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Alt 17.10.2019, 16:08
Benutzerbild von Feanor2
Feanor2 Feanor2 ist offline
Abenteurer
 
Registriert seit: 02.07.2010
Gilde: New Era(W7)
Beiträge: 490
Standard Alles nur freiwillig

Da ja oft und gerne hier das Argument, das doch alles nur freiwillig ist, man ja keine Pilze ausgeben muss und man doch jeder Zeit auch einfach aufhören kann oder sich mit weniger zufriedengeben könnte, durchs Dorf getragen wird, hier mal ein Interessanter Artikel dazu der erst vor kurzem bei c't erschienen ist: https://www.heise.de/ct/artikel/Die-...r-4547123.html

mit hängt dieses Argument mitlerweile dermaßen zum Halse raus. Es zeigt eigentlich nur wie wenig sich die Wortführer über ihre eigene Beeifnlussbarkeit im klaren sind und das Ihnen nicht klar ist, dass selbst die intelligentesten Menschen ständing und überall durch die kleinsten unterbewussten Reize beeinflusst werden und manipulierbar sind. Von gesunder Selbstreflexion kann man da wohl nicht sprechen.

Bei den meisten Effekten hilft es darüber hinaus nichtmal sich der Effekte bewusst zu sein oder es werden dadurch noch andere Effekte hervorgerufen. Im besten Fall kann das Bewusstmachen der unterbewussten Effekte diesen ein wenig entgegen steuern.
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Geändert von Feanor2 (17.10.2019 um 16:09 Uhr)
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Alt 17.10.2019, 20:47
Benutzerbild von ALEXANDER
ALEXANDER ALEXANDER ist offline
Gamestaff
 
Registriert seit: 16.06.2009
Gilde: die wilde Gilde
Beiträge: 6.107
ALEXANDER eine Nachricht über ICQ schicken
Standard

Zum Thema "freiwillig" oder gar "selber entscheiden" empfehle ich wärmstens eine zweiteilige Doku namens "Das automatische Gehirn", die mal auf Arte lief. Ist sicherlich in der Mediathek oder auf YT zu finden. Falls das nicht findbar ist, schreibe man mir eine PN.

Hier isses:
https://www.dailymotion.com/video/x22yii0
https://www.dailymotion.com/video/x22t9hv
__________________
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Niemals, nie nie und niemals aufgeben!
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Forenregeln: http://forum.sfgame.de/showthread.php?t=3
FAQ: http://forum.sfgame.de/showthread.php?t=81
Spielanleitung: http://forum.sfgame.de/showthread.php?t=57
AGB: http://s1.sfgame.de//legal/index_new...=de&country=de

Suchfunktion: http://forum.sfgame.de/search.php

Geändert von ALEXANDER (17.10.2019 um 22:45 Uhr)
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Alt 18.10.2019, 07:07
Frank19f Frank19f ist offline
Kreuzfahrer
 
Registriert seit: 06.12.2011
Gilde: Fetzi Fight Club
Beiträge: 567
Standard .....

Ich glaube aber immer noch daran das dort Eltern in der Pflicht sind bzw. einen Erwachsenen sollte man zugestehen, dass er über genügend Selbstreflexion verfügt und sein Verhalten kontrollieren kann.

Eine Sucht ist eine Krankheit, an dem Punkt bedarf es Hilfe von außen und da müssen Verwandte und Freunde eingreifen. Ob man da gesetzgeberisch handeln sollte, ist eine schwer zu beantwortende Frage.

Wir sind als Eltern da enorm gefordert. Als Generation Schreibmaschine bin ich nicht so sehr empfänglich für gewisse Dinge und ziemlich konservativ was mein Social Media Konsum angeht. Daher bemühe ich mich auch meine kritische Haltung weiter zu geben.
__________________
Ich bin nicht Gott, Gott kennt Gnade

Vizeweltmeister im Dämonenportal
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Alt 19.10.2019, 22:04
Benutzerbild von Lootenant
Lootenant Lootenant ist offline
Pilzsammler
 
Registriert seit: 29.07.2016
Gilde: Leiter der Magiergilde W23, auf W21 in Quarantäne
Beiträge: 44
Standard

Nun, das Problem ist, dass die Glücksspielindustrie (ich bin übrigens nicht der Meinung, dass S&F ein Glücksspiel ist) durch Erkenntnisse von Neurowissenschaftlern und Suchtforschern extreme Wandel vollzogen hat, was den Suchtfaktor und die (nicht-)Bewusstwerdung dessen angeht.

Ich finde das Thema sehr interessant, auch wenn es bereits bei meinem Vorgänger nicht mehr zu 100% den Thread aufgreift, aber ich komme auch auf S&F zu sprechen.

Seit man einfach von zu Hause aus und für sich allein im Internet auf so gut wie alle Glücksspielvarianten zugreifen kann, ist es natürlich deutlich bequemer und auch nicht mehr mit eventueller sozialer Ächtung verbunden, Glücksspiel zu spielen, da man es quasi im Stillen für sich alleine machen kann.

Dass Eltern interessierter daran sein sollten, was ihre Kinder im Internet treiben, dem stimme ich vollkommen zu. Das Gehirn ist allerdings erst mit 25 ausgereift und somit sind auch "volljährige" Heranwachsende noch sehr anfällig für Spielsucht.

Was ist nun das Problem bei der Selbstreflexion?
Die Prozesse, die Glücksspiel im Gehirn auslösen, sind sehr perfide.

Die beliebteste Aussage ist, dass man nur spielt, weil es eben Freude macht. Aber warum ist das so?
Der Reiz am Glücksspiel ist laut Erkenntnissen gar nicht der eigentliche Gewinn, sondern viel mehr die Vorfreude auf den Gewinn. An dem Punkt möchte ich auch argumentieren, dass S&F kein Glücksspiel ist, da ich bei der Epicsuche überhaupt keine Vorfreude habe a lá ich könnte ja etwas gewinnen sondern es geht einfach nur um das Equip, was letztendlich bei rauskommt. Die einzige Vorfreude, die ich habe, ist vielleicht, wenn ich mit der Maus ganz langsam auf eine Waffe zu-hovere um zu schauen, ob sie benutzbar ist
Edit: Bei Dungeons kann man drüber streiten, da würden mich ein paar Sichtweisen interessieren, sie sind ja auf jeden Fall kein Must-Have.

Frank spricht auch an, dass Sucht eine Krankheit ist, was völlig richtig ist. Darum spielen auch der Charakter oder die Willensstärke keine Rolle, und das macht das ganze so gefährlich.

Was ist nun das Problem bei Glücksspiel im Spezifischen bzw. warum werden in der Heutigen Zeit so viele Menschen Abhängig?
Dieses Phänomen ist hauptsächlich darin begründet, dass die Zeitspanne zwischen "Einnahme" und "Wirkung" beim Suchtfaktor eine riesige Rolle Spielt. Je schneller die Wirkung nach der Einnahme erfolgt, desto eindeutiger assoziiert das Hirn das Gefühl der Wirkung mit der Einnahme.
Im Fall von Online-Glücksspiel ist die Zeitspanne zwischen den jeweiligen Ereignissen extrem niedrig. Deutlich niedriger als bei konventionellem Glücksspiel. Daher ist die Assoziation im Hirn sofort da und die Suchtgefahr deutlich höher.

Die Frage, ob man gesetzgeberisch handeln sollte, muss auch differenziert beantwortet werden.
Im Grund kann man niemandem das Recht entziehen, sein Geld zu verschleudern oder seine Freizeit nur noch mit Glücksspiel zu füllen. Der Fremdschädigungsfaktor ist relativ gering, außer wenn es zu Raub kommt, um an Geld zu kommen.
Etwas anders sehe ich es an dem Punkt, wo Glücksspiel beworben wird, insbesondere auf Plattformen, die auch für Minderjährige zugängig sind. Da muss man dann klar entscheiden, wem man Glücksspiel aussetzt und was die Folgen für einen Heranwachsenden sind.

So viel von mir

Geändert von Lootenant (19.10.2019 um 22:09 Uhr)
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