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Alt 20.10.2017, 00:57
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BoehserSteve BoehserSteve ist offline
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Standard "Freitag der 13." oder der Tag, als Lucky in unser Leben trat

Wie es der Titel schon andeutet, soll das keine Horrorgeschichte werden, obwohl auch etwas Nervenkitzel eine Rolle spielt.

Die Spoiler, die ich setze, könnten "too much info" enthalten, daher solltet ihr die nur anklicken, wenn ihr es wirklich wollt.

Prolog


Es war einmal...


Am Freitag, den 13. Oktober 2017 kamen wir morgens nicht so richtig in Gang und es dauerte etwas, bis wir unser Frühstück beendet hatten und dann fuhr die Frau mit den jungen Hunden mit dem Rad Gassi, ich sollte etws später mit dem Alten Balou zum Wald hochgehen. Ich gings gemächlich an mit meiner Morgentoilette und stiefelte dann mal los.

Wie ich dann so um ca 10.13 Uhr von uns aus die Strasse hoch ging und dem alten hinterher rief, er solle mal nicht so schnell machen, da fing es dann plötzlich links von mir im Gras an zu fiepen. Das fiepen entwickelte sich rasch zu Gekreisch und ich war anfangs unschlüssig, ob es sich nun um einen Greifvogel handelt, oder was sonst.

Ich ging in die Richtung des Geräuschs durchs hohe Gras, das an der Stelle aufgrund des letzten Hauses am Ortsrand noch schattig war und sehr nass, während drumherum strahlender Sonnenschein war. Fast als hätte es geregnet und nicht nur Taufeuchte. Ich musste noch ne Weile suchen, aber dann lag es vor mir. Ein winziges, kleines Fellbündel, das mir all seine Wut entgegen schrie. Es klang fast wie "na endlich, wo bleibst Du denn, hättest Du nicht etwas eher kommen können?"

Ich hab mich mal erst ganz vorsichtig weiter angenähert, weil es hätten ja noch ein paar mehr Kätzchen liegen können. Ausserdem sah ich mich um, ob ich vielleicht die Mutter aufgeschreckt oder vertrieben habe. Eigentlich weiss man das ja eher von Wildtieren, dass man die nicht einfach anfassen soll, weil die Mutter es sonst verstösst. Das Gekreisch aber war dann aber eher Mitleid erregendes Gewimmer und so habe ich es aufgehoben und erstmal näher betrachtet.

Die Augen waren fest geschlossen und es war nass, steif und kalt. Ich nahm es mit nach Hause und rief die Frau auf dem Handy an um sie zu informieren und um Rat zu fragen, was ich tun soll. Sie kam dann schnell vom Gassi zurück und in der Zwischenzeit hab ich das Baby in ein kleines Handtuch gewickelt, damits nicht weiter auskühlt.




Zum Glück haben wir eine Bekannte, die im Katzenschutzverein ist und haben die angerufen, was wir tun können und die meinte dann gleich, erstmal Katzenersatzmilch zu besorgen und zu füttern. Alle 2 Stunden und ca 10 ml pro Mahlzeit.
Erste Fütterungsempfehlungen und Umsetzung

Nach dem füttern noch Bäuchlein massieren, damit die Verdauung und dass die Ausscheidung der Reststoffe angeregt wird
https://youtu.be/6r0qPzpLml0

Das nächste Problem war das Warmhalten. Den Tipp mit einer ins Handtuch eingewickelten Bettflasche im Katzenkorb war nicht praktikabel, weil man da gewaltig aufpassen muss, dass es nicht zu heiss ist und weil das Baby gern davon runter gerutscht ist.

Die einzige Lösung war, dass ich mir das Baby unter den Pulli gesteckt habe. Ich musste es dann halt mit dem Arm unten drunter festhalten, wenn ich gelaufen bin, aber wenn ich saß, war es kein Problem, wenn ich es ab und zu wieder "zurecht" geschoben habe.
Leider keine gute Aufnahme vorhanden





Weil es mit der Fütterung doch eher suboptimal war, hatten wir den Einfall, dass es bei E. an der Kasse so Fläschchen mit Liebesperlen gibt, das sind so kleine Zuckerbonbons. Die Flasche sieht wie eine verkleinerte Babyflasche aus und früher schien die einen weicheren Nuckel oben drauf gehabt zu haben, aber die hier war eher weniger flexibel.
Aber wir kaufen dennoch die letzten 5 Stück auf, die noch vorhanden waren, Motto "jetzt erst recht" oder "besser als nichts"

Noch ne Packung Küchenrollen geschnappt und nach Hause. In den Pseudonuckel machten wir mit einer heissen Nadel ein Loch und dann probierten wir es aus. War aber leider auch ziemlich gross das Ding für das kleine Mäulchen, aber es ging.

Das Baby blieb dann erstmal den ganzen Freitag weitestgehend unter meinem Pulli. Und weil uns für die Nacht auch nichts besseres eingefallen ist, hab ich es auch nachts unter dem Pulli gehabt. Ich musste dann halt aufpassen, immer schön auf dem Rücken liegen bleiben, damit ich es nicht zerquetsche.

An Schlaf war sowieso nicht zu denken, da wir ja alle 2 Stunden füttern mussten. Frau konnte zwar immer mal einschlafen, aber bei mir herrschten immer erstmal die Gedanken, dass ich es erdrücken könnte, vor, so dass ich in der ersten Nacht nur gedöst habe.

Der Samstag verlief vormittags im selben Schema, wegen der fast durchwachten Nacht lief nicht viel ausser Haustiere versorgen und Baby füttern und nochmals bissel dösen und Frau musste dann zur Arbeit, während ich dann mich ganz allein ums Baby kümmerte, um sie dann abends von der Arbeit zu holen.

War aber alles kein Problem, bis auf die Verdauung. Das Baby hatte nur Durchfall und das macht schon Sorgen, da ja dann auch wenig Flüssigkeit im Organismus bleibt, es also Gefahr lief, zu vertrocknen.

Den Sonntag verbrachten wir auch in dem Schema, füttern, massieren, trocknen etc und auch mit dem Transport unter meinem Pulli inklusive der Nacht.

Wie es weiter ging, werde ich dann demnächst hier erzählen. Eine verkürzte Form gibts im Thread "unsere lieben Haustiere", aber wer sich nicht spoilern möchte, sollte es vielleicht nicht lesen.

EDIT
In der vorstehenden Fassung bin ich den Sonntag nur so überflogen, aber eigentlich haben wir uns nebenher Samstags und Sonntags intensiv mit der Beschaffung von Informationen beschäftigt. Manche/r weiss über meine ( fast schon pedantische) intensive Beschäftigung mit Suchmaschinen (Google ist mein Freund)

Es gibt eine Vielzahl von Informationen, es gibt Blogs, Youtubevideos, Webseiten von Produktherstellern und vieles mehr und wie es immer ist, wird sich oft widersprochen.

Die "Petbalance-Katzenmilchersatz" sprach von "Unter 2 Wochen", und davon gingen wir aus, was auf die geschlossenen Augen und die Grösse um 15 cm zu schliessen war, von einem halben Messlöffel Pulver auf 1 1/2 Messlöffel Wasser (28-30Grad) ergibt 10 ml und diese 10 mal am Tag ergibt 100 ml Flüssigkeitszufuhr.

Das war aber nicht so leicht, mit den zur Verfügung stehenden Spritzen und Flaschen, das Baby zuckte immer zurück und liess viel neben raus laufen.

EDIT Ende Frau muss zur Arbeit

Geändert von BoehserSteve (20.10.2017 um 16:23 Uhr)
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Alt 20.10.2017, 16:24
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Ich habe oben ja noch etwas ergänzt und fände noch ein paar Dinge erwähnenswert, die sich an Samstag und Sonntag ereigneten, aber eigentlich drückts, lieber mit Montag weiter zu machen.

Nachdem das Baby übers Wochenende nur träge und lethargisch war - es war wohl arg entkräftet und mit dem Durchfall konnte es auch kaum Nahrung und Flüssigkeit aufnehmen.

Weil wir uns aber nicht sicher waren, wie es gesundheitlich aussieht, haben wir kurzfristig beim (Haus-)Tierarzt angerufen und uns einen Termin machen lassen.

Bei der Untersuchung schien es noch alles gut auszusehen und uns wurde das Katzenbabyfutter von Royal Canin empfohlen. Royal Canin Babycat-Milk. Das erschien mir am Freitag im Fressnapf mit 16 Euro und nur 300g Inhalt (100g mehr als das günstige Hausmarkenpräparat aber knapp 10 Euro teurer too much)
Fütterungsempfehlung


Fütterungsproblematik

Gut geschnurrt schläft schneller
Also eigentlich schnurren Katzen ja nicht nur, wenn man sie streichelt, sondern zu verschiedenen Gelegenheiten, sei es um sich selbst in aufregenden Situationen zu beruhigen, sei es um ihre Babys zu beruhigen u.a.

Leider fällts mir ja aus physiologischen Gründen schwer zu schnurren, aber ich hab halt dann gebrummelt. Ja, so wie das MMMMMMMMMMMMMhhhh wenn es schmeckt oder das Ommm bei meditierenden Mönchen. (Oder war das eine Suppenwerbung?)

leichtes Knistern
Also ich setzte ab Montag das Baby unter meinen Pulli und dann musste ich brummeln, so dass es irgendwann eingeschlafen ist. Nachdem ich das ne Weile gemacht habe, hab ich auch ab und zu so ein leichtes Knistern gehört, konnte es aber nicht recht einordnen.

Später stellte es sich dann als Schnurren heraus, was man sich halt so bei ner Katze vorstellt.

Saugreflex unterm Pulli?
irgendwann fing es auch, nach dem Aufwachen an, ein leise pfeifendes Geräusch zu machen, das sich irgendwann wie saugen anhörte, also dass es wohl unter meinem wohlig warmen Pulli versucht hat, an seiner Mami zu saugen (?).

War auf jeden Fall ein Zeichen, dass man es mal wieder füttern könnte.


Wenn die Frau da war, haben wir uns bei der Fütterung unterstützt. Ich hab das Baby beruhigt, während sie das Futter zubereitet hat und dafür sorgte, dass es die richtige Temperatur hatte. Ich hielt es fest und sie fütterte es dann mit dem Nuckel. Leider wehrte es sich immer mehr, aber der Grund war zunächst nicht ersichtlich.

Wenn die Frau nachmittags bei der Arbeit war, habe ich allein darum gekämpft, dem Baby alle ca 2 Stunden, manchmal auch ca 3 erst, seine Portion einzuflösen. Und auch abends und nachts hab ich versucht, sie schlafen zu lassen und das allein zu machen, damit sie ihre Leistungsfähigkeit für die Arbeit behält. Einmal unkonzentiert an der Kasse, falsch Geld rein genommen oder falsch ausgezahlt und wenn die Kasse nicht passt, muss man das von privat rein legen.

Schwellung am Hals
von Dienstag auf Mittwoch stellten wir fest, dass es am Hals eine leichte Schwellung hat, konnten uns das nicht so recht erklären, aber am Mittwoch war es dann eine kapitale Schwellung und die Frau tippte mal auf Lymphknoten. Ausserdem hing die Unterlippe weg vom Kiefer und konnten das nur vorsichtig wieder dran drücken, damit es sich nicht daran reisst.

Für 16.15 Uhr nochmals ein Tierarzt-Termin und weil ich um ca 13.45 Uhr die Frau zur Arbeit gebracht habe, wollt ich mal vorher schon beim TA vorbei schauen, ob ich jemand erreiche, weil mir das ganze nicht geheuer war und ich gerne rascher Hilfe für das Baby gehabt hätte.



Weil nach der ersten, nachmittäglichen Fütterung die abhängende Unterlippe wieder angehaftet war und ich mich vielleicht nicht deutlich genug verständlich geäussert habe, ging die Tierärztin nur auf die überdeutlich sichtbare Schwellung der Lymphknoten ein und erklärte das mit der Unterlippe vage mit "die Schwellung drückt das weg".
Es gab zwei kleine Spritzen Antiobiotika und die Tierärztin gab mir dann noch eine kleine 1ml-Spritze mit einem dünnen Plastikaufsatz mit, mit dem ich die Babymilch besser rein laufen lassen kann.

Weil die Lösung mit dem "Baby unter dem Pulli, auch nachts" keine so gute Lösung war, ging ich noch schnell in den Expert-Technomarkt, um zu schauen, ob diese eventuell eine Rheumalampe haben oder was ähnliches, vielleicht auch nur eine Birne (Infrarotlicht zum wärmen). Normalerweise bestell ich ja gern via ebay oder amazon, weil wir eben sparen können, aber es sollte ja schnell gehen. Leider war ich mir aber mit der Lampe nicht sicher, so dass ich diese erstmal nur habe zurück stellen lassen.

Das Gehäuse würde im Dauerbetrieb einer 150-Wattbirne sicher sehr heiss werden und Brandgefahr bringen.

Die tatsächlich für sowas geeigneteren Lampen gibts nur im Fachhandel, sind aus Blech und werden an stabilem Stahldraht-Kabel oder Ketten aufgehängt.

Abends bei der nächsten Fütterung hing dann die Unterlippe wieder stark ab und war auch leicht eingerissen und wir befürchteten, dass es abbrechen könnte.

Weil wir für den Folgetag, Donnerstag noch einen weiteren Tierarzttermin hatten, für eine weitere Spritze, haben wir uns und das arme Ding dann erstmal in unser Schicksal gefügt und das Beste gehofft.
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  #3  
Alt 20.10.2017, 19:10
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Standard ab Donnerstag 19. Oktober

Frühmorgens bei der ersten Fütterung hatten wir den nächsten Schockmoment.
Das Teil der Unterlippe war abgefallen und das Baby hatte einen teils freistehenden Unterkiefer.

Weils gar so schaurig aussieht, setz ich es in den Spoiler


Ab dem Moment haben wir uns noch grössere Sorgen gemacht. Auf der einen Seite wollten wir es nicht einfach einschläfern lassen, wenn es so noch ne reelle Überlebenschance hat, (was sich ja beim Tierarztbesuch raus stellen würde, aber auch über den ganzen Sinn macht man sich Gedanken. Wo hört die Tierliebe auf und fängt die Tierquälerei an. Ausserdem hatten wir ja letztes Jahr das Problem, dass unsere Jessy mit guter Prognose eine Wucherung vom Ohr entfernt bekam und dann noch Zahnstein entfernt wurde und 1 1/2 Wochen danach, nachdem die Tierarztrechnung bezahlt war, ist sie verstorben.
Edit:
Der Todestag von Jessy war am 08.09.2016 und der dazu gehörige Post war hier


Laut der Tierärztin wäre die Unterlippe kein so wichtiges Körperteil, also zum Fressen später sei sie nicht nötig, es wäre nur ein ästhetisches Problem und die Wunde könnte wegen dem Antibiotika ja heilen.

Weil ich darauf hinwies, dass es sicher da auch starke Schmerzen haben würde und dass es wohl auch die ganzen Tage wegen der Schmerzen da beim füttern immer zurück geschreckt war und weil ich darauf aufmerksam machte, dass dann immer Babymilch aus dem Maul läuft und in die Wunde rinnt, bekam ich eine Salbe mit. > Leukase N-Salbe, von der Konsistenz stark an Vaseline errinnernd, das wir vor dem Füttern mit einem Q-Tipp (Wattestäbchen) auf die Wunde schmieren sollen. Das zur Abdeckung und es wäre auch leicht desinfizierend.

Dann meinte sie noch, ob "ER" seine Augen schon mal aufgehabt hätte und ich fragte erstmal, wie sie da drauf kommt, dass es ein Er sei, dann meinte sie, weil Er ständig so schreit.

Jedenfalls hab ich ihr geantwortet, dass die Augen schonmal am aufmachen waren, aber sehr verklebt und dass die Frau dann mit einem in Kamilletee getauchten Wattebausch versucht habe, dies zu lösen. Hier erfuhr ich erstmal, dass man nach neuen Erkenntnissen Kamillentee nicht mehr verwenden soll, weil da im Tee feine Häärchen sind, die sich ins Auge spreitzen könnten. Besser wäre nur Wasser zu nehmen.

Und dann zog sie, für meine Verhältnisse sah es etwas unsanft oder beinahe grob aus, die Augen auf. Nun sieht uns das arme Wesen mit seinen grossen Glubschaugen an und macht es einem noch viel schwerer, abzuwägen, ob man es lieber weiter aufpäppelt oder ob es besser ist, es einzuschläfern.

So haben wir also gestern (donnerstags) abends, nachdem ich die Frau von der Arbeit geholt habe und wir uns darüber beraten haben, dazu entschieden, es weiter zu versuchen.


Nachts hatte ich ein nettes Gespräch mit ein paar der Forenteilnehmern hier, das mir dann auch noch sehr durch&durch gegangen ist und das mich bei meinem/unseren Quest mit der Katze Lucky bestärkt hat.

Anschliessend war ich noch mit der Fütterung und Pflege beschäftigt und habe dann noch den Anfangspost oben geschrieben, vor ich mich um ca 01.15 Uhr nachts müde ins Bett gelegt habe.

Bilder von abends/nachts für einen Grössenvergleich

Fütterungsutensilien

Flasche bzw Milch anwärmen im Wasserbad

Etwas angewiderte, alte Katzendame am Esstisch


Vor der Fütterung
https://youtu.be/QD5O_lHGL5Q



Leider wars mit Erholung aber erstmal nichts, das Baby weckte mich so um etwa 2.30 Uhr auf und um die Frau nicht zu stören (sie braucht, wie gesagt, ihren Schlaf wegen der Arbeit), bin ich allein aufgestanden und wollte das arme Ding versorgen.

Das zog sich dann aber hin, um 2.45 Uhr brachte ich ihm nur 3 Spritzen voll Babymilch rein, weil der Bauch so aufgebläht war, so dass ich erstmal ne Extraschicht mit Bauchi reiben und massieren eingelegt habe, abgewechselt mit Ruhephasen unterm Pulli, damit es nicht auskühlt.

Um ca 3.45 Uhr bekam ich dann noch 5Spritzen (5ml) rein und damit konnte man zufrieden sein. Mit weiterem Massieren und aufräumen kam ich um ca 4.30 Uhr ins Bett und um 6.30 Uhr wars schon wieder hungrig.

Noch eine Hiobsbotschaft
Als ich es heute früh nach dem füttern dann noch massiert hab nach dem Geschäft sauber machte, fiel mir auf, dass "unter" dem After (wenns auf dem Rücken liegt) ein Riss am Schwanzansatz war, der aber auch schon nach Verheilungsversucht aussieht, aber weil wir das bisher nicht mitbekommen haben, haben wir beim reinigen des Hinterns wohl da auch immer wieder dran gerieben.


Freitag 20.10.2017 (der fing bei uns erst um ca 9.30 Uhr an, weil ich mich morgens nach der Fütterung nochmals hingelegt habe unds Baby so lange still blieb)


Wie ich morgens (9.30) der Frau bei den Vorbereitungen zur nächsten Fütterung und unseres Frühstücks erzählt habe, dass da nun auch noch auf der Backside eine Wunde aufgetaucht ist, die bei 3 Tierarztuntersuchungen nicht auffiel oder nicht zur Sprache gebracht wurden, schwindet die Hoffnung, dass wir das Baby noch ohne Bedenken, ob wir es nur umsonst quälen und am Leben halten, durchbringen werden.

Es schwebte jedenfalls mal kurzzeitig im Raum, obs nicht besser wäre, es doch einzuschläfern. Bei der Lippe steht auch noch mehr ab als gestern abends und wenn das auch noch abfällt, bleibt nich mehr viel Substanz übrig. Ob das wirklich noch Sinn macht, wenn das Maul ständig "offen" ist und die untere Zahnreihe (die ja noch nicht da ist, aber sicher kommt) immer ganz schutzlos steht, das wissen wir nicht.

Ich habe jetzt seit dem letzten Post, den ich um 16:24 Uhr abgeschickt habe, um in diesem "Bericht" bis zur Gegenwart zu kommen und dann ab und an evtl ein paar weitere Mitteilungen für die, die es wirklich interessiert, zu schreiben, fast 2 Stunden rumgemacht. Dabei natürlich grösstenteils mit dem Baby beschäftigt. Die Fütterung um 17 Uhr war sehr aufwändig und auch jetzt noch habe ich die Sorge, weil das Baby nur am Schreien ist, kein Wunder bei dem aufgeblähten Hinterleib. Der übrigens auch bei keinem der bisher 3 Tierarztbesuche diese Woche (Mo, Mi, Do) als Grund zur Sorge oder so angesprochen wurde.

Lediglich, dass es gut ist, evtl vor, auf jeden Fall aber nach jeder Fütterung den Bauch zu massieren, um die Verdauung anzuregen und Stoffwechselprodukte ausscheiden zu sehen.

Dafür bin ich aber schon paar Mal beschissen worden, wenn die ganze Massiererei erst später dann bei totaler Entspannung, schlafenderweise unter meinem Pulli ihr Endergebnis ablieferte.

Trotzdem hab ich das Butzele sehr lieb und leide mit ihm und wills am liebsten nicht mehr her geben. Auch wenn die Zukunftsprognose immer noch sehr zweifelhaft ist.



Es drängt sich auch immer mehr auf, dass der Grund, weshalb ich es da gefunden habe ist, dass es von der Mutter verstossen wurde, weil es krank war und sowieso nur geringe Überlebenschancen gehabt hätte, dass die verfügbaren Ressourcen an die besser gestellten Babys verteilt werden sollten. (Zeit + Futter)

Ich weiss, das klingt grausam, aber das ist Natur und der Umstand, dass ich es draussen gefunden habe, legt nahe, dass es eine Freigängerkatze war, es könnte allerdings auch eine der wildlebenden Katzen gewesen sein. Sowas entwickelt sich ja auch immer wieder, dass aus schlecht gehaltenen, freilaufenden Bauernkatzen, die Junge kriegen, immer verwildertere Generationen entstehen, weil die Bauern sich nicht drum scheren, ihre Katzen kastrieren zu lassen.

Geändert von BoehserSteve (20.10.2017 um 23:28 Uhr)
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Alt 20.10.2017, 19:27
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Video heute, 20.10.2017 ca 9.30 Uhr, als fast 1 Woche nach Fund


https://youtu.be/N155kbdjVrw

Bildergalerie 20.10.2017
Achtung, manche Bilder in den Spoilern könnten bei näherer Betrachtung verschiedene Gefühle hervorrufen, Mitleid, Trauer, Schock usw.
Ich mach je Bild einen Spoiler, damit jemand, dem es mit einem Bild schon reicht, nicht alle auf einmal sehen muss.

Lucky



Gesichterl (Warnung!) fehlende Unterlippe

bissel unscharf




Belag auf der Wunde am Unterkiefer



ein Teil des Belags ist sicher Rest von der Schutzsalbe, die wir seit gestern vor dem Füttern auftragen und wegen der "desinfizierenden Wirkung" drauf lassen sollen. Trotzdem tupfen wir es vorsichtig nach dem Füttern ab, was aber auch nicht leicht ist und sicher sehr weh tut

Geändert von BoehserSteve (21.10.2017 um 00:48 Uhr)
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Alt 21.10.2017, 17:52
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Hallo zusammen,


ich habe eine traurige Mitteilung zu machen.



Wir haben uns dazu entschieden, Lucky einschläfern zu lassen.
Er oder sie sollte nicht weiter leiden.




Edit Ergänzung



In kurzen Worten, wäre es aus unserer Sicht unmenschlich gewesen, unseren Willen so durchzusetzen, das Tier mit allen verfügbaren Mitteln am Leben zu erhalten.

Wir haben sie/ihn, wir haben Lucky einschläfern lassen und wir haben Luckys sterbliche Überreste mitgenommen. Wir werden Luckys Körper dort begraben, wo schon andere Haustiere ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, aber in unseren Herzen wird Lucky trotzdem immer einen Platz haben!


Und irgendwann werden wir in Walhall wieder vereint sein


Geändert von BoehserSteve (21.10.2017 um 20:11 Uhr)
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