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  #71  
Alt 29.03.2012, 00:23
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Hari Seldon Hari Seldon ist offline
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Zitat:
Zitat von FegeFeuer Beitrag anzeigen
an dieser Stelle möchte ich einmal meinen Dank an alle Mitwirkenden aussprechen und ich möchte euch auch danken, dass ihr mich mitten im Geschehen noch "mitspielen" lassen habt. Es hat mir einfach unglaublich viel spaß gebracht, so manche Nacht mit euch zu plaudern und ich hoffe auf ein baldig wiedersehen, vllt sogar in der selben Taverne.

MfG FF

edit: auch vielen dank an den gnom, der dies alles reinstellt!!!!
Danke für das Danke, und bedank dich nicht zurück, denn sonst setzen wir eine ewige Spirale in Bewegung...
Wie auch immer, schön hat es dir gefallen und es war immer ungeschriebenes Gesetz, das Jeder/Jede mitmachen kann. Und du hast dich ja mit deinem Ken auch mit reingestürzt und zuletzt noch einen Knaller geliefert (ich verrate nix... muss im Finale gelesen werden^^)

Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass es seit dem letzten grossen Finale keine weiteren Abende mehr gegeben hat, aber so ist das im Leben.^^

Wie auch immer: Hier werden noch ein paar Texte landen, zuerst einmal von Azraela, die beschrieben hat, was in der Zwischenzeit bei ihr geschehen ist (also zwischen ihrem Ausritt, der Suche nach dem Mädchen, das sie im Traum gesehen hat, und dem Turmfinale). Dann kommen noch ein paar Sachen zu dem, was Amastacia auf dem Turm geschehen ist, nachdem sie die Gruppe verlassen hat und DANN: Wird das Finale hochgeschaltet.

Es gibt also nochmals was zu lesen hier, wir bleiben dran.
Ich stelle in den nächsten Tagen auch noch ein Inhaltsverzeichnis ganz am Anfang rein, damit das mal übersichtlicher wird.
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  #72  
Alt 01.04.2012, 12:34
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Lady Azraela Lady Azraela ist offline
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Zitat:
Hier die Ereignisse bei der Suche von Azraela und Amon.
Scheinbar hat ein Dorfbewohner in der Taverne Teile eines Briefes dort gefunden. An wen der Brief allerdings gerichtet ist, weiß nur die Lady
__________________
Niveau ist keine Handcreme
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  #73  
Alt 05.04.2012, 11:14
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Hari Seldon Hari Seldon ist offline
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Standard Sonderkapitel: Ama und Devron I

Amastacia und der Turm von Devron I: Nachricht aus der Zukunft

Zitat:
Danke, Azraela, für den Text.
Nun kommen wir hier zu dem, was sich im Turm von Devron ereignete, nachdem Amastacia die Gruppe verliess. Nachlesen, was damals geschah (im Badehaus, woraufhin Amastacia die Gruppe verliess und nach Norden aufbrach), kann man hier: Badehaus und was ist eigentlich gut, was ist böse...?

Amastacia und ich haben uns zwischendurch die Zeit genommen, diese vorliegenden Ereignisse auszuschreiben, mal als Text, mal als Chat, und den Schauplatz und die Story so im Hintergrund weiter bearbeitet.
Der "Oberbösewicht" ist ein Nachtelf namens Ehralindos, der auf dem Turm mit ausgesuchter Höflichkeit die Nachtelfin empfängt und offenbar auf sie gewartet hat... das alles ist verwirrend, aber einiges wird aufgedeckt...
Viel Spass beim Lesen


Hier die ersten Textsachen, bzw. die Ankunft der Nachtelfin beim Turm:




Hier also die Gespräche zwischen den beiden:
Amastacia und Ehralindos



Sodele... das wirft einiges an Fragen auf, aber wir haben uns ja an anderen Stellen bereits mit solchen Zeitreise-Problemen rumgeschlagen...Hier (Nexus der Zeit) haben wir ja bereits mit solchen Sachen angefangen...
Im übrigen bezeugt der Elfenoberst Fjoll bereits die Entwicklungen, auf die sich Ehralindos bezieht. Dessen Auftritt - und wie Recht Ehralindos doch hat, mit seiner Zukunftsvision - lässt sich hier nachlesen: Nazielf 1 und Nazielf 2.
Politisches RPG also sozusagen *g*

Geändert von Hari Seldon (05.04.2012 um 11:28 Uhr)
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  #74  
Alt 05.04.2012, 12:01
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Hari Seldon Hari Seldon ist offline
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Standard Sonderkapitel: Ama und Devron II

Amastacia und der Turm von Devron II: Alte Bekannte...?

Zitat:
Und die Story im Turm geht weiter... Amastacia und Ehralindos ^^
Eine Offenbarung und eine Wendung in dem Ganzen... absehbar war sie vielleicht, aber damals war es nicht so offen. Spass gemacht hat das auf jeden Fall.
Es folgt einiges an Erklärung... zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Auf jeden Fall werden noch die Pläne für das Finale gemacht. Wie soll Pandorra getötet werden...?

1. Nach dem ersten Abend im Turm geht es weiter: Die Nachtelfin findet endlich mal eine neue Garderobe, isst etwas. Ehralindos kommt wieder runter, und das Gespräch geht weiter.



2. Ein kurzes Offtopic: Wie geht es weiter? Und was ist mit diesem Ehralindos eigentlich genau los... eine kleine Offenbarung *g*



3. Anmerkung: Selbstverständlich ist das jetzt ziemlich klar, alleine schon wegen des vielen Flimmerns. Aber damals war das noch nicht so klar, und von daher war die Überraschung gelungen *g*
Und es ist einmal mehr schön, wie die zwei aufeinander prallen und sich fast anschreien, hehe... Amastacia und Hari Seldon



4. Die Nachtelfin kann einem leid tun... Hari schuldet einiges an Erklärung. Und liefert sie auch.



5. Und die beiden beginnen, Pläne zu machen... hier wurde das Finale vorbereitet, lange bevor es gespielt wurde^^
Selbst die "Bösen", wenn sie Pläne schmieden, sind liebenswert



6. Pläne schmieden ist anstrengend... wollen wir was anderes machen?


Geändert von Hari Seldon (05.04.2012 um 16:41 Uhr)
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  #75  
Alt 05.04.2012, 12:52
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Standard Sonderkapitel: Ama und Devron III

Amastacia und der Turm von Devron III: Kene'thil surfas

Zitat:
Und weiter geht es auf dem Turm von Devron - Amastacia und Hari Seldon (also der alte aus der Zukunft^^)
1. Zuerst nochmals kurzes Nachfragen: Wer ist hier eigentlich der Nekromant?
Was Hari hier beschreibt, haben wir Hier (unter Punkt 13) eigentlich angesprochen... nur wird hier erzählt, was mit dem ursprünglichen Nekromanten ganz genau geschehen ist, bevor der alte Hari seinen Posten übernehmen musste^^



2. Die beiden machen einen kleinen Ausflug. Warnung vorweg: Es wird wieder mal kitschig und romantisch. Inhaltlich kann das übersprungen werden. Wieder mal was nur für die Romantiker


Geändert von Hari Seldon (05.04.2012 um 12:54 Uhr)
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Alt 17.04.2012, 21:54
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FegeFeuer FegeFeuer ist offline
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Hier noch mal der Grund warum sich die Drachen in die Geschichte einmischen und falls ihr bock habt auf ne rpg-fortsetzung, habe ich hiermit auch schon gleich fürn neuen teil gesorgt in dem niemand sterben muss

Lange hielten wir uns aus den Angelegenheiten der Sterblichen raus, doch der Erzfeind der Drachen erhebt sich aus der Asche, um die Welt ins Chaos zu stürzen. Die Arroganz machte uns überheblich. Wir sahen uns als etwas Besseres und dachten nicht an die Rückkehr der Schatten. Eine Prophezeiung von einen der Ältesten wurde ausgesprochen, das die Ähre der Drachen zu Ende geht, wenn wir nichts unternehmen. Zwillinge sollten geboren werden, die die Welt im Einklang halten können. Doch auch diesmal ließ die Arroganz es nicht zu, dass wir diese Warnung ernst nahmen.

Diese Welt bietet einiges mehr, als das es sich einige der unzähligen Völker vorstellen können. Weit hinter dem Ende der Welt liegt ein verborgener Ort. Die Bewohner dieses Ortes nennen ihnen Wal Thu-Um, sie ist die Heimat der Drachen. Zum Beginn der Zeit, als die anderen Völker noch jung waren, versuchten die Drachen ihr Wissen weiter zugeben, doch ihr Geschenk wurde missbraucht. Schnell brachen die ersten Kriege unter den Menschen, Elfen und anderen Rassen aus, um ihre Position in ihrer Welt zu stärken. Die Drachen beschlossen die Völker sich selbst zu überlassen und zogen sich in ihre Heimat zurück, von wo aus sie alles überblickten. In einem Streit, spalteten sich die Drachen in zwei Gruppen. Die einen hielten zu den Menschen, da sie an die Macht der Liebe und daran, dass selbst so kleine Geschöpfe große Veränderungen bringen können, glaubten, die anderen fanden Gefallen an dem Hass, der in der Welt herrschte. Ihr unstillbarer Durst nach Macht, machte sie zu den unberechenbaren und abscheulichen Monstern, die sie heute sind. Ein Krieg der Unsterblichen entbrannte, der Jahrhunderte andauerte und von dessen Tag an die Abtrünnigen als Schatten bekannt waren.

Ich war noch recht jung, als die Schatten sich gegen die Drachen erhoben, doch für Drachen gab es keine Kindheit, vor allem nicht in solchen Zeiten. Entweder überlebten wir es, oder wir starben. Nach der ersten großen Schlacht, die die Drachen für sich entscheiden konnte, kehrte erst mal wieder etwas Frieden ein. Wir Drachen leben von der Liebe der sterblichen, sie nährt uns. Den Schatten reicht der Hass und die Verzweiflung, zum Überleben. Selbst dieser Rückschlag aus den eigenen Reihen, ließ uns an unserer Arroganz festhalten. Die verbannten Drachen, die sich immer mehr in Schattenwesen verwandelten, lebten von diesem Tage an im Exil. Noch wachen wir über diese Welt und beschützen sie, doch der Tag wird kommen an dem sich die Schatten erheben und sich über die Welt ausbreiten.

Mittlerweile sind etliche Jahrhunderte vergangen, in denen man meinen sollte, das wir dazu gelernt haben und nun ja, einer Tat dies auch, doch was bringt es schon, wenn einer von vielen so Weise ist, die verdrehte Wahrheit zu erkennen. Es ist auf jeden Fall ein Anfang. Ich bin Kenvelo und mein Vater ist ein Angehöriger des Ältesten Rats. Wie alle Drachen leben wir in Wal Thu-Um. Es ist ein große Insel, weit im Meer und von den Menschen aus betrachtet, weit hinter dem Ende der Welt. Die Insel ist durch einen Gebirgswall geschützt und bietet keinen Einlass, wenn man nicht fliegen kann. Eines Morgens wachte mein Vater Phyrax völlig nervös auf. Es war der Tag, an dem sich alles ändern sollte, nicht nur für mich oder den Drachen, sondern für die ganze Welt.


Eine steife Brise zog in die Höhle, in der Phyrax und Kenvelo saßen.
„Mein Sohn. Es ist wichtig, dass du meine Lehre weiter vererbst, falls die Schatten sich wieder erheben und ich es nicht überlebe.“
Der alte Drache Phyrax hauchte eine silbrige Essenz aus, die wabbelig durch die Luft schwebte um Bilder und Gedanken sichtbar für Kenvelo zu machen. Aus seinen smaragd-grünen Augen, blickte der silbrig geschuppt Drachen gespannt in die Essenz.
Kenvelo war bei Leibe kein gewöhnlicher Drache. Als Sohn von Phyrax, einer der Ältesten, war er sehr Wissbegierig und nicht so Arrogant wie die anderen. Sein Vater lehrte ihm andere Wesen zu respektieren und nie zu überheblich zu sein. Nicht nur durch diese Eigenschaften wurde er besonders. Nein, es war etwas wovor sogar einige Drachen Angst hatten. Er war als einziger Drache in der Lage eine andere Gestalt anzunehmen. Er war der einzige Wandler unter den Drachen und dazu ein herausragender Krieger. Einige der Ältesten fürchteten das von ihm eine neue Rebellion ausgehen würde, doch sein Vater verteidigte ihn jedes Mal und macht die Vorwürfe zu Nichte.
Kenvelo steckte seinen großen Kopf in die Essenz.
Vor seinem Auge offenbarte sich eine hektische Abfolge von Bildern. Er sah eine seltsame Gruppe, von Abenteurern, lautes Gelächter, viel Bier und Met und zwei sich Liebende. Er zog seine spitze Schnauze wieder aus der Essenz.
„Was ist das, Vater?“, brummte der mittlerweile ausgewachsene Drache.
„Diese Vision hatte ich letzte Nacht. Noch habe ich den anderen Ältesten nichts davon erzählt. Sie geht weiter, guck sie dir bis zum Ende an.“
Wieder tauchte Kenvelo seine Schnauze in die Essenz.
Er sah eine Elfin, mit ihrem runden Bauch und einen Gnom, der sich liebevoll um sie kümmerte. Der Drache verschärfte sein Blick. Er sah blaues Blut durch die Adern der Elfin fließen und zwei lebhafte Geschwister, die in ihrem Bauch heran Reiften. In dem Gnom sah er zwar kein adeliges Blut, dafür etwas anderes, was seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Sein Abbild war verzehrt. Er kannte diese Muster, es waren die eines Zeitreisenden. Er konnte nicht genau sagen, ob er schon gereist war oder es noch tun würde. Ein Sprung in die Zukunft ließ ihn viele Bilder sehen. Viele Gefährten, Untote, Leid, ein Turm. Trotz der ganzen Strapazen auch die Liebe, die diese Gruppe von sich gab.
Die Gruppe geht auf den Turm zu, eine Massive Tür, die sich hinter ihnen schließt und das Geschehen im inneren Verborgen hält. Die Vision zieht ihn weiter. Von der alten Welt ist nichts mehr so wie es war. Die Straßen einer Stadt wie ausgestorben. Vereinzelt Menschen, Elfen oder andere Rassen zusehen. Zwei Orks stehen sich gegenüber. Sie brüllen sich an. Der eine haut wie wild mit seiner Keule auf den Boden. Wie in Ektase gehen die beiden aufeinander los. Es ist ihnen egal ob sie getroffen werden. Dickes Blut tropft von ihren Körpern. Einer der Beiden geht schwer Verwundet zu Boden, während der andere seine Waffe fallen lässt und auf seinen Gegner springt. Völlig verrückt schlägt er auf den Schädel des am Boden liegenden Feindes ein, bis er keine Lebenszeichen mehr von sich gibt. Er wischt sich das Blut aus dem Gesicht, welches sowohl sein eigenes, aber auch das seines Gegners ist. Überall wo die Blicke des Drachen hinfallen, sieht er das gleiche Bild. Dann ein Ruck und er befindet sich woanders. Eine Elfin die am Boden liegt. Um sie herum ihre Freunde. Ein Gnom hält ihre Hand, während sie Schmerzen leidet. Ihre Schreie erlöschen, die von zwei Neugeborenen ertönen.

Kenvelo guckt seinen Vater an.
„Was ist in der Welt der Sterblichen Geschehen?“
„Hast du es denn nicht gesehen? Die Schatten haben die Verderbnis gebracht. Sie sitzen in den Köpfen der Sterblichen und verbreiten Schrecken.“
Kenvelo blickte zurück in die Vision. Zwischen den schreienden Leuten, sieht er etwas lang springen. Zu schnell um normal drauf zu blicken. Er lässt die Welt langsamer laufen. Ein Menschen großer Schatten hüpft zwischen den Leuten durch, jeden den er berührt verfällt dem Wahnsinn. Er schüttelt den Kopf.
„Aber wie kann das sein? Dafür müssten sie doch erst an uns vorbei.“
Phyrax guckt enttäuscht aus der Höhle.
„Die Schatten werden sich wieder erheben. Unsere Arroganz wird unser Untergang sein. Es liegt in den Händen der Sterblichen, ob wir die Kraft besitzen uns gegen sie zu stellen.“
Er wandte sich seinem Sohn zu.
„Die Elfin, Pandorra, sie muss die Geburt überleben. Wir dürfen uns nicht vor der Welt verstecken, wir müssen ihr helfen.“
Steine rieseln von der Höhle.
„Was ist das?“, erschrocken blickt Kenvelo um sich.
Ohne zu antworten hastet Phyrax aus der Höhle und zieht seinen Sohn mit sich.
Gerade noch rechtzeitig erreichen sie den Ausgang um die riesige Feuerfontäne zu sehen, die sich am Himmel erstreckt.
„Wer ist das?“, unter der riesigen Feuerfontäne waren deutlich die Umrisse eines Drachens zu erblicken. Kenvelo wurde komisch. Der Drache befand sich einige Kilometer entfernt und doch war er so riesig.
„Beeilung Junge!“, brüllt Phyrax, „ das kommt vom Hort der Älteste.“
Sie breiteten ihre mächtigen Schwingen aus und rasten auf den Ort des Geschehens zu. Je näher sie dem Hort kamen, des so größer wurde auch der Drache. Schon nach kurzer Zeit bemerkten sie, dass dies kein gewöhnlicher war. Ein dichter Rauch überdeckte die Berge. Es fiel Kenvelo schwer richtig zu sehen.
„Verlasse dich auf deine anderen Sinne, nicht nur auf deine Augen.“
Grelle Blitze zuckten durch die Luft und das Geschrei der Drachen und Schatten wurde lauter. Feuerwalzen donnerten durch die Luft und verschlangen ihre Opfer, Krallen und Zähne kratzten über die Schuppen und rissen diese weg. Überall wo man hinblickte tobte der erbarmungslose Kampf. Direkt vor ihm öffnete sich im Rauch eine Schneise und ein Drache schoss heraus. An ihm klammerte sich ein Schatten fest und biss wie wild nach seinem ungeschützten Bauch. Kenvelo konnte gerade noch ausweichen, sodass die beiden mit voller Wucht gegen einen Berg schlugen. Als er sich umblickte, war sein Vater weg.
„Also gut Ken, zeigen wir es diesen Schatten.“, sprach er zu sich selbst und stieg mit einigen Flügelschlägen über den Rauch auf um sich einen Überblick zu verschaffen. Unter ihm zuckten die Blitze weiterhin grell auf und verrieten ihm die Positionen seiner Gegner, die ungebremst ineinander rasten. Im Sturzflug ließ er sich in den Rauch fallen, streckte seine Klauen nach vorne aus und sprang einem Schatten ins Genick und brach ihm dieses. Den leblosen Körper ließ er einfach runter fallen und wandte sich seinem nächsten Gegner zu. Ungebremst flog dieser nämlich in seine Brust. Schnell Biss der Drache nach dem Schatten, der versuchte ihm sein Bauch auf zu reißen. Panisch schlug er den Schatten von sich fort und verschwand in dem dichten Qualm. Lautlos flog er umher, auf der Suche nach seinem Vater. Unweit von ihm hatten drei Schatten einen Drachen umzingelt. Obwohl sie zahlenmäßig überlegen waren, konnten sie den Drachen nicht erlegen. Sogar Schatten hatten Angst vor Wächterdrachen, da diese besonders groß und kräftig waren. Ken senkte seinen Kopf und durchbrach den Rauch. Aus seinen Nüstern schoss sein smaragd-grüner Feueratem und verbrannte den Kopf eines Gegners. Aufgeschreckt von der Attacke des Neuankömmlings waren die anderen Beiden einen Augenblick unachtsam, doch diese Zeit reichte dem Wächter schon um mit seinen mächtigen Klauen den einen zu enthaupten und dem anderen die Flügel zu stutzen, so dass er hilflos in die Tiefe stürzte. Ein donnerndes Gebrüll hallte über das Schlachtfeld. Voller Ehrfurcht blickt Kenvelo in die Richtung, aus der es kam. Der gigantische Schatten kreiste immer noch über dem Hort der Ältesten. Ein Drachen fiel leblos auf den Berg.
„Vater!“, hauchte Ken aus. Ohne zu zögern raste er auf den Hort zu. Einige Schatten stellten sich ihm in den Weg und machten so das Vorankommen fast unmöglich. Sie umkreisten ihn. Plötzlich stürzte sich einer auf ihn, doch sie alle waren bei weitem keine so guten Kämpfer wie er. Er nutzte eine Windströmung um sich zur Seite fallen zu lassen und Riss dem Schatten das Gesicht auf. Als er sich den nächsten zuwenden wollte, brauste der Rauch hinter den Schatten auf und der Wächter krallte sich sie.
„Los flieg zum Hort! Ich kümmre mich um diese hier.“
Sofort setzte er seinen Weg fort. Als er den Hort erreichte, war der Gigant nirgends zu sehen. Schwer landete er auf den Steinen und rannte zu seinem Vater.
„Los, steh auf, die Schlacht ist noch nicht geschlagen.“
Eine dicke Blutlache breitete sich um den Körper des Drachen.
Phyrax atmete schwer.
„Die ältesten sind in ihr Versteck geflohen. Er ist zu mächtig, flieh bevor er wieder kommt.“
Der Boden unter seinen Füßen bebte. Über ihm auf dem Gebirgskamm saß das Monstrum, welches die fünffache Größe eines normalen Drachen besaß.
„Noch einer von euch mickrigen Drachen. Vielleicht bist du schlauer und führst mich zu den Ältesten.“, knurrte der schwarze Drachen.
Ken beugte sich zu seinem Vater runter und flüsterte ihm ins Ohr: „Ich werde dich Rächen und deine Vision nicht Wirklichkeit werden lassen.“
Mit seinen muskulösen Hinterläufen drückte er sich von dem Boden ab und sprang seitlich von dem Berg, außer Sicht des Monsters. Wütend fauchte der Schatten auf. Eine Feuerwalze zog sich über den Hort und verbrannte alles.
„komm zurück kleiner Drache“, donnerte es durch den Rauch, „ nun hilf mir doch und dir wird nichts geschehen.“
Sogar durch den dichten Rauch konnte Ken genau sagen wo sich sein Gegner befand. Trotz seiner größe konnte er ihn zwar nicht sehen, aber dafür jeden Flügelschlaf genau hören. Lautlos tauchte er ab und flog direkt unter ihn, dann schoss er kerzengerade nach oben auf die Brust zu. Mit voller Wucht raste er gegen den Panzer, bereit ihm sein Herz heraus zu reißen. Der Aufprall ging ihm bis in die Knochen. Wo bei anderen Drachen die Schwachstelle lag, war auch hier kein Durchkommen. Der Schatten lachte laut auf und schlug Kenvelo weg.
„Ihr seid erbärmlich. Ihr haltet fest an einer Welt voller Hass und Verzweiflung. Seht mich an, ich bin der beste Beweis dafür. Seht wie stark sie mich gemacht haben.“
Langsam flog er auf Ken zu, als auf einmal von überall Drachenfeuer auf ihn zuflog. Unter Schmerzen schlug er wie wild mit seinen Flügeln, worauf hin die Flammen in alle Richtungen ausschlugen.
Eine Schar von Drachen stand um ihn herum.
Kenvelo flog vor sein Gesicht.
„Ihr habt verloren, seht es ein. Die Schatten wurden wieder besiegt. Wir werden diese Welt nicht aufgeben.“
Gerade als dieser etwas erwidern wollte und sein Maul öffnete, presste Ken seine grünen Flamme in den Riesen und ließ ihn qualvoll von innen verbrennen. Die Drachen rings herum schossen auf die Flügel, so dass die dünne Haut verbrannte und das Monster in die Tiefen stürzte.
„Ich muss zu den Ältesten und ihnen von der Vision meines Vaters erzählen.“, schoss es Ken durch den Kopf.

In der Halle saßen die Alten und redeten aufgebracht über die Geschehnisse. Als er die Halle betrat kehrte Ruhe ein. Einer der Drachen ergriff das Wort.
„Wurden sie vertrieben, Kenvelo, Sohn des Phyrax?“
Der junge Drache blickte in die Runde. Was er sah waren verängstigte feige Drachen, die ihre eigenen Brüder und Schwestern verraten hatten, dennoch sprach er es nicht aus. Von dem einstigen stolz dieses Geschlechts, war nichts mehr zusehen.
„Ja, sie wurden vertrieben, doch es forderte seinen Preis. Mein Vater starb im Gefecht, als er den Hort verteidigte.“
Die Ältesten atmeten erleichtert auf, es schien sie nicht sonderlich zu stören, dass viele ihr Leben ließen um sie zu beschützen. Wut breitete sich in Ken aus. Er konnte auf einmal verstehen, wie die Schatten zu abtrünnigen wurden. Aber nein, diesen Weg sollte niemand einschlagen.
„Wir können uns nicht länger verstecken! Mein Vater hatte eine Vision. Die Schatten breiten sich wie eine Seuche über der sterblichen Welt aus, wenn wir nichts tun. Eine Frau wird Zwillinge gebären, die alles verändern können, doch wir müssen handeln.“
Die Ältesten waren empört über die Anmaßung des jungen Drachen.
„Wir mischen uns nicht in sterbliche Angelegenheiten ein! So ist es schon seit Jahrhunderten und so wird es auch bleiben.“
Aus Kenvelo platzte die Wut heraus.
„Eure Arroganz lässt euch verblendet sehen! Habt ihr den Schatten nicht gesehen oder zumindest gehört! Sie werden stärker und wenn sie sich in die Angelegenheiten der Sterblichen mischen, haben wir keine andere Wahl. Wir müssen unser Überleben sichern.“
Die Ältesten waren außer sich. Würden die Wächter nicht noch draußen auf dem Schlachtfeld sein, hätte dies die Verbannung als Folge.
„Also gut!“, sprach einer von ihnen, „ dann wirst du gehen und das Überleben der Zwillinge oder wie du es für richtig hältst, gewährleisten. Es sollte dir ohnehin nicht schwerfallen, dich unter sie zu mischen, immerhin bist du der einzige Wandler. Aber gebe dich ihnen nicht zu erkennen oder es wird strikte Konsequenzen haben“
Kenvelo verbeugte sich. Er wusste, dass es sie nicht interessierte, was mit den Sterblichen passierte, sondern, dass es ihnen nur darum ging, ihn als Störenfried los zu werden. Dennoch brauchte er die Zustimmung des Rates um in die Welt hinaus zu fliegen.
Ohne zu warten verließ er das Land, das nie ein Sterblicher je gesehen hatte und flog in die Ferne. Es dauerte eine Weile, bis er die richtige Taverne fand, in der sich die Gruppe aus der Vision aufhielt, doch sein eigentliches Abenteuer sollte erst mit ihnen beginnen.
__________________
http://www.bilder-hochladen.net/files/iqdi-1c-67c6.jpg
Madness is rising. What will it give to you? Undeniable power of chaos or the power to stop this?
What is your choice? Will you love or hate it?

Über 5.000 Hits mit meiner ersten Geschichte "Die Legende von Tanar"

Über 10.000 Hits mit meiner zweiten Geschichte "Die Legende von Tanar II"

Geändert von FegeFeuer (24.05.2012 um 23:29 Uhr)
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