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Alt 21.10.2012, 13:07
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poste es erstmal unter dem Namen ... mir fällt nichts anderes ein ;D
hab es leider gestern nicht geschafft rein zu stellen dafür heute gleich ein paar teile! viel spaß beim lesen.
Die Rechte an dieser story gehört wie immer mir^^

Die Geschichte ist im Larvenstadium. Vieles wurde bereits geändert. Das was ihr hier im Forum lest ist eine Rohfassung.

Prolog

"Hier seid ihr nun. Ihr lebt in eurem neugewonnenen Wohlstand und ergötzt euch bester Gesundheit. Ihr habt mich verurteilt. Mich zu einem Verbrecher ernannt, schuldig der Nekromantie!
Ihr meint das die Schattenmagie ein Thema ist, welches Tabu ist?

Nun, bald werdet ihr euch mit diesem Thema beschäftigen müssen.

Der Schatten wird sich wieder erheben. Und alles wird sich schwarz färben, wenn er seine Schwingen ausbreitet. Er wird sich das nehmen was rechtmäßig ihm gehört und mit seinem eisigen Griff über diese Welt herrschen. Das Chaos wird wieder dieses Land heimsuchen.

Die Frage ist, was wird dir dieses Chaos geben? Die uneingeschränkte Macht darüber? Oder wirst du die Macht haben um es zu stoppen?

Wie wirst du dich entscheiden? Wirst du es lieben oder hassen?"

Ein dunkler Schatten überzieht das Land Aaganien und bedroht die Bevölkerung. Mit seinen Gefährten muss Tanar einen Weg finden dieses Unheil abzuwenden. Sonst scheint alles verloren, wofür der König so hart gekämpft hat.



Teil 1

Gelassen saß er auf seinem Stuhl und hörte der alten Frau mit einem Ohr zu. Es interessierte ihn, doch die junge Frau daneben interessierte ihn mehr. Die Verhandlungen zogen sich immer weiter in die Länge, denn das Oberhaupt der Elfen, die heilige Mutter Ashya legte immer wieder neue Bedingungen auf. Es war erst ein Jahr her, seitdem er seinen Bruder Sohan, der nun als leere Hülle im Gefängnis schmorrte, zur Rechenschaft an den Tod seines Vaters gezogen hatte. Für diesen Verrat hatte Tanar ihm die Fähigkeit genommen, selber jemals wieder einen eigenen Gedanken zu formen. Zwar konnte er noch alles sehen, hören, spüren und riechen, doch alles was er mitbekam, verschwand nach kurzer Zeit wieder aus seinem Gedächtnis. Vor ein und einem halben Jahr hatte er erst den Dämon Thul-Daer getötet. Es gab große Verluste während und vor dem Kampf, von denen so gut wie niemand wusste. Sein Freund Taruka und der alte und zugleich weise Drache Iftahar hatten im Kampf ihr Leben gelassen. Natürlich nicht umsonst, denn die Länder blühten prächtiger denn je. Iftahar hatte eine Handvoll Drachen dieser Welt hinterlassen, die bereits schnell gewachsen waren und den Lebensstrom in Aaganien wieder verbreitet hatten. Wie sich heraus stellte waren es jedoch nicht die einzigen Drachen, die es noch gab. Als die Drachen mitbekamen, wie das Land einen Wandel durchmachte, kamen sie aus weiter Ferne wieder in das Land zurück, aus dem sie einst stammten. Nicht nur in den Ländern der Menschen wurde der Boden dadurch fruchtbarer, sondern sogar in den sonst so kargen Steppen der Ödnis gab es wieder mehr Leben. Alles strahlte wieder und den Bewohnern ging es gut. Als Großkönig Aaganiens und als Elf, hatte Tanar sich entschlossen den Streit mit den Elfen beizulegen und Friedensverhandlungen zu führen.
„Bist du einverstanden mit den Bedingungen."
Unsicher blickte er abwechselnd zu Ashya und ihrer Tochter Alyda. Ihre klaren Gesichtszüge und roten Lippen glänzten wunderschön im Licht und ließen ihn keine klaren Gedanken fassen. Leicht verlegen räusperte er sich.
„Ähm ich denke schon."
Sofort griff Alyda ein.
„Mutter! Diese Bedingungen sind inakzeptabel. Schließe den Vertrag ohne Bedingungen die zu unseren Gunsten sind, Tanar hat auch auf seine verzichtet. Wir alle haben genug unter diesen Kriegen gelitten. Wir wollen wieder Frieden haben und uns mit ihnen verstehen, wie früher."
Die alte Elfin schnaufte kurz und nickte dann.
„Du hast recht, es ist wahrscheinlich besser so. Aber wie können wir sicher sein, das dieser Frieden lange zwischen uns wärt?"
Nachdenklich grübelten sie, während Ashya das Stück Pergament unterzeichnete. Hätte sie gewusst, dass Sohan bereits Vorbereitungen für einen Angriff geplant hatte, würde sie diesen Frieden bestimmt ablehnen. Doch es war besser, wenn manche Geheimnisse im Verborgenen blieben.
„Ich liebe ihn.", sprach Alyda mit fester Stimme.
Der heiligen Mutter rutschte die Feder ab.
„Was?!"
„Du hast mich schon verstanden Mutter. Bei seinem ersten Besuch hier, haben wir uns näher kennen gelernt und uns verliebt. Eine Heirat würde den Frieden stärken und den Leuten wieder zeigen, dass es in Ordnung ist, wenn Elfen und Menschen sich lieben."
Fassungslos saß die alte Frau auf ihrem Stuhl. Es dauerte einen Moment, dann sah sie zu Tanar. Er sah ihr sofort an, dass sie nicht so recht wusste, was sie sagen sollte, doch als sie sah wie sich ihre Tochter und der Großkönig verliebt ansahen, konnte sie gar nicht mehr anders als zustimmen.
„Der gleiche Blick, wie ihn mir mein Mann immer geschenkt hat. Nun gut, wenn der Großkönig Aaganiens Tanar dieser Hochzeit zustimmt, soll es so sein."
Ohne zu zögern kam die knappe Antwort von Tanar.
„Ja."
„Geheiratet wird aber in unserem Wald La Nurda!"
Es war die einzige Bedingung, die die heilige Mutter stellte, bevor das Stück Pergament zusammen gerollt wurde und der Frieden zwischen Elfen und Menschen geschlossen wurde.
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Teil 2

Mit Dreck verschmiertem Gesicht machte er sich wieder ans Werk. Es war eine harte Arbeit in dem Bergwerk, doch wenigstens war es ehrlich erarbeitet, auch wenn die Bezahlung nicht gerade die Beste war. Seitdem Tanar an der Macht war, waren jedoch auch die Bedingungen als Arbeiter besser geworden. Die Arbeitszeit pro Tag wurde gekürzt und es gab bessere Rationen. Sogar der Sold wurde etwas angehoben, denn dem Land ging es so gut wie noch nie. Seit fünf Monaten kam er täglich in dieses Bergwerk. Der Leiter, ein Zwerg, war der Meinung, dass es hier reichliche Vorkommen gäbe. Bei dem Gedanken daran dachte der Arbeiter sofort an Diamanten oder anderen Edelsteinen. Würde er als erster auf eine dieser Adern stoßen, würde er sich zwei schöne Steine einpacken und sie selber verkaufen, doch dagegen hatte niemand etwas. Unter den Arbeitern war es üblich, dass der, der als erstes Edelsteine findet, sich einen kleinen Lohn abzweigen durfte. In Gedanken schwelgend, was er alles mit diesen beiden hübschen Steinchen anstellen könnte, fing er an seine Spitzhacke gegen die Steinwand zu donnern. Ein neues Haus, mit einer schönen Aussicht aufs Land, dass wäre es. Er würde seine Frau nehmen und ihr etwas Schönes kaufen, dann würde er ein Kind haben wollen. Seine Freunde meinten ohnehin, dass es schon bald zu spät für ihn sei und eine bessere Zeit als diese würde nicht mehr kommen. Mit einem weiteren kräftigen Schlag, durchschlug der Mensch die Wand vor sich. Verdutzt sprang er zurück, damit ihn keiner der Steine überrollte. Sorgfältig achtete er auf die Decke, ob sich irgendwo größere Risse lang zogen, denn dann wäre es zu gefährlich hier weiter zu arbeiten und er würde die Höhle evakuieren müssen.
„Hey! Was machst du hier für ein Lärm?", kam es von der Seite.
Einer der anderen Arbeiter kam zu ihm. Ungläubig starrten sie auf das große Loch in der Wand. Vorsichtig ging er auf das Loch zu und kletterte in den dahinter liegenden Hohlraum. Auch der andere kam mit einer Fackel nach und blickte mit großen Augen auf die steinerne Platte vor ihnen. Behutsam strichen sie mit ihren Händen über die Inschrift. Es war in einer Schrift geschrieben, die sie nicht lesen konnten und mit reichlichen Bildern verziert, dessen Bedeutung sie nicht verstanden. Irgendeine höhere Macht musste es erschaffen haben. Als sie die Platte berührten, begannen einige der Schriftzüge zu leuchten und die Platte wurde heißer.
„Muss wohl eine Art Schatzkammer sein, los lass uns versuchen sie aufzumachen!"
Nachdenklich führte er seine Hand über die leuchtenden Schriftzeichen. Ein zischeln drang an sein Ohr, als er sie berührte. Als wenn er dieses Tor erbaut hätte, begann er die Worte auf der Platte zu verschieben, sodass die nicht lesbaren Zeichen in einer anderen Reihenfolge waren.
„Versigelt auf Ewig, seit Anbeginn der Zeit, hinter diesem Tor das älteste Aaganiens verweilt.", las er vor als wenn er wüsste was dort stand.
„Und was soll das Älteste sein?", fragte ihn der andere skeptisch.
Er wusste keine Antwort drauf und auch nicht, wieso er diese Zeilen lesen konnte, doch sie beide hofften auf einen alten König, der hier mit seinen Schätzen begraben wurde. Der leuchtende Schriftzug erlosch und mehrere Kreisscheiben drückten sich in den Vordergrund. In unregelmäßigen Abständen waren mehrere leuchtende Punkte auf den Scheiben. Er begann die Kreisscheiben, die im Kreis um einander waren wie wild zu drehen.
„Was ist das?"
„Eine Sternenkarte, sowas wie ein Schlüssel."
Die Augen des Menschen wirkten milchig und irgend etwas schien ihn anzutreiben.
„Es ist ein sich ständig ändernder Code. Je nachdem wie die Sterne gerade stehen, verändert sich das Abbild."
Mit einem lauten Klacken rastete die Sternenkarte ein und die Tür öffnete sich einen Spalt. Ungezähmt wurde Luft durch den Spalt in das Innere gesogen. Sie zwängten ihre Hände zwischen den Spalt und öffneten die massive Tür. Ein großer Raum kam zum Vorschein. Die Wände waren mit einer Bildergeschichte und vielen glühenden Zeichen verziert, die sich auflösten und als flüssiges Gold zu Boden liefen. Am anderen Ende stand ein Altar. Langsamen Schrittes traten sie ein und blickten sich um. Sie bestaunten die Bilder, wie Drachen gegen etwas kämpften. Etwas so furchteinflößendes, das sie sich sogar bei dem Anblick der Bilder fürchteten. Als der andere Arbeiter das Gold bemerkte, stürzte er sich darauf zu und taste sich vorsichtig vor, um zu gucken ob er es anfassen konnte und tatsächlich, es war kalt. Der andere interessierte sich nicht für das Gold. Sorgfältig studierte er die Malereien. Vielen Drachen lagen tot am Boden. Einige flogen weit oben und erhellten mit ihrem Feuerschweif den Himmel. Auf dem letzten Bild standen drei Drachen vor einem Gefäß und das schwarze etwas wurde versiegelt. Er war sich sicher, dass es kein alter harmloser König war, der hier verweilte, doch die Neugier trieb ihn immer weiter an. Der Arbeiter dreht sich dem Altar zu und ging die Stufen hinauf. Auf dem aus Diamant bestehenden Tisch, stand eine uralte Urne. Die Urne musste ein vermögen Wert sein. Sie bestand aus reinem Rubin, Saphir und Amethyst. Die Farben umschlungen sich und formten einen nahtlosen Übergang. Als er die Urne anhob, um sie im Licht zu spiegeln, fiel ihm das Bild dahinter auf. Es waren die drei Drachen, von dem letzten Bild, die die Kreatur in der Urne versiegelt hatten, nur das sie diesmal in Farbe waren. Blau, Rot und Lila, die gleichen Farben, wie die auf der Urne. Das Gefäß begann in seinen Händen zu brodeln, als er auf einmal Bilder aus einer anderen Sicht vor sich sah. Silberne Schwingen ließen ihn immer höher steigen. Um ihn herum war nichts als Finsternis. Einzig die anderen Drachen und ihre Flammen unterschiedenen sich von dem Schwarz. Fürchterliche Schreie erhalten, als wieder und wieder Drachen vom Himmel fielen und von dem Nichts aufgefressen wurden. Ein schwarzer Schleier formte sich vor ihm und versperrte ihm den Weg. Blitz um Blitz zuckte aus des silbernen Drachens Maul. Die drei Drachen von den Gemälden kamen hinzu und unterstützten ihn. Ein Farbenspektakel von silbern, blau, rot und lila umschlang den Schatten, als sie ihn langsam zurück drängten und letztendlich in dem Gefäß versiegelten. Der silberne Drachen opferte sein Leben, um die Kreatur auf ewig wegzusperren. Plötzlich war es vorbei und befand sich wieder vor dem silbernen Altar, in der er die Seele des Drachen pulsieren spürte. Als er tiefer in den Diamantentisch blickte, sah er einen jungen Drachen friedlich schlafen. Er fiel kaum auf, denn er hatte die gleiche Farbe, wie der Tisch. Als der Mensch seine Hand auf den Tisch legte, um sich abzustützen, bekam er einen elektrischen Schlag und ließ die Urne fallen, die auf den Boden aufschlug und zersplitterte. Hektisch kramte er die Scherben zusammen. Auch wenn die Scherben noch einiges Wert waren, so hätte ihm die Urne als Ganzes einiges mehr eingebracht. Er wandte sich dem Altar ab und wollte diesen Ort nur noch schnell verlassen.
„Los komm! Wir gehen wieder."
Als er zu dem anderen Arbeiter blickte, sah er wie dieser sich langsam von dem Gold löste und aufstand. Für einen Augenblick schien alles normal, doch auf einmal brach sein Genick und er viel schlaff zu Boden. Hinter ihm wurde auf einmal der kleine Drachen wach und fing an wild zu fauchen. Gerade als er loslaufen wollte, schnellte ein Schatten auf ihn zu und flog in ihn rein. Verworrene Gedanken brachten ihn zu Boden, als sich die Finsternis in ihm ausbreitete. Krampfhaft rang er nach Luft, doch er bekam keine mehr. Seine Gliedmaßen verkrampften sich weiter und zerdrückten seine Eingeweide. Leblos blieb er am Boden liegen.
„Zu wenig Platz", hörte er noch, als er starb und der Schatten seinen Körper verließ.
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Teil 3

Glücklich streichelte er über den Bauch seiner geliebten Frau.
„Zwillinge.", flüsterte er.
Die Nachricht hatte sie beide überrascht, doch Tanar und Alyda hatten sich die ganze Zeit Kinder gewünscht. Er richtete sich wieder auf und gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss.
„Wir werden Eltern."
Als er es sagte, strahlte er zutiefste Freude aus und auch Alyda empfand so.
„Es war nun schon zwei Jahre, her seit ihrer Heirat und Tanar war ihr mehr als nur ein guter Ehemann. Er war der beste Herrscher den Aaganien je gesehen hatte. Vor seinem Gesetzt waren Elfen, Zwerge und Menschen gleich. Vereinzelt gab es sogar Orks, die in den Städten auftauchten. Man mussterte sie zwar meistens scharf, doch duldete sie, solange sie keinen Ärger verursachten. Oft gab es Personen die Orks absichtlich zur Weißglut bringen wollten, doch jeden dieser Fälle untersuchte Tanar höchst persönlich, mittels Magie, um das Gesetz gerecht durchzubringen. Und er hatte erfolg. Seitdem Orks dieses Land bereisen durften, hatten sie noch keinen Menschen ohne Grund angegriffen, der in seinem Königreich lebte. Langsam gingen die Angriffe gegen Orks zurück und die Bewohner fanden sich damit ab und hießen sie sogar teils willkommen. Die meisten Genossen dieses grimmigen Stammes lebten jedoch weiterhin in der Ödnis, die jedoch ihren Namen nicht mehr verdient hatte. Es gab natürlich noch einige sehr unfruchtbare Stellen, doch der Großteil der Fläche bot auch dort fruchtbare Stellen. Zumindest fruchtbarer als früher.
Im ganzen Land hatten Tanar, Kallon und Amaris die Erkenntnis verbreitet, das Drachen ein Segen für dieses Land seien und sogar die Zwerge hatten mittlerweile dies eingesehen und ihren zutiefst bitteren Hass auf diesen weisen Wesen versiegen lassen. Im ganzen Land lebten die noch relativ jungen Geschöpfe und machten das Land fruchtbar.
Ein stämmiger Zwerg kam in das Gemach der beiden.
„Man hat mir gesagt ich dürfte eintreten, hoffe das ich nicht störe."
Höfflich empfingen die beiden ihren Freund.
„Ahh, Kallon! Schön dich zu sehen."
Tanar stand auf und umarmte den Zwerg freundschaftlich.
„Ich bin sofort hergekommen, als ich erfahren habe, welch freudiges Ereignis sich ereignet hat."
Kallon ging zu der Elfin herüber und umarmte auch sie.
„Und schon Namen ausgedacht?"
Alyda legte ihren Kopf schief und musterte den Zwerg skeptisch.
„ich dachte du wüsstest so viel über uns Elfen. Einige Monate vor der Geburt eines Elfen, kann die Mutter mit ihrem Kind in Kontakt treten und den Namen von ihnen selber erfahren."
Neugierig hörte der Zwerg zu und staunte nicht schlecht. Sie hatte zwar Recht, das er ein gebildeter Zwerg war, der schon viel herum gekommen war, doch alles wusste er bei weitem nicht. Es tat Tanar gut, Kallon wieder zu sehen. Nach ihrer langen Reise hatten sich ihre Wege wieder getrennt und ein Jeder von ihnen ist zurück in seine Heimat gegangen. Kallon hatte ihm zwar einen der vielen versteckten Eingänge zu dem Zwergenreich gezeigt, so dass er ihn jeder Zeit besuchen konnte und auch Kallon kam öfters zu besuch, dennoch sahen sie sich zunehmend seltener. Ihre Freundschaft hatte jedoch all die Zeit darunter nicht gelitten.
„Ich werde ein paar Tage in dieser wunderschönen Stadt bleiben. Hab einiges zu erledigen bevor es zurückgeht. Hättest du vielleicht kurz Zeit Tanar und könntest mich begleiten?"
Man sah, dass der Zwerg etwas Schweres auf seinem Herzen trug, so dass Tanar gar nicht ablehnen konnte. Der Großkönig blickte zu seiner Frau.
„Nun geh schon.", sagte sie mit einem Lächeln im Gesicht, denn die Genugtuung das er sofort auf ihr Wort hören würde, reichte ihr vollkommen.

Langsamen Schrittes bummelten sie durch die Stadt. Die maroden Altbauten außerhalb des Adligen Bezirks gab es nicht mehr, stattdessen residierten hier nun schöne, massive Holz und Steinhütten, die einiges mehr an Komfort boten. Sie kamen an einem großen Platz an, in dessen Mitte eine glänzende Statue stand. Ein Drache stand majestätisch neben einem Krieger.
„Die Leute werden nie begreifen, was sie bedeutet, auch wenn wir ihnen erzählen, was passiert ist."
Kopfschüttelnd betrachtete Kallon die Statue von Taruka und dem Drachen Iftahar.
„Es ist besser, wenn sie denken, das es ein Symbol ist, das Menschen und Drachen Freunde sind, als wenn sie wissen, dass diese beiden ihr Leben ließen, für einen der größten Verrate an allen Lebewesen.", antwortete ihm Tanar, „Behalten wir ihre Heldentaten in Erinnerung und ehren sie so."
Lange standen sie vor der Statue, bis sich Kallon davon löste und zu seinem eigentlichen Problem kam.
„Mein Cousin hat mir vor ein paar Tagen von einem Zwischenfall berichtet.", der Zwerg holte tief Luft und fuhr dann fort, „In einer Miene, von einem Zwerg wurden zwei Arbeiter tot aufgefunden."
Es war tragisch, wenn Arbeiter in Mienen ihr Leben ließen, doch Tanar verstand nicht, warum Kallon ihm dies sagte. Immerhin starben ab und zu Arbeiter in den Bergwerken, durch Höhleneinstürze oder durch zu harten Arbeitsbedingungen, weil sich einige der Arbeitgeber nicht an die Regeln hielten.
„Sie sind nicht wie die anderen Arbeiter gestorben. Sie hatten eine Wand durchbrochen und dabei einen alten Altarraum gefunden. Neben vielen Schätzen verrieten die Malereien auch, dass dies ein Gefängnis sein musste. Die beiden Arbeiter müssen die Siegel durchbrochen haben, so dass der Gefangene entkommen konnte."
Angespannt hörte der Großkönig ihm zu. Wenn diese Geschichte stimmte, wussten sie nicht was dies für Auswirkungen auf Aaganien haben könnte.
„Und wo ist dieser Altar?"
„Direkt in dem Waiorägebirge. Dem Gebirge mit den meisten wertvollen Bodenvorkommen."
Sie setzten ihren Weg durch die Stadt fort, während ein jeder Bewohner sich vor dem Großkönig und seinem Freund verbeugte und ihnen Respekt zollte. Nachdenklich sah Tanar den Wolken nach.
„Es ist wahr, Tanar. Ich war selbst dort, bevor ich herkam. Was immer es ist, es hätte nie geweckt werden dürfen."
Mit ernstem Gesichtsausdruck sah Tanar den Zwergen an.
„Egal was es ist, wir werden es für uns behalten und solange es nicht aktiv in unser Leben eingreift, leben wir unser Leben wie bisher weiter."
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Teil 4

Ihr Weg führte sie weiter durch die belebte Stadt, vorbei an den vielen Geschäften.
Der rege Betrieb erfreute den Zwerg, der es so liebte zu handeln. Das laute Gebrüll der Händler die ihre Ware anboten, ließ ihn sich heimisch fühlen und zeigte ihm, dass alles in Ordnung war. Das Lachen der Menschen und die Freundlichkeit. Noch nie war es hier so schön.
„Du hast Recht. Vielleicht haben wir ja nichts befreit. Die Völker müssen diese Zeit, die du uns geschenkt hast genießen und nicht in Angst vor etwas leben, was es vielleicht gar nicht gibt."
Ihr Weg führte sie zu einem gut bewachten Haus. Als man Tanar und Kallon erblickte, öffnete man das schwere Tor und die Wachen traten zur Seite. Eine steinerne Treppe führte sie immer tiefer unter die Erde. Je tiefer es unter die Erde ging umso kühler wurde es. Auf den steinernen Wänden spiegelten sich eisige Tropfen, die von der Wand zu Boden tropften und die Stufen rutschig machten. Als sie das Ende der Treppe erreichten, durchschritten sie eine Barriere, die sich gleich hinter ihnen wieder schloss. Einige Lichtkugeln schwebten unter der Decke, die gleichzeitig den Raum etwas erwärmten, so dass es nicht so eisig kalt wie auf der Treppe war. In den mit Stroh ausgelegten Zellen saßen einige Gefangene, die ihnen verächtliche Blicke und einige Beleidigungen zu warfen, als man sie erblickte.
„Ruhe, ihr wertloses Pack!", brüllte eine der Wachen und donnerte mit seinem Schild gegen die Zellengitter.
Tanar und Kallon blieben vor einer Zelle stehen.
„Und wie geht es ihm?", fragte Kallon mit einem leicht süffisanten Ton.
„Er spricht noch immer nicht mit mir.", begann Tanar zu lachen, „Er bleibt stur obwohl es schon so lange her ist."
Als sie sahen, wie sogar die Wachen sie ansahen, fassten sie sich wieder und wurden ernster, ein leichtes Grinsen konnten sie jedoch nicht verstecken.
„Einmal pro Tag komme ich her und überprüfe wie es ihm geht. Er kann lediglich essen, trinken und atmen. Aus mehr besteht sein Leben nicht mehr."
Schweigend sah Kallon die Hülle Sohans an. Mit leerem Blick starrte sie ins nichts. Nur das leicht anheben des Brustkorbes verriet ihm, das er noch atmete. Sein Haar hatte sich bereits grau gefärbt und hing ihm strähnig im Gesicht. Von der Seite her mischte sich eine Gestalt ein, die zu lachen begann.
„Es freut mich, das ihr euch noch in Sicherheit wiegt."
„Wer ist das?", wollte Kallon von Tanar wissen und deutete auf die dürre Gestalt.
„Jemand der gegen die Gesetze der Magie Verstößt. Er nennt sich Myron."
Wütend schlug der dürre Mann gegen die Zellengitter.
„Gegen eure Gesetze! Ihr seid nicht meine Götter, die mir sagen was richtig und was falsch ist!"
Die Wache drehte sich um und rammte den Schafft seines Speers durch die Stäbe, dem Gefangenen in die Rippen.
„Pass auf wie du dich vor dem König benimmst!"
Die jämmerliche Gestalt rutschte zurück um keinen weiteren Schlag abzubekommen. Winselnd rieb er sich seine Seite, während sich Tanar vor das Gitter stellte um besser mit ihm sprechen zu können.
„Nekromantie ist falsch und zu Recht verboten. Die Toten sollte man in Ruhe lassen."
Neugierig kam der Nekromant etwas näher.
„Ahh, interessant. Dann hättet ihr ihn auch besser in Ruhe lassen sollen."
Verrückt begann er zu kichern. Der Gefangene drückte sein Gesicht gegen die Metallstangen und blickte Tanar tief in die Augen.
„Ihr wisst wovon ich rede. Der Schatten wird über die Welt herfallen und sein Königreich zurück fordern."
„Was wisst ihr davon?"
„Ich weiß das ihr ihn nicht bezwingen könnt! Als Aaganien noch nicht besiedelt war, war dies hier ein trostloser Ort. Die Finsternis überflutete dieses Land und machte ein Leben hier undenkbar. Mit der Zeit kamen die Drachen und sie erhoben sich gegen den Schatten. Sie fielen zu dutzenden vom Himmel, doch sie gaben nicht auf. Sie waren weise Geschöpfe und wussten, dass dieses Land leben wollte und deswegen kämpften sie. Für das Land und das, was es mit den Jahren hervor bringen würde. Letzt endlich schafften es Vier Drachen den Schatten in einer Urne zu versiegeln, weil sie nicht mächtig genug waren ihn zu töten."
„Auf den Malereien waren nur drei Drachen zu sehen, wer soll der Vierte sein?", fragte Kallon.
„Ihr habt nicht richtig hin geschaut. Der Vierte ist der Diamantdrache. Eine wahrlich seltene Kreatur. Noch seltener als die andern Drei. Sie machte den Versiegelungszauber erst so mächtig. Sie wussten nicht wie lange das Gefäß halten würde und so opferte sich der letzte Diamantdrache und versiegelte ihn mit seiner Seele. Das Gefäß war jedoch nur so stark geschützt, solange es in direktem Kontakt mit ihm stand, selbst nach seinem Tod. Und jetzt kommt das Beste. Der Schatten kann nur wieder versiegelt werden, wenn die Urne heil ist und der Diamantdrachen seine Seele opfert."
Als der Gefangene seine Geschichte vorgetragen hatte, lief Kallon der Angstschweiß herunter. Das Lachen des Nekromanten hallte von den Wänden wieder und brannte sich in seinem Kopf fest.
„Die Vase stand auf einem zersplitterten Diamanttisch. Also ist der Schatten wirklich entkommen."
Fast so als würde der Zwerg unter einem Zauber stehen, begann er zu zittern.
Tanar presste ihm seine Hand auf die Schulter.
„Beruhige dich, alter Freund. Es mag ja eine schöne Geschichte sein, doch bis jetzt ist noch keine totale Finsternis über uns herein gebrochen."
Er bedeutet der Wache den Gefangen zum Schweigen zu bringen, doch trotz der Hiebe lachte er weiter.
„Er ist wieder frei und diese erbärmlichen Drachen werden ihn diesmal nicht aufhalten können!"
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Teil5

Die Tage verstrichen wie im Flug und so kam der Tag an dem Kallon sich wieder verabschiedete. Sie hatten einiges an Nachforschungen betrieben, doch in keinem Buch der Bibliothek gab es Hinweise über den Schatten oder der Urne. In einem der unzähligen Bücher fanden sie jedoch einige kleinere Hinweise, von Drachen die in Rot, Blau und Lila leuchteten. Sie waren ein wirklich sehr seltenes Vorkommen und lebten nicht in den bekannten Teil Aaganiens, sondern irgendwo weit draußen auf einer Insel, die niemand außer einem Drachen jemals betreten hatte. Über einen Diamantfarbenden Drachen fanden sie jedoch keine einzelne Zeile. Auch das Wissen des Magiers der Ersten, Alexandar von Greifenburg konnte ihm keine weiteren Informationen verraten.
„Ich werde die Miene noch einmal aufsuchen und genau untersuchen.", versprach im Kallon als er sich wieder von ihm und Alyda verabschiedete, „Ich wünschte wir hätten uns unter anderen Umständen wieder getroffen und die Zeit einfach etwas genießen können, doch dies ist anscheinend in diesem Land nicht möglich."
Sie schauten dem Zwerg nach, bis seine Umrisse hinter der nächsten Ecke verschwanden waren, dann kehrten sie wieder zum Palast zurück.
Nachdenklich saß er auf seinem Thron. Seine Königin setzte sich neben ihm und streichelte ihm über die Wangen.
„Irgendwo wirst du die Informationen schon finden. Such tiefer."
Sie stand auf und ging aus dem Thronsaal in ihre Gemächer. Vertieft in seinen Gedanken blieb er noch eine Weile sitzen und entschied sich dann wieder in die Bibliothek zu gehen. Die meisten Bücher hatten sie nur überflogen, einige gar nicht beachtet und nur die wenigsten wirklich studiert.
„Sie hat Recht, irgendwo wird es jawohl eine Legende geben, die etwas darüber erzählt."
Vertieft in seinen Büchern bemerkte er nicht wie der alte Bibliothekar Eredan zwischen den Regalen rumstöberte und seine geliebten Bücher sorgfältig säuberte und wegstellte.
„Ein Mann der so viel weiß wie du, will noch mehr wissen? Ihr habt mir erzählt, dass ihr das Wissen der Ersten habt, reicht euch das nicht aus?"
Aus seinen Gedanken gerissen blickte Tanar in das alte faltige Gesicht. Der Mann hatte kaum noch Haare auf dem Kopf. Nur an den Seiten hing noch etwas grau herunter. Er meinte das er es nur noch habe, weil es seinen Kopf etwas warm hält. Die breite Nase wirkte im gegensatz zum Rest des Gesichtes viel zu groß und seine Augen sahen wie jeden Tag sehr müde aus.
„Du solltest nicht den ganzen Tag hier drinnen sein, warum gehst du nicht mal wieder etwas raus?"
Tanar wollte sich wieder auf die Bücher stürzen, doch der alte Mann setzte sich zu ihm an den Tisch.
„Ein anderes Mal vielleicht. Also was sucht ihr, Bursche?
Der Großkönig musste schmunzeln. Eredan war der einzige, abgesehen von Kallon, Amaris und Alyda, der ihn so ansprechen würde. Die meisten hatten viel zu viel Respekt vor seinem Stand, doch er fühlte sich wohler, wenn der Alte ihn als einen normalen Menschen ansah. Er überlegte kurz, ob er ihm wirklich die ganze Geschichte erzählen sollte oder sie lieber für sich behalten sollte. Als er ihm von dem Fund des Altars und den Malereien erzählte, wurde der Bibliothekar auf einmal ruhig.
„Doch in keinem dieser verdammten Bücher finde ich etwas über diesen Schatten, oder den Drachen, die ihn versiegelt haben. Lediglich der Hinweis, dass es sie gibt, außer den Diamanten. Über ihn gibt es nichts."
Frustriert lehnte sich Tanar zurück und schlug die Hände vors Gesicht. Als er zu Eredan blickte, bemerkte er, dass der Alte ihm den Rücken zugewandt hatte und hinter einem Bücherregal verstand.
„Danke, dass du mich verstehst!", brüllte Tanar ihm sarkastisch nach.
„Ja, aber wenn du nicht mitkommst, kann ich es dir nicht zeigen!", kam die Antwort.
Ohne zu zögern sprang Tanar auf, denn Eredan verblüffte ihn immer wieder mit seinem Wissen und den ganzen nützlichen Dingen die er kannte.
Als er um das Regal spähte, sah er wie der Bibliothekar vor einer Wand stand. Mit einem Ruck öffnete sich ein Spalt und ein kleiner Hohlraum kam zum Vorschein. Der alte Mann streckte seine Hand herein und zuckte kurz zusammen. Als er sie wieder rausholte, lief etwas Blut über seine Hand.
Er hatte das Versteck mit etwas ausgestattet haben, was eine Blutprobe entnahm. Würde die Probe nicht mit dem Original übereinstimmen, würde es das Buch vernichten, welches er herausgeholt hatte. Mit einem Tuch wischte er sich über die Hand und überreichte Tanar das Buch.
Als er die ersten Seiten überflog, sah er ein, das der Gefangene keine ausgedachte Geschichte erzählt hatte.
„Wer bist du und woher hast du dieses Buch?"
Tanars Blick durchbohrte Eredan förmlich. Für einen kurzen Moment dachte der alte Mann, dass Tanar den Blick eines Drachen anwenden konnte, doch er verwarf den Gedanken schnell wieder. Nur ausschließlich Drachen konnten mit diesem Blick in die Geheimnisse eines Sterblichen blicken.
„Ich bin Eredan. Angehöriger einer geheimen Gilde. Du kennst sie. Wir sind die Erben der Weisen."
Tanar guckte nicht schlecht, als er dem Alten zuhörte.
„Ich habe schon einen von dieser Gilde kennen gelernt. Zoriath, ein Troll aus der Ödnis. Er half mir bei ….", kurz bevor er es aussprach bemerkte er, dass er sein Bestgehütetes Geheimnis ausplaudern wollte, „Nun ja bei meiner Reise."
Skeptisch sah ihn Eredan an.
„Meinst du ich weiß das nicht? Auch wenn wir Erben über das ganze Land verteilt sind, so teilen wir trotzdem immer noch unser Wissen unter einander. Dein kleines Geheimnis über den Dämon ist bei mir sicher, genauso wie ich hoffe, dass mein kleines Geheimnis bei dir sicher ist. Unser Erbe ist das Wissen vom Anbeginn der Zeit. Unser Gründer war der erste Sterbliche, der jemals mit einem Drachen gesprochen hatte. Der Drache erlaubte ihm das Wissen mit Bedacht zu teilen, doch er sollte es niemals der ganzen Welt mitteilen, geschweige denn gegen sie verwenden. Das ist auch der Grund, warum wir uns nur in den seltensten Fällen in das Geschehen auf der Welt einmischen, doch du bist Weise und wirst richtig mit diesem Wissen umgehen, da bin ich mir sicher."
Gerade als Eredan gehen wollte, blieb er ein letztes Mal stehen.
„Und noch eins. Wenn du alles weißt, was du wissen musst, dann zerstöre das Buch oder verstecke es. Es enthält einiges nützliches, nicht nur die Geschichte."
Mit diesen Worten ließ er Tanar zurück, der sich sofort in dem Buch vertiefte. Detailreich zeigte das Buch, die ganze Geschichte. Die Drachen die den Schatten zurück zwängten, bis hin zu dem letzten Diamantdrachen, der sich opferte. Als er sich die Geschichte noch einmal durchgelesen hatte, erinnerte er sich an Iftahar, den Smaragddrachen. Er muss ein legendärer Drache gewesen sein, auch wenn er nicht dabei mitgewirkt hatte, den Schatten zu versiegeln. Die normalen Drachen hatten immerhin keine Edelsteinfarbende Haut, sondern einen normalen matt farbigen Schuppenpanzer.
Laut den Angaben des Buches, wurde seit diesem Tag kein Diamantdrache mehr gesehen, weder von Menschen, noch von Drachen. Weiter Antworten standen hier nicht, nur wo er welche herbekommen könnte. Der Dorn der Welt. Es war ein schwierig zu erklimmender Berg, den viele Bergsteiger schon zum Opfer gefallen waren. Schon nach einigen Metern, musste man aufpassen, dass man sich nicht an den spitzen Zacken aufschlitzte und je höher man kam, desto glitschiger wurde der Boden.
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Alt 22.10.2012, 11:51
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Mich verfolgt schon lange die Frage wie du das alles aus dir rausbekommst,wie du das schreibst,setzt du dich einfach hin und schreibst los? Oder kannst du dich mit irgendwas motivieren?

Ich persönlich benötige die Hand meiner Freundin,die Muse und ihr sanfter Kuss,sonst wird das bei mir überhaupt nichts.

Ferner bin ich so oder so knallhart zu mir,entsteht mal was während der Abwesenheit der Muse wandert dies auf den Müll/wird als Müll betrachtet. Auch motivation ist bei mir spärlich,wenn mir mal was gefällt oder anderen kann ich den Tag gleich segnen lassen.

Würde mich sehr interessieren wie es bei dir ist.
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Alt 22.10.2012, 12:22
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ich habe selber keine ahnung wie das bei mir läuft. ich überlege mir einfach ein ende der geschichte und überlege mir dann wie man da hin gelangen kann. wenn ich das gemacht habe fange ich an zu schreiben und versuche die sachen rein zubringen, die wichtig sind. beim schreiben kommen dann spontane einfälle, wie ich sachen verändern kann meistens habe ich aber auch überhaupt keine lust zu schreiben. wenn ich dann rumsitze und nichts z tun habe, dann schreibe ich einfach drauf los und gucke was dabei rauskommt. das meine art das anzugehen
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Alt 22.10.2012, 12:23
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Teil 6

Ein Beben ließ ihn aus dem Buch hoch schrecken.
Sofort sprang er auf und verzauberte das Buch, so dass es schrumpf und in seinen Beutel passte. Ein lautes Donnern ließ ihn nur noch an seine Frau denken und er teleportierte sich in den Palast. Verängstigt saß Alyda auf ihrem Bett und hielt sich schützend den Bauch, als ihr Mann auftauchte.
„Was ist da draußen los?“, fragte sie panisch.
„Ich weiß es nicht.“
Genau in diesem Moment kamen zwei Wachen herein gestürmt.
„Majestät, etwas riesiges Schwarzes ist in die Stadt rein gekracht. Die Menschen fangen an sich seltsam zu benehmen und gehen auf einander los.“
Sofort zog Tanar seine Frau hoch und drückte ihr etwas Kleidung in die Hand.
„Ihr geht nach draußen und versucht es im Zaum zuhalten. Ich komme gleich nach.“, befahl er den Wachen, dann drehte er sich wieder Alyda zu, „Du bleibst hier. Packst dir etwas Verpflegung in einen Rucksack und wartest auf uns. Falls ich nicht zurück komme fliehst du durch den Tunnel.“
Mit Tränen in den Augen sah sie ihren Geliebten an.
„Ich werde hier warten, bis du wiederkommst.“
Liebevoll küsste er sie und raste dann mit seinem Schwert Liathan in der Hand aus dem Zimmer. Es war lange her das er Liathan das letzte Mal im Kampf führen musste. Sie genoss es endlich wieder in seiner Hand zu liegen und Blut vergießen zu können. Als sie den Vorhof verließen und durch die Stadt liefen, bot sich ihm ein Anblick des Schreckens. Viele kleine Schatten sprangen durch die Gassen und befielen die Männer und Frauen, die noch nicht befallen waren. Krampfhaft warfen sie sich am Boden hin und her, bis ihr Geist gebrochen war und die Schatten die Kontrolle über sie gewannen. Wie wilde Bestien warfen sie sich auf einander und schlugen aufeinander ein, bis einer kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Schnell hatte er die beiden Wachen wieder eingeholt und bedeutete ihnen in seiner Nähe zu bleiben. Ein Rascheln drang aus einer Seitengasse an sein Ohr. Einer der Schatten sprang durch die Gasse über Kisten hinweg auf sie zu. Als er sich auf Tanar stürzte versuchte er in seinen Geist einzudringen, doch er prallte auf etwas, das er nicht durchdringen konnte. Zwei Speere kamen von der Seite und durchbohrten den schwarzen Leib. Stark verwundet sprang es zur Seite, nur um auf eine der Wachen zuspringen. Liathan durschnitt die Luft, doch der Schatten verschwand in einer der Wachen, bevor er den Schatten erreichen konnte. Der Soldat begann am Körper zu zittern, während er sich gegen den Eindringling wehrte.
„Was ist los mit dir! Reiß dich zusammen!“, brüllte die andere Wache ihn an und schüttelte ihn.
Mit einmal wurde er ruhig. Der Befallene riss sein Speer hoch und durchbohrte die andere Wache. Geschockt sah Tanar auf den blutverschmierten Speer.
„Junge! Er ist kein richtiger Mensch mehr, töte ihn oder er wird dich töten!“, brüllte Alexandar in ihm.
Die Beine der aufgespießten Wache versagten und er rutschte von dem Speer. Als sie der Befallene bewegen wollte, sprang Tanar nach vorne und machte ihn mit Liathan unschädlich, bevor er etwas machen konnte. Von der Hauptstraße kam eine Scharr von Menschen und Elfen ihnen entgegen gerannt. Verzweifelt versuchten sie sich vor den Schatten zu verstecken, die in der ganzen Stadt waren. Die Schreie der Bewohner drangen von überall her, als sie niedergestreckt wurden. Plötzlich kamen hinter der Scharr von Dorfbewohnern einige Schatten um die Ecke gespurtet. Verzweifelt rannte Tanar nach vorne, doch er war zu weit von ihnen entfernt. Er musste mit ansehen, wie die Schatten auf sie zusprangen und in ihre Körper eindrangen. Es dauerte nur einen kleinen Moment, dann sprangen die Bewohner selber auf einander und fingen an sich zu zerfleischen. Seine Schritte wurden langsamer. Wut staute sich in ihm auf. Was für ein Monster war dieser Schatten, dass er sich Freunde, sogar Verwandte gegenseitig töten ließ. Hinter der sich zerfleischenden Menge traten zwei Gestalten auf die Straße und gingen in seine Richtung. Mit Hasserfülltem Blick kamen Sohan und der Nekromant Myron ihm entgegen. Wütend verstärkte er den Griff um Liathan. Als er einige Schritte auf sie zu machen wollte, blickten die Befallenen Bewohner ihn gierig und mordlüstern an. Entschlossen und unbeirrt ging er weiter der Masse entgegen. Plötzlich schlug etwas Grelles ein, so dass er seinen Blick abwenden musste. Als er die Augen wieder öffnete, hatte sich ein großer Krater in dem Boden gerissen. Blitze zuckten über den Krater hinweg und von den Befallenen war keine Spur mehr. Auf der anderen Seite des Kraters, lagen Sohan und Myron am Boden. Die Wucht des Einschlags hatte sie zurück geworfen, doch nicht töten können. Aus einem eingestürzten Haus kam lautes Gehuste. Ein junger Mann war in dem Geröll verschüttet. Ohne zu zögern rannte Tanar zu dem Haus herüber, um seinen Bruder konnte er sich auch später noch kümmern. Er stemmte eine großen Balken zur Seite und zog den Mann heraus.
„Alles gut bei dir?“
Vorsichtigkeitshalber hielt Tanar etwas abstand, falls er schon Befallen war.
Der Mann schüttelte den Kopf. Als er sah das Sohan und Myron versuchten den Krater zu umgehen, aus dem noch immer Blitzte zuckten, wurde der junge Mann hektisch.
„Wir müssen hier schnell weg! Die Stadt ist verloren.“
Bevor Tanar etwas erwidern konnte, kamen von überall Befallene her. Nur Widerwillig ließ er sich von dem jungen Mann zurück zerren. Als er sich wieder faste, dachte er an Alyda, die nicht gehen würde, bis er zurück käme.
„Zum Palast.“
Zu zweit rannten sie durch die brennende Stadt, die wie ausgestorben wirkte. Ab und zu huschte ein Schatten durch eine Gasse, doch konnte dieser bei ihrem Tempo nicht mithalten. Verwundert blickte Tanar zu dem Menschen, der Mühelos neben ihm her rannte.

Kräftig stieß er die Tür auf und rannte zu Alyda. Glücklich rannte sie ihm entgegen und schloss ihn in die Arme.
„Ich dachte schon du würdest nicht zurück kommen. Ich konnte vom Fenster aus ein bisschen sehen.“
Ohne direkt zu antworten, überprüfte Tanar ob Alyda auf ihn gehört hatte und einige Dinge eingepackt hatte.
„Wer ist das?“, wollte Alyda wissen und zeigte auf den jungen Mann.
Als Tanar keine Antwort gab, ergriff er selber das Wort.
„Kenvelo.“
Schnell ging Tanar nochmal durch, ob er an alles gedacht hatte.
„Die verbotenen Bücher!“
Hektisch rannte er aus dem Raum. Als ihm einfiel, dass er die beiden hier nicht alleine lassen konnte, kam er zurück. Gemeinsam gingen sie den langen Flur zur Bibliothek entlang. Durch die Fenster sah Alyda wie eine riesige Scharr von Befallenen auf den Palast zusteuerte. Als sie Tanar darauf hinwies, erinnerte er sich unweigerlich an die wandernde Stadt. Die abstumpften Bewegungen und das verlangen nach Verwüstung, alles sah gleich aus.
Endlich erreichten sie die Bibliothek. Viele Bücher waren aus den Regalen gefallen und lagen auf dem Boden. Gezielt ging der König zu einem Regal und kletterte eine Leiter herauf. Er nahm einige Bücher heraus und drückte einen verborgenen Knopf. Er stellte die Bücher wieder rein und kletterte herunter. Er rannte quer durch die Bibliothek zu einem Tisch und hob die Tischplatte an. Ein Muster aus Zahlen und Buchstaben kam zum Vorschein. Nachdem Tanar eine bestimmte Reihenfolge gedrückt hatte, schob er den Tisch zur Seite. Hektisch zog er die Bücher aus dem Versteck, verzauberte sie und steckte sie zu dem Buch des Bibliothekars in seinen Beutel.
„Wir müssen hier schleunigst weg.“, warf Kenvelo ihn an den Kopf, „Sie werden gleich hier sein.“
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Geändert von FegeFeuer (22.10.2012 um 12:27 Uhr)
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Alt 22.10.2012, 12:26
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Teil 7

Als hätten sie auf ein Stichwort gewartet, wurde die Tür aufgerissen und die Befallenen stürmten herein. Ungewohnt ruhig blieben sie stehen und gingen zur Seite. Schon anhand des Ganges, wusste Tanar wer es war. Seine Zähne fingen an zu mahlen, als er seinen Bruder und den Totenbeschwörer sah. Sie waren von Blut besudelt. Myron trug ein breites Lächeln auf seinem blassen Gesicht. Wenn man nicht wüsste, dass er von dem Schatten befallen war, könnte man noch immer denken, dass er ein ganz normaler Irrer war.
„Bruder, ist es nicht herrlich, was der Schatten uns schenkt?“
Die Stimme von Sohan klang erfüllt von Finsternis. Jedes Wort, welches er aussprach, nahm etwas mehr Hoffnung aus dem Raum und ließ die Luft gefrieren.
„Und was hat er dir geschenkt?“
„Die Gabe der Erkenntnis und das ich endlich wieder Gedanken fassen kann. Du weißt gar nicht was dieser Zauber für eine Qual war. Aufzuwachen, ohne zu verstehen was passiert ist. Ein Loch in das man immer wieder fällt und obwohl man jeden Tag hinunter fällt, fürchtet man sich, als wäre es das erste Mal. Doch jetzt erkenne ich, wer hier der einzige Fehler ist, der korrigiert werden muss. Nur durch dein magisches Können stellst du dich über uns andere und entscheidest, ihnen ihre Existenz zu nehmen und in Kerkern verrotten zu lassen. Das hat jetzt ein Ende.“
Emotionslos, stand Sohan in dem Raum. Die Befallen standen in einem weiten Abstand um ihn herum und warteten ungeduldig, doch fürchteten sich ohne seiner Erlaubnis nach vorne zu springen um auf sie los zustürzen.
„Es ist traurig, dass du das so siehst, Sohan, doch ich kann nicht zulassen, dass du meiner Frau etwas antun wirst. Ich weiß nicht wie viel von dir noch da drinnen steckt, aber es tut mir leid.“
Für einen kurzen Augenblick, senkte sich das Schwert von Sohan ein Stück. Wie ein Blitz schnellte Tanar nach vorne und schlug mit Liathan nach ihm. Erschrocken sah er mit an, wie die Schwertspitze zwischen den Hände seines Bruders stecken blieb.
„Es ist einfach wunderbar, was der Schatten mir gibt und dank deiner Vorarbeit, hat er genug Platz in meinem Körper gefunden, um fast seine Komplette Kraft in mir zu speichern.“
Zum ersten Mal begann das regungslose Gesicht ein böses Lächeln hervor zu bringen. Das Schwert von Sohan stieß nach vorne, doch bevor es Tanar erreichte, begann der Raum vor seinen Augen unscharf zu werden. Wie ein Blick durchs Wasser, sahen Sohans Bewegungen unreal und verschwommen aus. Zunehmend wurde er langsamer, bis sein Schwert fast komplett erstarrte. Eine Hand packte Tanar am Arm und zog ihn und Liathan von dem Schatten weg, zurück zu seiner Frau. Als die Welt um ihn herum wieder klarer wurde, hörte er wie der Schlag von Sohan auf den Boden knallte und das Schwert zerspringen ließ. Verwundert blickten alle auf Tanar, dann auf Eredan, der wie aus dem Nichts aufgetaucht war und nun zwischen Tanar und Sohan stand.
„Ihr solltet jetzt gehen, als Erbe des Weisen, ist meine Allerheiligste Pflicht, mich dem Schatten zu widersetzen und ihn zurück zu zwingen. Ich werde ihn nicht aufhalten können, doch euch genug Zeit verschaffen können, so dass ihr fliehen könnt.“
Entschlossen stellte sich Tanar neben Eredan.
„Ich werde nicht zulassen, dass du hier stirbst. Meine ganze Stadt ist dem Untergang geweiht und ich konnte nur zwei Personen retten. Was für ein König bin ich, dass ich jemanden zurück lasse.“
Der alte Bibliothekar drückte mit seinem Zeigefinger gegen Tanars Brustharnisch.“
„Du hast ein gutes Herz, Bursche. Es ist der wahre Grund warum du König bist. Und selbst wenn du heute nur dich retten kannst, schaffst du mehr als jeder andere jemals geschafft hätte. Ich hätte niemals unter einem besseren Herrscher leben können.“, lächelnd im Angesicht des Todes, stand Eredan vor ihm, „Weißt du woran du einen guten König erkennst? Ein jeder von seinen Untertanen würde für ihn in die Klinge springen und nun verschwinde, bevor ich an Altersschwäche sterbe. Du bist noch jung, du kannst mehr erreichen als ein alter Mann, der sowieso nicht mehr lange macht.“
„Komm jetzt, bitte.“, die Stimme seiner Frau klang nur gedämpft an seinem Ohr.
Er wollte nicht noch jemanden zurück lassen, lieber würde er sich opfern. Als sie hinter einem der Regale verschwanden, öffnete Tanar die Tür zu einem geheimen Gang, der sie direkt aus der Stadt führen sollte. Er entzündete ein magisches Licht in den dunklen Gängen, so dass sie schneller voran gehen konnten. Weit hinter sich hörten sie Explosionen und lautes Geschrei. Nach einer Weile, verebbte der Kampflärm und es wurde ruhig. Nur noch das regelmäßige Hallen ihrer Schritte kam von den Wänden wieder. Als sie an einer Gabelung ankamen, verschnauften sie kurz. Sie setzten Alyda vorsichtig an die Wand, damit sie sich etwas ausruhen konnte. Sie war im 6 Monat schwanger. Von der anstrengenden Flucht durch die Festung, hatte sie sich so sehr verausgabt, dass ihr die Schweißperlen von der Stirn liefen. Hätten sie die Zeit dafür, würde Tanar hier rasten, doch er hörte schon Schritte durch die Gänge hallen.
„Wir müssen weiter, schnell.“
Als Alyda alleine wieder aufstehen wollte, rutschte sie weg und stürzte. Fürsorglich hob Tanar sie hoch. Elegant schlängelte er sich mit Alyda in den Armen durch die Gänge. Als sie erneut an eine Gabelung kamen, sah Tanar etwas Dunkles im Augenwinkel. Instinktiv ließ er sich auf die Knie fallen und rutschte über den glitschigen Boden weiter. Als er zurück sah, erblickte er einen Schatten, der über ihn hinweg sprang und gegen die Wand prallte. Als der Schatten sich gerade wieder abdrücken wollte, um Tanar hinter her zu springen, packte ihn etwas und zog ihn zurück. Kenvelo warf den Schatten zurück in den Gang aus dem er gekommen war.
„Los! Raus hier, ich komme nach.“
Sofort sprang Tanar wieder auf lief dem Ausgang entgegen. Als endlich Tageslicht in Sicht kam, atmete er erleichtert aus. Er lief ein kleines Stück raus und setzte seine Frau ab. Nervös blickte er in den Tunnel zurück und wartete auf Kenvelo. Jede Sekunde kam ihm wie eine Ewigkeit vor.
„Nun mach schon.“, zischte Tanar.
Nervös tippte er mit dem Zeigefinger auf den Boden, dann sprang er auf.
„Ich komme gleich wieder.“
Genau in dem Moment, in dem er den Tunnel wieder betreten wollte, explodierte etwas in dem Tunnel und zog eine große Feuerwalze nach sich. Überrascht, flog Tanar zurück. Er presste sich die Hand vor Mund und Nase, um sich vor dem dichten Rauch zu schützen und trat in den Tunnel ein. Plötzlich, knallte etwas mit voller Wucht gegen ihn und stieß ihn wieder raus. Verwundert sah er sich um. Als er Kenvelo sah, der sich die Schulter rieb, atmete er endlich erleichtert aus.
„Was hast du da drinnen gemacht! Ach egal, es hat funktioniert.“
Einige große Steinbrocken hatten den Tunnel zum Einstürzen gebracht und nun der Weg versperrt.
Schnell nahmen sie Alyda wieder auf und machten sich auf den Weg.
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Alt 22.10.2012, 20:38
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Schwertlilie Schwertlilie ist offline
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Sollte ich mal versuchen,danke schön
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