang habe ich intensiv diese Kunst studiert, kleinste Verhaltensmuster zwischen den Lebenden und den Untoten betrachtet, für dieses Ergebnis. Der Schatten speist mich mit genug Kraft, um ewig zu leben.“
Myron ließ einen weiteren langen Knochen aus seinem Arm sprießen, den er dann spielerisch in seiner Hand hielt. Er wog das Gewicht und spielte mit seinem Finger an der Spitze.
„Dein Bruder wird ziemlich sauer sein, dass ich dich getötet habe und er nicht den Spaß haben durfte, doch davon hätte er ausgehen müssen, wenn er mich schickt.“
Tanar begann alles verschwommen zu sehen und spürte die Hitze kaum, die von der Seite kam. Es dauerte einen Moment, bis er verstand, dass der Drache zurückgekehrt war und Feuer zwischen ihn und den Nekromanten sprühte.
Er hörte nur das Beben der donnernden Stimme, verstand jedoch keinen Ton. Der Wind schlug ihm um die Ohren, als Der Drache vor ihm landete und den Totenbeschwörer angriff.
„Verschwinde!“, donnerte es ein weiteres Mal.
Er war es nicht selber, der den Teleportzauber wirkte, doch als er zur Seite weg kippte, hörte er Alydas Schrei, die sich besorgt neben ihm zu Boden warf. Er spürte ihre Tränen auf seinem Gesicht und den Druck an seinem Arm. Irgendjemand riss ihn hoch und schulterte ihn auf. Müde sah er kalte Steinwände. Sein Kopf kippte ihm immer wieder weg und jeder Schritt, den sein Träger tat, bereitete ihm Höllenqualen. Immer wieder dieser kalte Stein. Dann Alydas Gesicht. Ihre Augen waren mit Tränen gefüllt. Sie hatte Angst, um ihn. Zitternd legte sie ihre Hand auf seine Wange und sagte etwas, doch er konnte nichts verstehen. Er war glücklich sie zu sehen. Zunehmend schlossen sich seine Augen öfter und es fiel ihm immer schwerer sie zu öffnen. Nur etwas ausruhen. Nur etwas schlafen.



An dieser Stelle werde ich erst mal eine kleine Pause einlegen . Gut möglich das ich, wenn ich bock habe, mal wieder was hochlade. Vorgesehen ist, dass ich nun erstmal den ersten teil überarbeite . Hoffe das euch die Geschichte bis zu diesem Punkt trotzdem gefallen hat

MfG Sören
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Über 5.000 Hits mit meiner ersten Geschichte "Die Legende von Tanar"

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Geändert von FegeFeuer (29.10.2012 um 10:55 Uhr)
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Die folgenden 2 User sagen "Danke" zu FegeFeuer für dieses Posting:
  #13  
Alt 28.10.2012, 11:39
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Schranzler Schranzler ist offline
Pilzsammler
 
Registriert seit: 09.10.2012
Beiträge: 37
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Einfach nur Hammer!!! Klingt zwar komisch, is aber so^^ Die Geschichte fesselt mich immer weiter
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Gras wächst auch nich schneller, wenn man dran zieht!

Vertreten bei:
s22 ~ Magier
s24 ~ Kriegerin
s25 ~ Kundschafter

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Folgende User bedankten sich bei Schranzler für das Posting:
  #14  
Alt 03.11.2012, 19:29
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FegeFeuer FegeFeuer ist offline
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kleiner teil zum we leider fehlen mir ein paar ideen im moment, deswegen kann das alles etwas länger dauern.

Teil 10

Langsam wurde sein Blick wieder klarer. Er lag in einem Bett. Alles in dem Raum war aus Stein, wie ihm nun auffiel. Die Kommoden, die Schränke, Tische und Stühle. Sogar das Bett in dem er lag. Das Stroh unter ihm machte es jedoch angenehm zu liegen und hielt ihn warm. Als er versuchte sich auf zurichten, merkte er erst, wie sehr im der Bauch schmerzte. Vorsichtig hob er die Decke an sah auf seinen bandagierten Bauch. Jeder Atemzug schmerzte ihm. Für einen Moment ließ er von dem Vorhaben ab, aufzustehen, entschloss sich dann jedoch seinen geschwächten Körper hoch zu ziehen. Der Schmerz und die Anstrengung trieben ihm die Schweißperlen auf die Stirn. Langsam drückte sich das Blut durch den Verband, doch es war ihm egal. Rum sitzen und darauf warten, dass andere sich den Problemen dieses Landes stellen, war noch nie eine Option für ihn gewesen. Er stand auf, zog sich Hemd und Hose an und ging dann mit wackeligen Beinen an der Wand entlang, bis er die Tür erreichte. Immer wieder musste er sich stützen und es kostete ihm eine Menge Kraft, die Tür auf zudrücken. Wie ein Kind, dass laufen lernte, setzte er einen Fuß vor den anderen. Ein kleiner stämmiger Zwerg kam von der Seite angerannt und bot ihm seine Schulter als Stütze an. Eigentlich wollte Tanar diese Hilfe ablehnen, doch als er ins Straucheln geriet, war er dankbar.
„Beim Barte des Großen!", brummte der bärtige Zwerg, „Wir Zwerge sollen aus Stein gemacht sein, dem entsprechend auch so robust. Aber hätte ich solch eine Verletzung gehabt, wäre ich vermutlich nicht wieder auf den Beinen, sondern würde es mit meinen Ahnen in Wal-Dura feiern."
Der Zwerg versuchte Tanar etwas aufzuheitern, doch ihm war nicht nach reden zu mute. Trotzdem hielt es den kleinen Mann nicht davon ab, weiter zu erzählen.
„Kallon wollte dich sehen, sobald du wieder auf den Beinen bist. Niemand hätte gedacht, dass du schon nach fast zwei Monaten wieder aufstehen würdest, geschweige denn dass du es jemals wieder tun würdest."
Abrupt blieb Tanar stehen. Fast zwei Monate! War er wirklich solange weg getreten? Sofort dachte er an Alyda. Was war mit den ungeborenen Zwillingen? Ging es ihnen gut? Schwer atmend humpelte Tanar weiter.
„Ich zeig dir den Weg, dich wird man sowieso nicht mehr umstimmen können, sich wieder hinzulegen."
Nur langsam kamen sie voran, was Tanar jedoch Zeit verschaffte, sich etwas in der Stadt umzuschauen. Eine komplette Stadt unter einem Gebirge. Steinerne Bauten, erschaffen für die Ewigkeit. Überall guckten verängstigte Zwerge den Verwundeten an. Mütter hielten ihre kleinen Kindern dicht an sich gepresst. Sie alle lebten zurück gezogen hier unten, in der Hoffnung das der Schrecken einfach an ihnen vorüber ziehen würde. Armut und Elend war über all zu sehen, denn es fehlte das Leben mit der Oberwelt.
„Es hat nicht mal einen Monat gedauert, bis die Königreiche an der Oberfläche gefallen waren. Vereinzelt halten sich noch Menschen, Elfen und andere Völker versteckt. Wir gehen nur noch sehr selten nach oben, aus Angst, dass sie unsere Höhleneingänge finden."
Tanar blieb stumm. Schwindel breitete sich in ihm aus. Er spürte wie der Verband immer Blut getränkter wurde, doch als ihn der Zwerg nach einer Pause fragte, schüttelte er den Kopf.
Als sie Kallons Haus betraten, setzte er sich erleichtert auf einem Stuhl im Vorzimmer. Der kleine stämmige Kerl bedeutete ihm zu warten und verschwand in einem Raum und schloss die Tür hinter sich. Es dauerte einen Moment, bis einiger Lärm von innen heraus drängte. Die Tür wurde aufgesprengt und der Zwerg stolperte wieder raus.
„Du Tor, wieso lässt du ihn draußen warten!", polterte Kallons Stimme heraus, dann kam auch er zum Vorschein, „Es tut mir leid alter Freund, mein Bruder hat mal wieder nicht nachgedacht."
Freudig empfing er Tanar. Als Tanar sich Kallons Bruder ansah, fiel ihm erst die Ähnlichkeit auf. Die Bärte der beiden Zwerge verbargen einen Großteil ihres Gesichts und doch konnte man sie sofort erkennen. Die gleiche Knollnase und die gleichen kleinen Ohren, die leicht verdeckt von ihren Haaren waren. Sie waren welche der wenigen Zwerge, die ihre Haare relativ kurz trugen und nicht wie die anderen, mit Zöpfen. Fürsorglich Musterte Kallon ihn.
„Bist du sicher, dass du schon wieder auf den Beinen stehen solltest? Du siehst sehr geschwächt aus."
Tanar versuchte sich ein müdes Lächeln abzuringen, um seinen Freund milde zu stimmen.
„Ich muss nur ein paar Schatten niederstrecken, dann geht es schon wieder."
„Immer noch der Alte, aber wir sind nicht in der Position um einen Angriff gegen ihn zu starten. Die Zwerge spalten sich immer mehr. Streitigkeiten breiten sich unter uns aus und wenn wir nicht aufpassen, brauchen wir den Schatten nicht um uns zu vernichten. Aber mit diesen Problemen musst du dich nicht befassen, Alyda ist oben.", Kallon winkte seinen Bruder herbei und befahl ihm nach oben zu laufen und sie zu holen, „Mein Bruder Borin wird sie herunter holen, du wirst dich in meinem Arbeitszimmer ausruhen."
Kallon half ihm hoch und führte ihn in das Zimmer. Er setzte ihn auf einen Stuhl und fegte schnell ein paar Sachen von dem Tisch.
„Wir haben uns wirklich Sorgen um dich gemacht. Unsere Heiler waren Tag und Nacht bei dir. Ich habe deine Frau noch nie so aufgelöst gesehen. Sie und dein mysteriöser Freund Kenvelo haben mir jedoch sehr geholfen. Mein ansehen ist so hoch wie noch nie innerhalb der Gilde und auch außerhalb. Sie hat wirklich was im Köpfchen und gut aussehen tut sie auch noch."
Der Zwerg zwinkerte ihm zu. Tanar musste leicht lachen, verstummte jedoch sofort wieder, als er merkte was es ihm für Schmerzen bereitete. Leicht zögernd begann er schließlich zu reden.
„Ist es wirklich so schlimm? Ich meine um Aaganien."
Betrübt nickte Kallon mit dem kopf.
„Borin hat es dir bestimmt schon erzählt. Es dauerte keinen Monat, dann waren die Königreiche gefallen. Wir haben die bekanntesten Höhleneingänge zugeschüttet um uns selber zu schützen. Selten gehen wir noch nach oben um uns Sachen zum Überleben zu holen. Du hättest nichts machen können. Sei lieber froh das du noch lebst!"
Er hörte wie jemand hektisch die Treppe herunter polterte und ins Zimmer gerannt kam. Sofort fiel ihm Alyda um den Hals. Ihr schluchzen klang bitterlich an seinem Ohr. Er hielt sie fest und genoss den Duft ihres Haares. Sie schlug ihm auf den Arm und mahnte ihn.
„Jag mir nie wieder solch einen Schrecken ein!"
Er sah an Alyda vorbei und erblickte Kenvelo, wie er sich an den Türrahmen lehnte.
„Er hat dir dein Leben gerettet.", flüsterte Alyda ihm ins Ohr.
Tanar löste sich von Alyda und wankte Ken entgegen. Verbittert versuchte er die Schmerzen zu unterdrücken, um kein Mitleid geschenkt zu bekommen, doch bei jedem Schritt sah man es ihm an.
„Ich danke dir. Nicht nur das du mir das Leben gerettet hast, sondern auch, weil du Alyda sicher hier her geleitet hast."
„Eine Selbstverständlichkeit dem König und seiner Frau zu helfen. Glücklicherweise schafften wir es rechtzeitig hier her."
„Eine Selbstverständlichkeit? Wenn man im Sterben liegt ist man ein Mensch wie jeder andere, egal welchen Titel man trägt."
Sie hörten Borin, wie er mit einem anderen Zwerg in einem Gespräch verwickelt war. Es dauerte nicht lange und er kam ins Zimmer gestürmt und unterbrach sie.
„Eine Gruppe von Zwergen hat versehentlich einige Befallene in die Nähe eines Höhleneinganges geführt. Wir werden den Eingang schließen müssen, damit sie ihn nicht finden."
Als er es ausgesprochen hatte, holte er tief Luft, denn Borin hatte kein einziges Mal Luft geholt.
Auch wenn Tanar nicht in der Lage war, so wollte er sofort mit gehen und dabei helfen.
„Wo ist Liathan. Ich kann helfen."
„Du hattest Liathan nicht mehr bei dir, als du wieder von dem Gipfel kamst. Du musst sie vergessen haben."
Alyda hatte sich neben ihm gestellt und begann ihn zu stützen, als er die Nachricht erhielt. Als er Liathan damals gemeistert hatte, waren sie eine tiefe Verbundenheit eingegangen, die sie ein Lebenlang an einander binden sollte. Solange er lebte, würde sie sich nur von ihm führen lassen. Er hatte ihr damals versprochen, dass sie niemals wieder alleine sein wird und nie wieder leiden müsste, doch dieses Versprechen hatte er nun gebrochen. Er hatte sie zurück gelassen und jetzt war sie mit Sicherheit bei dem Schatten.
„Ich muss sie holen."
Seine Bemühungen sich von Alyda los zu ziehen, waren vergebens, denn ihm fehlte die Kraft.
„Du kannst nicht so einfach los reisen und dir Liathan zurück holen. Deine Wunden müssen verheilen, sonst birngen sie dich um!"
Ihre Stimme versagt der Elfin fasst, als sie sah wie verbittert er los ziehen wollte um die Götterklinge wieder zurück zu holen.
„Ich kann nicht so lange warten. Ich muss es versuchen."
Kallon schritt ein und drängte Tanar dazu, sich zu setzen.
„In dieser Verfassung bringt auch dein Versuch nichts. Du wirst sterben."
Als Tanar ihm ins Wort fallen wollte, unterbrach er ihn sofort.
„Ich weiß, dass du nicht warten kannst, aber deine Wunden müssen erst verheilen. Es gibt jemanden der dich heilen kann, die Frage ist nur ob er es tut. Diese Gestalt ist den meisten gegenüber nicht gerade hilfsbereit."
Es fiel Tanar schwer ihm richtig zuzuhören.
„Es ist mir egal. Lasst es uns versuchen."
Vorsichtig half Kallon ihm hoch. Er führte ihn an Alyda, Kenvelo und Borin vorbei. Als sie ihnen folgen wollten, bedeute er ihnen sie alleine gehen zu lassen.
„Kenvelo, du wirst Borin und den anderen Zwergen helfen, den Eingang zu verschütten und du, Alyda wirst hier bleiben. Du kannst nicht mitkommen."
Sie wollte protestieren, doch der finstere Gesichtsausdruck des Zwerges, trieb ihr die Angst in die Knochen. Sie wusste nicht zu welchem Wesen er ihren Mann bringen wollte, doch sie ahnte nichts Gutes.
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Teil 11

Kallon führte ihn schweigend aus der Stadt, immer weiter durch das weite Tunnelsystem. Viele der Zwerge, die ihnen in der Stadt entgegen kamen, grüßten sie freundlich. Gerade in diesen Zeiten brauchten sie Idole wie Kallon, der sich in den letzten Jahren für so vieles stark gemacht hatte. Nach einer langen Zeit, brach Kallon endlich das Schweigen.
„Egal was passiert, verrate ihm nicht, was du am meisten liebst. Sag am besten gar keine Namen."
Er lehnte Tanar gegen eine Wand, damit er etwas verschnaufen konnte. Sein Verband war nun vom Blut getränkt und drückte bereits durch sein Hemd. Er war blass und ihm wurde kalt. Die Anstrengung durch die Stadt, bis weit raus in den Höhlengängen hatte ihm den Großteil seiner Kraft gekostet.
„Mein Zustand war mehr als kritisch, wie haben sie es bis zu euch geschafft?“
Der Zwerg sah von der Steinwand auf, wo er nach einer Druckplatte suchte.
„Nun es war wirklich Glück. Es gibt eine direkte Verbindung vom Dorn der Welt zu unserer Stadt. Einer der Wachen hatte Kenvelo und Alyda in dem Eingang entdeckt und euch her geführt. Du bist wie aus dem Nichts Blut überströmt aufgetaucht. Er hat mir erzählt, dass dein Freund dich heilen konnte, was für mich unglaubwürdig schien. Es war eine wirklich sehr schwere Verletzung, die die Fähigkeiten fast aller Magier übersteigen würde.“
Vorsichtig tastete Tanar mit seiner Hand über seinen Bauch. Der Knochen hatte ihn wirklich schlimm erwischt und doch konnte Ken ihn vor dem Tod retten.
„Wo bringst du mich dann hin? Ist es denn nicht Zeitverschwendung, wenn mich niemand außer die Zeit mich heilen kann?“
Endlich fand Kallon den Schalter und die Wand schob sich zurück.
„Denk an meine Worte. Der Steingeist ist nicht durch und durch böse, jedoch tut er nichts ohne eine Gegenleistung.“
Er führte ihn durch den Eingang in einen kleinen Raum. Als er einen weiteren Schritt nach vorne machen wollte, hielt Kallon ihn fest.
„Steingeist, zeige dich!“, polterte die Stimme des Zwerges durch den Raum.
Es dauerte nicht lange und einige Steine rollten über den Boden zu einem Fels. Etwas grünes, fast durchsichtiges, verband die Steine mit einander und ließ einen Körper entstehen. Glühende Augen musterten die Beiden, während er auf sie zu geschwebt kam.
„Sagt, wer verlangt nach Nephalax.“, knurrte der Steingeist.
„Namen sind nicht von Bedeutung, wir sind hier.“
Nephalax unterbrach Kallon und flog zu Tanar. Er drückte die Hand des verwundeten zur Seite um auf den bandagierten Bauch gucken zu können.
„Ich sehe worum es geht. Ihr wurdet nicht einfach von einem Schwert getroffen. Nekromanten. Widerliche Zauberer.“
Nephalax machte kehrt und flog zurück in die Höhle.
„Aber was könnt ihr mir geben? Ihr verlangt viel. Diese Wunde kann nur von mir geheilt werden, ihr seid vergiftet. Spürt ihr es?“
Es fühlte sich an, als wenn sich Klingen durch seine Adern schlichen. Jeder Atemzug brannte ihm, als wenn ein Feuer in ihm brennen würde und sein Blick war verschwommen. Er hatte es die ganze Zeit verheimlicht und so getan, als würden die Schmerzen nur von der Wunde kommen.
„Was verlangt ihr von mir?“
Es war nicht mehr als ein kläglicher Versuch zu sprechen, doch dem Steingeist reichte es aus.
„Das was ihr am meisten liebt.“
Kopfschüttelnd stand Tanar an der Wand.
„Es geht nicht darum was ich am meisten liebe, was wollte ihr am meisten?“
Neugierig rutschte Nephalax näher zu ihm.
„Du bist mir etwas Besonderes. Noch nie hat mir jemand ein solches Angebot unterschlagen. Alle waren sie damit einverstanden, sich von ihrem wertvollstem zu lösen. Deshalb unterbreite ich euch ein Angebot, welches ich noch keinem zuvor gemacht habe. Seit dem ersten Tag, als dieses Land geboren wurde, lebten ich und meine Geschwister in diesem Land. Wir zerstritten uns und Erilan versklavte dieses Land. Zinthos wollte sich jedoch nicht ihm unterwerfen und wanderte weit außerhalb dieses Landes. Wäre es mir möglich gewesen, wäre auch ich wahrscheinlich fort gegangen, doch ich konnte nicht fliegen. Anfangs versuchte ich ihn zu bekämpfen, doch meine Kraft reichte nicht aus. Er schloss mich hier weg, weil wir trotz allem nicht in der Lage sind uns gegenseitig zu töten. Ich will wieder frei sein und etwas von dieser Welt genießen können. Im Herzen bin ich zwar nicht so gut wie Zinthos, jedoch auch nicht so böse wie Erilan.“
Kallon und Tanar fiel das Kinn herunter. Sie hatten seine Geschichte von Anfang bis Ende genauestens verfolgt.
„Ist dein Bruder der Schatten?“, stotterte Kallon.
Der Steingeist nickte.
„Und Zinthos ist der Diamantdrachen.“, plötzlich wurde Nephalax neugierig, „Woher kennt ihr die Beiden?“
„Wir haben ihn geweckt. Er ist dabei, das ganze Land zu zerstören.“
Nephalax grübelte kurz. Tanar und Kallon wussten nicht, was sie davon halten sollten, da man von dem Stein keine Emotionen ablesen konnte.
„Es darf nicht so wie früher werden. Ich werde dich heilen, doch bring mir die geschmolzenen Runen aus seinem Gefängnis. Mehr verlange ich nicht.“
Als Tanar einstimmte, schnellte der Steingeist vor und packte ihn an seinen Schultern. Der grüne Schleier, der die Steine zusammen hielt, legte sich um Tanar und verbarg ihn in sich. Eine gewaltige Aura ließ Kallon zurück weichen, da sie ihn sonst zu erdrücken drohte. Schnell sprang er zurück und stellte sich hinter eine Felswand. Als die Aura und der helle Schein, der von dem grünen Schleier ausging, verschwanden, spähte er vorsichtig um die Ecke. Zu seiner Freude hatte Tanar wieder Farbe im Gesicht und stand nicht mehr so geschwächt an der Wand. Hastig entknotete Tanar seinen Verband und untersuchte seinen Bauch nach Anzeichen der Verletzung. Nicht mal eine Narbe! Auch das schneidende und brennende Gefühl aus seinen Adern war verschwunden. Freudig blickte er in das Gesicht von Kallon, der sich neben ihn gestellt hatte.
„Vergesst mir nicht die geschmolzenen Runen zu bringen. Und noch eins, lasst die Welt nicht so wie früher werden.“
Dankend wandten sie sich von Nephalax ab und stürmten aus den Raum.
„Geh du zu Borin und hilf dabei den Eingang zu versperren, ich werde die geschmolzenen Runen besorgen.“, stammelte der Zwerg und ließ Tanar allein.
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Teil 12

Endlich kam der Höhleneingang in Sicht. Borin und Kenvelo verlangsamten ihren Schritt. Hinter ihnen kam ein kleiner Trupp von schwer bewaffneten Zwergen. Das Klirren der Waffen, die auf ihren schweren Rüstungen prallte, erfüllte die Höhle. Etwas stimmte hier nicht, wo waren die Wachen?
„Leise, die Schatten könnten den Eingang vermutlich schon gefunden haben. Ihr drei, platziert Donnerlehm an den Wänden und bereitet alles weitere für die Sprengung vor. Die anderen bleiben wachsam.“
Er zupfte Ken am Arm und bedeute ihm zu folgen. Borin richtete sein Schild nach vorne und hielt sein Schwert schlag bereit dahinter. Kenvelo tat es ihm nach. Neben einander pirschten sie sich vorwärts zu dem Ausgang. Ein Schatten schob sich vor den Höhleneingang. Kurz setzte ihr Herzschlag aus, doch dann sahen sie, dass es ein Zwerg war. Er taumelte und fiel zu Boden. Die beiden Krieger tauschten einen kurzen Blick und stürmten dann nach vorne. Sie verließen die Höhle, wobei die tief stehende Sonne sie für einen kurzen Moment blendete. Das helle Rot, ließ sie die Umgebung kurz verschwommen erkennen, doch es war kein Feind zu sehen. Kenvelo genoss die Strahlen, trotz der Lage, in der sie sich befanden. Es war schon einige Zeit her, dass er die wärmende Umarmung der Sonne spüren konnte. Unbeirrt hockte er sich mit seinem Schild vor den Zwerg und richtete seinen suchenden Blick auf den Hang vor sich. Vereinzelte standen Bäume an dem Abhang und an dem Fuße lag friedlich ein Wald. Der Wind schlängelte sich durch das Geäst und ließ die Blatter umher wirbeln. Die Gegend schien sicher und in den Höhlen konnten sie nicht eingedrungen sein, dann wären sie ihnen auf dem Weg begegnet. Borin machte sich daran, den verwundeten Zwerg zu untersuchen. Der ganze Körper war von tiefen Schnitten überseht, aus denen er stark blutete. „Sprengt den Eingang und lasst mich zurück! Schnell! Es sind zu viele. Es tut mir leid.“
Das Blut des Zwerges schoss in einem Strom über den steinernen Boden.
„Wir können ihn hier nicht behandeln, wir müssen ihn in die Stadt bringen.“
Es war als hätte Borin den Zwerg nicht gehört. Er wollte unter keinen Umständen jemanden zurück lassen. Kenvelo nickte ihm zu. Der Wind legte sich, doch das Rascheln in dem Wald erstarb nicht. Ein eiskalter Schauer lief ihm den Rücken herunter. Wo war das Gesang der Vögel. Es war Totenstill. Nur das schwere Atmen des Zwerges klang an sein Ohr. Auch Borin schien es bemerkt zu haben, denn er tippte Ken auf die Schulter und bedeutet ihm sich langsam zurück zu ziehen.
Ein Kieselstein löste sich über dem Höhleneingang und viel auf den Boden. Blitzschnell drehte sich Kenvelo um und rammte dem heran nahenden Schatten sein Schild ins Gesicht. Die schwarze Kreatur fiel schwer zu Boden und begann zu röcheln. Schnell drückte er sein Schwert in den Leib. Reglos blieb sie liegen, doch vom Fuße des Berges hörte er wie Äste brachen. Als er sich umblickte, sah er wie eine riesige Horde von Befallenen und Schatten auf sie zugestürmt kamen. Ohne einen Befehl zu erhalten, kamen die Wachen aus dem Höhleneingang gestürmt und stellten sich ihnen tapfer zur Seite. Die erste Welle konnte noch mit Leichtigkeit von ihnen aufgehalten werden, doch der endlose Sturm hörte nicht auf. Wild sprangen sie auf die Zwerge und drückten sie zu Boden, wo sie auf sie einschlugen, bis sie sich nicht mehr bewegten. Ihre Schreie erfüllten den Platz. Sofort packte Borin den verwundeten Zwerg und zog ihn zurück in die Höhle.
„Rückzug!“, brüllte Borin den verbliebenden zu. Schritt für Schritt versuchten sie zurück zu weichen, doch den meisten gelang es nicht. Wie in Rage schlug Ken weiter nach den Schatten. Ausgerechnet ein toter Zwerg brachte ihn zu fall. Als er sich aufrichten wollte, sprang ihn ein Schatten an. Gierig versuchte er sich in seinen Geist zu drängeln, doch er prallte ab und schüttelte verwirrt den Kopf. Mit angsterfüllten Augen, blickte das kleine Biest auf den Menschen. Kleine Blitze zuckten aus Kenvelos Mund und schossen als Strahl durch den Schatten, der leblos zu Boden fiel. Schnell richtete er sich auf. Angespannt hielten sich die Schatten und Befallenen auf Abstand. Die verbliebenden Zwerge nutzten die Chance und zogen sich in den Eingang zurück. Einer der Zwerge lag verwundet am Boden und versuchte sich zurück zu ziehen. Die Schatten interessierten sich jedoch nicht für ihn und starrten weiter auf Kenvelo. Langsam schritt Borin wieder nach draußen, zu dem Zwerg und half ihm auf. Als die beiden Zwerge wieder weiter in dem Eingang waren, drehte sich Kenvelo um und sprintete ebenfalls in die Höhle. Nervös saß ein Zwerg an der Zündung und wartete darauf, dass der Mensch außer Reichweite des Donnerlehms kam. Ein Ohrenbetäubender Knall ertönte, als sie den Lehm auslösten und den Eingang verschütteten. Eine dichte Staubwolke erschwerte das Atmen und sie begannen zu husten. Sie hatten einen schweren Schlag erlitten und ein jeder von ihnen hatte leichte, bis schwere Verletzungen. Sie rasteten kurz und Borin zählte sie durch.
„Wir haben 15 von 22 Mann verloren.“
Bedrückt wanderten sie zurück. Die leicht Verwundeten stützten oder trugen die, die nicht so viel Glück hatten. Schweigen und Husten, war die einzigen Worte, die sie benutzten, während ihres Rückweges. Borin knickte geschwächt zur Seite gegen die steinerne Wand, wobei der verwundete Soldat, den er trug, von seinen Schultern rutschte. Röchelnd blieb Borin an der Wand hängen. Kenvelo lehnte einen weiteren Verwundeten an eine Wand und ging schnell zu Borin und den am Boden liegenden Zwerg. Borins Rüstung war an der Seite durchbrochen wurden. Sein braunes Unterhemd zeichnete einen dicken Blutfleck ab.
„Ist nichts, kann weiter gehen.“, stammelte er knapp und hob den Zwerg wieder auf.
Ken hatte nicht einmal realisiert, wie sehr es den stämmigen Kerl erwischt hatte und doch trug er einen seiner Kameraden. Als Ken in ihre Gesichter blickte, versuchte keiner sich seine Schmerzen ansehen zu lassen. Sogar die schwer Verwundeten, versuchten ihre Gesichtszüge möglichst neutral zu halten. Ein Jeder von ihnen wollte beweisen, wie stark er ist, um ihren Anführer mit Stolz zu erfüllen. Selbst jetzt noch.
Ein helles Licht erschien vor ihnen und Tanar tauchte auf.
„Was ist passiert!“, fragte er sofort, als er den kleinen verbliebenden Haufen sah, der sich gegenseitig stützte.
Geschlagen blickten sie zu Boden.
„Der Eingang ist zu, doch viele haben ihre Leben gelassen.“
Die schwer Verwundete Wache, die sie vorm Eingang gefunden hatten, Atmete flach und begann laut zu husten.
„Lasst mich ihn heilen. Er wird es nicht mehr lange durch halten.“
Tanar legte seine Hand auf die Wunden, und linderte die Schmerzen des Soldaten. Die Wunden schlossen sich und die Blutungen stoppten. Er war froh, dass der Zwerg nicht vergiftet war und sich so die Wunden schnell wieder schlossen. Ohne zu zögern, half er einem der Verwundeten und führte ihn zurück. Ein zehn Mann starker Zwergentrupp empfing sie bei der Stadt und versperrte ihnen den Weg.
„Borin Thingrimson, begebt euch umgehend zum Rat. Ihr werdet erwartet.“
Der Zwerg knurrte kurz und wollte sich an den Wachen vorbei drücken, doch sie hielten ihn fest.
„Wir bringen eure Krieger ins Lazarett, begebt ihr euch zu dem Rat!“, betonte die Wache mit einem bedrohlichen Unterton.
Widerwillig ließ Borin ab und bedeutete Kenvelo und Tanar ihm zu folgen.
„Sie brauchen nicht zum Lazarett, sie sind nicht verwundet!“, fauchte Borin eine Wache an, als sie sich in den Weg stellte.
Er rammte die Wache mit der Schulter zur Seite, so dass Tanar und Ken ihm folgen konnten. Schnaufend und einige Flüche murmelnd, blieb Borin vor einem Haus stehen.
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Alt 12.11.2012, 21:35
Hurin Thalion
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Ein Spiel mit Licht und Schatten. Sehr aufwirbelnd deine Fortsetzung bislang, ich freue mich auf mehr.
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Alt 15.11.2012, 23:08
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YAY!!

Du hast echt so viel Talent, bin wirklich unheimlich begeistert!
Freue mich schon auf noch vieeeeeeeel mehr von dir!
*großer Fan bin*
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Alt 19.11.2012, 13:40
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Teil 13

„Seid nicht so ignorant!", hörten sie Kallons Stimme durch die massive Holztür dröhnen, „Wir hatten keine Zeit zum Warten."
Sie öffneten die Tür und traten in den edel verzierten Saal ein. Der Großteil der Einrichtung war aus Gold, oder zu mindestens damit verziert. Fein gearbeitete Muster in den Schränken und hochwertige Möbel.
„Wir entscheiden, was hier gemacht wird!", brüllte einer der drei alten Zwerge zurück.
Sein Gesicht war rot vor Zorn und eine dicke Ader pulsierte am Hals.
„Solange es keinen König gibt, sind wir die höchste Macht für euch! Ihr seid vielleicht der einflussreichste Klan Führer, doch nicht der König! Wenn das nächste Mal ein Eingang gesprengt werden muss, benachrichtigt ihr uns vorher und wir entscheiden dann, ob es nötig ist."
Als Kallon das Wort König hörte, wurde er ruhig. Tanar wusste sofort, dass er daran dachte sich selber auf den Thron zu setzen, um dieses alte, unnütze Pack von ihren Pflichten zu entbinden.
„Kostet eure Macht aus, solange ihr sie noch habt.", zischte Kallon durch seine zusammengepressten Zähne. Er sagte es so leise, dass der Rat es jedoch nicht verstehen konnte.
Borin kam von der Seite und stellte sich neben seinen Bruder. Er flüsterte ihm etwas ins Ohr und senkte dann betrübt seinen Blick. Kallon schluckte schwer und richtete dann sein Haupt auf.
„Eine Horde von Schatten und Befallenen hat den Eingang angegriffen. 15 Zwerge, meines eigenen Klans, haben ihr Leben gelassen, um eure Unfähigkeit zu überdecken und damit wir weiterhin in Sicherheit sind. Die Schutzbarriere unseres Gründers, Nephalax wird diesen Berg nicht ewig beschützen. Ich habe ihn besucht, er ist schwach."
Die alten Zwerge schauten verärgert auf Kallon. Sie wollten sich nicht ihre Macht nehmen lassen, denn sie genossen es in vollen Zügen. Wenn immer Kallon ihnen eine Entscheidung nahe legte, entschieden sie sich dagegen, nur um ihm nicht noch mehr Macht zu zugestehen.
„Nephalax spricht mit niemandem. Er hat uns verlassen und uns diesem Schatten überlassen."
„Nicht er hat uns verlassen, sondern wir ihn. Wir wussten, dass er gefangen war. Wir hätten ihn schon viel früher befreien müssen."
Aufgebraust wirbelten die Zwerge herum.
„Was hast du getan du Narr! Du wirst unser aller Untergang sein. Wir werden niemals zulassen, dass du der König wirst!"
„Ihr werdet euer eigener Untergang sein."
Kallon wandte ihnen den Rücken zu und verschwand aus dem Zimmer.
Tanar stürmte schnell neben ihn und legte ihm die Hand auf die Schulter.
„Ich werde dir helfen König zu werden. Ich glaube an dich."
Kallon nickte ihm dankend zu.
„Eins verstehe ich jedoch nicht.", fügte Tanar hinzu, „Was meintest du mit euer Gründer Nephalax und was gibt es für eine Schutzbarriere."
Lächelnd ging er durch den langen Korridor des Hauses, bis heraus auf die Straße.
„Ich habe dir doch bestimmt schon mal erzählt, dass wir Zwerge aus Stein sind. Nun ja, das stimmt zum Teil, immerhin sind wir aus Nephalax gemacht. Nephalax und seine Geschwister, Erilan und Zinthos, sind in der Lage, Leben zu formen. Zinthos erschuf die Drachen, Erilan die Schatten und Nephalax uns. Seit dem Anbeginn schützt er diesen Berg und hindert ihn am Einstürzen. Wir Zwerge sind die Einzigen, die Veränderungen vornehmen dürfen. Würde jetzt ein Erdbeben hier wüten, würde der Berg über uns trotzdem nicht einstürzen, da Nephalax Barriere dies verhindert. Deswegen suchen Erilans Schattenschergen auch so verzweifelt nach den Eingängen und reißen ihn nicht einfach ein.", der Zwerg zwinkerte ihm zu, „ Hatte noch ein kleines Gespräch mit ihm."
Erstaunt blickte Tanar an die Gebirgsdecke, die sich weit außerhalb seiner Reichweite befand. Viel Gestein konnte Himmel und ihn jedoch nicht mehr trennen. Ohne Magie, könnte dieses Gebilde jeder Zeit einstürzen. Jetzt konnte sich Tanar erst einen Reim auf den tiefen Hass zwischen Drachen und Zwergen machen, den sie Jahrhunderte lang gegen einander gehegt hatten. Der Hass war nicht durch sie entstanden, sondern durch die Vorgeschichte ihrer Erschaffer.

Tanar rieb sich mit seinen Händen durchs Gesicht. Er hatte die letzten Nächte kaum ein Auge zu bekommen und war den ganzen Tag unterwegs gewesen. Er saß mit Kenvelo, Kallon und Borin an einem Tisch. Eine Große Landkarte war auf dem Tisch ausgebreitet. Kleine Flaggen markierten strategische Punkte und ein Netzt aus Fäden verband sie.
„Solange wir keine festen Beweise haben, können wir dort nicht einfach rein stürmen. Wir müssen uns einen Plan überlegen."
Kallon drückte seinen dicken Finger auf die Karte. Direkt dorthin, wo Aiwah lag. Tanar schmerzte es. Er hatte alles aufgeben müssen. Das schlimmste war nicht mal der Verlust seines Königreiches, sondern der Verlust, all derer, die ihm vertraut hatten.
„Ich weiß, das Liathan dort ist. Ich habe es gesehen."
„Und wie?", wollte Kenvelo neugierig wissen.
„Ich habe einen Zauber der Ersten angewendet. Ich habe die letzten Tage die Zutaten gesammelt und alles vorbereitet. Der Zauber, „Das Wissen der Welt", zeigt mir den Standort. Myron hat sie mit nach Aiwah genommen."
Kallon und Borin nickten stumm. Bei diesem Anblick musste Tanar breit grinsen, denn sie taten es exakt gleich.
Alyda kam von der Seite mit einem Tablett. Sie stellte Trinken und Essen auf den Tisch und setzte sich zu Tanar. Fürsorglich kraulte sie ihm durch die Haare und lehnte sich an seine Schulter. Er streichelte ihr über den Bauch, um den Zwillingen nah zu sein.
Kallon räusperte sich, so dass Tanar ihm wieder seine Aufmerksamkeit schenkte.
„Ich werde alles für deine Reise vorbereite. Mach dir über Rüstung, Verpflegung und Sonstiges keine Sorgen. Kümmre du dich etwas um andere Dinge und einen Plan, wie man rein und raus kommt."
Eine weiter Frage bohrte in Tanar.
„Was ist mit dem Gefängnis von dem Schatten Erilan? Du warst doch dort.“
Kallon nickte, verstand jedoch worauf Tanar hinaus wollte.
„Hast du die Scherben der Urne?“, hakte Tanar mit seiner eigentlichen Frage nach.
„Als ich da war, waren die Scherben weg. Ich weiß nicht ob Erilan selber sie sich geholt hat oder welche der Arbeiter sie einfach mitgenommen haben.“
Tanar nickte nachdenklich. Wer immer sie hatte, um den Schatten zu versiegeln, mussten sie sich die Scherben wieder holen.
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What is your choice? Will you love or hate it?

Über 5.000 Hits mit meiner ersten Geschichte "Die Legende von Tanar"

Über 10.000 Hits mit meiner zweiten Geschichte "Die Legende von Tanar II"
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die legende, episch, schatten, tanar, teil 2

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